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Gefährdetes Naturwunder

Australien will Great Barrier Reef mit Milliarden-Hilfspaket retten

Great Barrier Reef
Das Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens ist größer als Italien. Das Riff erstreckt sich über mehr als 340.000 Quadratkilometer. Doch das Naturwunder ist in Gefahr. Foto: Getty Images

Das Great Barrier Reef ist ein einzigartiges Naturwunder. Doch das weltberühmte Korallenriff ist in Gefahr. Bereits letztes Jahr hatte die Unesco angekündigt, das Ökosystem als gefährdetes Welterbe einstufen zu wollen. Die australische Regierung konnte die Einstufung verhindern und reagiert auf den Weckruf: Um das bekannte Ökosystem zu erhalten, investiert die Regierung eine weitere Milliarde Dollar.

Der Klimawandel und die Erwärmung der Weltmeere haben dem Great Barrier Reef vor der Nordküste Australiens schwer zugesetzt. Bereits im Jahr 2021 kritisierte die Unesco die australische Regierung scharf und drohte damit, das Riff wegen der Umweltschäden auf die Liste gefährdeter Welterbe-Stätten zu setzen. Das Welterbekomitee forderte Australien eindringlich auf, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu treffen, auch mit Blick auf die Qualität des Wassers rund um das Riff.

Bisher konnte die Einstufung des Great Barrier Reefs als gefährdetes Welterbe verhindert werden. Und das soll so bleiben: Australiens Premierminister Scott Morrison kündigte an, dass die Regierung verstärkt in den Erhalt des Great Barrier Reef investieren wolle. Insgesamt eine Milliarde Australische Dollar (630 Millionen Euro) fließen in den nächsten neun Jahren in Maßnahmen zum Erhalt des Great Barrier Reefs – damit ergänze man ein bereits bestehendes Hilfspaket von zwei Milliarden Dollar.

Gefährdetes Naturwunder

Das Great Barrier Reef ist seit 1981 Weltnaturerbestätte. Laut dem Unesco-Bericht aus dem letzten Jahr hätten sich die langfristigen Aussichten für das Naturwunder von „schlecht“ zu „sehr schlecht“ entwickelt. Als besorgniserregend bezeichneten die Experten auch die wiederholten Korallenbleichen. Auch die sind Resultat des Klimawandels: Die Meerestemperaturen steigen, was wiederum zur berüchtigten Korallenbleiche führe.

Vor allem durch die Klimakrise ist das Riff stark gefährdet. Die Vereinten Nationen hatten schon in der Vergangenheit gewarnt. Und zwar, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt absterben könnten, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad steigen. Bereits im Dezember 2020 hatte auch die Weltnaturschutzunion (IUCN) Alarm geschlagen. Die Wissenschaftler stuften das Great Barrier Reef bei den Überlebensaussichten in der höchsten Kategorie „kritisch“ ein. Die Erwärmung und Versauerung des Meeres führe dort zum Absterben der Korallen, hieß es.

Australien steht bei Naturschützern ohnehin stark in der Kritik. Denn es setzt unbeirrt auf fossile Brennstoffe und hat einen enormen Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids.

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Milliarden-Hilfspaket soll Riff retten

Den Großteil des Hilfspakets für das Great Barrier Reef will man verwenden, um die Riff-Verschmutzung durch schädliche Abwässer aus der Landwirtschaft zu verhindern. Zudem sollen die Wasserqualität zu verbessert und das Riff mit neuen Technologien geschützt werden. Ein Teil Geldes soll zudem eingesetzt werden, um den giftigen Dornenkronenseestern, der Korallen frisst, zu bekämpfen.

Mit Material von dpa

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