Es trieb vermutlich mehrere Jahre im Pazifik

Rätsel um Geisterboot mit mehr als 600 Kilo Kokain auf den Marshallinseln

Marshallinseln
In einem Boot ähnlich wie diesem wurde das Kokain entdeckt. Auf den entlegenen Marshallinseln leben insgesamt nur 53.000 Menschen, das Ailuk Atoll hat sogar nur 400 Einwohner (Symbolfoto).
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Die Marshallinseln sind eine abgelegene Inselkette mitten im Pazifik. Immer wieder wird hier Erstaunliches angespült. Doch was kürzlich an Bord eines Geisterboots gefunden wurde, war tatsächlich spektakulär: mehr als 600 Kilogramm Kokain.

Mutmaßlich trieb das Boot, das an einem Strand des zu den Marshall-Inseln gehörigen Ailuk-Atolls angespült wurde, bereits seit Jahren im Pazifik – mitsamt seiner Ladung.

Wie der britische „Guardian“ berichtet, sagte der oberste Rechtsberater der Marshall-Inseln, General Attorney Richard Hickson, es handele sich um die größte Menge Kokain, die jemals auf dem Marshallinseln gefunden wurde.

Polizisten der Marshallinseln verladen die sichergestellten Pakete mit dem Kokain

Polizisten der Marshallinseln verladen die sichergestellten Pakete mit dem Kokain
Foto: Getty Images

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Auf den Marshallinseln wird oft Skurriles angespült

Noch ist weder geklärt, woher die Drogen stammen, noch warum das Boot verlassen war. Laut „Spiegel“ vermuten die Strafverfolgungsbeamten allerdings, dass die Schmuggler in Gefahr gerieten und ihre Ware aufgeben mussten oder aber in einen Sturm geraten und ihre Ladung verloren. Der gesamte Kokainfund wurde bereits, bis auf zwei Pakete, vernichtet. Die zwei Drogenpakete, die verschont blieben, sollen der  US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA für Analysen zur Verfügung gestellt werden.

Das angespülte Kokain wurde von der lokalen Polizei verbrannt

Das angespülte Kokain wurde von der lokalen Polizei verbrannt
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Auch wenn der aktuelle Fund auf dem Geisterboot besonders brisant ist, sind skurrile Gegenstände, die angespült werden, auf den Marshallinseln keine Seltenheit. Abfälle, Gegenstände vom anderen Ende der Welt aber auch Drogen treiben aufgrund der Meeresströmungen immer wieder bis zu den Marshallinseln.