Kreuzfahrt-News

Neue Kreuzfahrtschiffe, Routen und Attraktionen

Kreuzfahrtschiff «MSC Seaview»
Die „MSC Seaview“ ist in diesem Sommer im Mittelmeer unterwegs
Foto: dpa/Ivan Sarfatti/MSC

Hier erfahren Sie, was die Reedereien an Neuerungen planen: Welche Routen und Schiffe neu sind – und welche Attraktionen auf den Kreuzfahrtschiffen warten.

Norwegian Cruise Line gibt zwei weitere Schiffe in Auftrag

Norwegian Cruise Line hat den Bau von zwei weiteren Kreuzfahrtschiffen in Auftrag gegeben. Es handelt sich um das fünfte und sechste Schiff der sogenannten Leonardo-Klasse, von denen bereits vier Neubauten fest vereinbart worden waren. Die Auslieferung ist für 2026 und 2027 geplant, wie die Reederei mitteilt. Die Schiffe der Leonardo-Klasse werden in der Fincantieri Werft gebaut und bauen auf dem Konzept der Breakaway-Plus-Klasse auf. Sie werden Platz für jeweils rund 3300 Gäste bieten.

Celebrity Cruises modernisiert die Flotte

Die Kreuzfahrt-Reederei Celebrity Cruises investiert mehr als 500 Millionen Dollar in die Flotte. Ziel sei es, die Schiffe auf den Stand der sogenannten Edge-Klasse zu bringen, teilt das Unternehmen mit. So soll unter anderem das Design der Kabinen und Suiten aufgewertet werden. Die „Celebrity Edge“ wird Ende 2018 in Dienst gestellt. Auch die anderen Schiffe der Flotte sollen zum Beispiel den eigenen Suiten-Bereich „The Retreat“ mit Sonnendeck und Lounge erhalten. Der Umbau soll 2019 beginnen und 2023 abgeschlossen sein. Celebrity Cruises gehört zum US-amerikanischen Konzern Royal Caribbean Cruises.

„Mein Schiff 2“ wird am 9. Februar in Lissabon getauft

Die neue „Mein Schiff 2“ von Tui Cruises wird am 9. Februar 2019 in Lissabon getauft. Das gab die Reederei bekannt. Die Taufreise startet am 3. Februar in Bremerhaven und endet am 15. Februar in Las Palmas auf Gran Canaria. Im Anschluss daran stehen fünf siebentägige Seereisen mit Start und Ziel auf der Kanaren-Insel im Programm. Ende März fährt das Kreuzfahrtschiff nach Mallorca, von dort ist es den Sommer 2019 über im westlichen Mittelmeer unterwegs. Die alte „Mein Schiff 2“ wird mit der Auslieferung des Neubaus zum Ende des kommenden Winters in „Mein Schiff Herz“ umbenannt. Sie soll noch bis 2022 für Tui Cruises fahren.

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„Mein Schiff 6“ wird zum „Jeckliner“

Tui Cruises veranstaltet im kommenden Jahr erstmals eine Karnevalskreuzfahrt. Auf der „Mein Schiff 6“ werden vom 28. April bis 2. Mai unter anderem die „Höhner“ und „Bläck Fööss“ dabei sein, teilte die Reederei mit. Moderiert wird der sogenannte „Jeckliner“ vom Comedian Guido Cantz. Die Route führt von Palma de Mallorca nach Barcelona und Marseille. Tui Cruises veranstaltet regelmäßig Themenkreuzfahrten, darunter zum Beispiel Heavy-Metal- oder Club-Cruises.

Mit der „Mein Schiff Herz“ zu den Kanaren

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff Herz“ – die derzeitige „Mein Schiff 2“ – wird in der Wintersaison 2019/20 rund um die Kanaren unterwegs sein. Insgesamt sechs Kombinationsreisen mit bis zu 14 Tagen Dauer seien dann möglich, wie Tui Cruises mitteilt. So werden erstmals regelmäßig die Azoren angefahren. Start- und Zielhäfen werden Teneriffa und Madeira sein.

Die „Mein Schiff Herz“ fährt derzeit noch als „Mein Schiff 2“. Im Frühjahr 2019 wird das Schiff umbenannt, weil im kommenden Jahr ein Neubau mit dem Namen „Mein Schiff 2“ in die Tui-Cruises-Flotte kommt. Im Sommer 2019 ist das Schiff im Mittelmeer unterwegs. Die „Mein Schiff Herz“ soll noch bis 2022 für die Reederei fahren.

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Zwei Schiffe mit Flüssiggasantrieb bestellt

Tui Cruises hat zwei weitere Kreuzfahrtschiffe bestellt – erstmals mit Flüssiggasantrieb (LNG). Die beiden Neubauten sollen 2024 und 2026 in Dienst gestellt werden, teilte die Reederei mit. Gebaut werden sie in der italienischen Fincantieri-Werft. Die Größe von 161.000 Bruttoregistertonnen übertrifft die bisherigen Schiffe der Tui-Cruises-Flotte deutlich. So kommt die neue „Mein Schiff 1“ auf 111.500 Bruttoregistertonnen. Nach Werft-Angaben sind es die größten jemals in Italien gebauten Schiffe. Weitere Details gab das Unternehmen noch nicht bekannt.

Bisher gibt es in der Flotte sieben Schiffe, im kommenden Jahr acht. Alle fahren bislang mit herkömmlichem Antrieb. Im April hatte Tui-Cruises-Chefin Wybcke Meier in einem dpa-Themendienst-Interview noch gesagt, dass man LNG durchaus in der Überlegung habe, es jedoch nicht sinnvoll sei, ein einziges Schiff in der Flotte mit LNG zu betreiben.

Nicko Cruises bald mit fünf zusätzlichen Schiffen unterwegs

Der Flussreiseanbieter Nicko Cruises ist im kommenden Jahr mit fünf zusätzlichen Schiffen unterwegs. Die kürzlich getaufte „Nickovision“ zum Beispiel werde 2019 abwechselnd zwischen Passau und Budapest sowie zwischen Passau und dem Donaudelta unterwegs sein, teilt der Stuttgarter Reiserveranstalter mit. Auch die „Heidelberg“ wird durchgehend auf der Donau ab/bis Passau fahren.

In kroatischen Gewässern zwischen Zadar und Dubrovnik sind 2019 die «Dalmatia» und die neue „Maliante“ unterwegs. In Frankreich wird zusätzlich die neue „Thurgau Rhône“ auf dem gleichnamigen Fluss fahren. Neuzugang auf dem Mekong ist die „Mekong Adventurer“, auf dem Nil zwischen Kairo und Assuan die „Jaz Royale“. Für Nicko Cruises fahren 2019 insgesamt 28 Schiffe auf 27 Gewässern und 61 verschiedenen Routen, wie der Anbieter ausführt.

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Fjord Line will neuen Fährhafen in Sandefjord bauen

Die Reederei Fjord Line will im norwegischen Sandefjord südlich von Oslo einen komplett neuen Fährhafen bauen. Dafür habe das Unternehmen außerhalb des Stadtzentrums Flächen gekauft, wie Fjord Line mitteilt. Auch andere Fährunternehmen sollen den Hafen nutzen können. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 geplant. Fjord Line ist zwischen Sandefjord und Strömstad in Schweden unterwegs, ab 2020 soll auf der Strecke eine zweite Fähre fahren.

Kreuzfahrtschiff «Prinsendam» fährt bald für Phoenix Reisen

Die „Prinsendam“ fährt ab dem kommenden Jahr für Phoenix Reisen. Das Kreuzfahrtschiff der Holland America Line werde im August 2019 unter dem Namen „Amera“ für den Bonner Veranstalter in See stechen, wie Phoenix Reisen mitteilt. Das Schiff bietet Platz für etwa 800 Passagiere und wurde 1988 als „Royal Viking Sun“ in Dienst gestellt. Welche Ziele die „Amera“ ansteuern wird, dazu gab der Veranstalter noch keine Informationen.

Seabourn lässt zwei Expeditionsschiffe für Luxuskreuzfahrten bauen

Die Luxuskreuzfahrtreederei Seabourn lässt zwei Expeditionsschiffe bauen. Deren Auslieferung sei für den Juni 2021 und Mai 2022 geplant, teilte das Unternehmen mit. Die neuen Schiffe mit Platz für jeweils bis zu 264 Passagiere sollen für luxuriöse Seereisen unter anderem in die Gewässer von Antarktis und Arktis sowie zu anderen exotischen Zielen genutzt werden. An Bord werde es unter anderem zwei U-Boote für Ausflüge in die Unterwasserwelt geben. Die Reederei Seabourn gehört zum Kreuzfahrtkonzern Carnival.

Kreuzfahrt-Terminal von Kubas Haupstadt wird deutlich ausgebaut

Das Kreuzfahrt-Terminal der kubanischen Hauptstadt Havanna soll deutlich wachsen. Bis 2024 will die Global Ports Holding den Hafen von bislang zwei auf sechs Anleger ausbauen, wie das internationale Unternehmen erklärt.

Im vergangenen Jahr wurden in Havanna den Angaben zufolge 328.000 Kreuzfahrtpassagiere abgefertigt, für 2018 werden mehr als 500.000 Gäste erwartet.

Wie das Kreuzfahrt-Portal «Cruisetricks.de» berichtet, hatten sich mehrere kleine Reedereien – etwa Star Clippers oder Celestyal Cruises – ganz aus Kuba zurückgezogen, weil sie keine verlässlichen Anlegezeiten mehr bekamen und großen Schiffen Platz machen mussten.

„Spectrum of the Seas“ mit Bungee-Trampolin und virtueller Realität

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Spectrum of the Seas“ können Passagiere auf einem Bungee-Trampolin in virtuelle Welten eintauchen. Beim „Sky Pad“ werden die Gäste unter einer großen Kuppel angeschnallt und reisen per Virtual-Reality-Headset zum Beispiel in die Zukunft. Daneben sind Karaoke-Singen, Autoscooter, Fallschirmsprung- und Surf-Simulator im Unterhaltungsangebot. Das erste Schiff der neuen Quantum-Ultra-Klasse von Royal Caribbean International (RCI) besitzt außerdem einen exklusiven Suiten-Bereich mit eigenem Restaurant und Lounge. Das Schiff wird in der Papenburger Meyer Werft gebaut und soll ab Juni 2019 von Shanghai aus in die erste Saison starten. Speziell für asiatische Gäste entworfen, bietet es über 4200 Passagieren Platz.

Royal Caribbean verzichtet ab 2019 komplett auf Plastikstrohhalme

Das internationale Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean verbannt ab 2019 auf allen Schiffen Plastikstrohhalme. Das teilte das Unternehmen mit. Bereits Ende 2018 verzichten die Schiffe der Marken Tui Cruises, Royal Caribbean International, Celebrity Cruises, Azamara Club Cruises und Pullmantur auf Plastikhalme, wie die Reederei mitteilt. Stattdessen werden Strohhalme aus Papier eingeführt, ebenso wie Kaffeestäbchen aus Holz. Ziel sei es, Einwegprodukte umweltfreundlicher zu machen. Umweltschützer wie der Naturschutzbund Nabu kritisieren vor allem, dass die meisten Kreuzfahrtschiffe mit Schweröl angetrieben werden.

MSC lässt fünftes Schiff der Meraviglia-Klasse bauen

MSC lässt ein fünftes Kreuzfahrtschiff der Meraviglia-Klasse bauen. Der Neubau mit Flüssiggas-Antrieb (LNG) wird in der französischen STX Werft gebaut und soll 2023 in Dienst gestellt werden, wie die Reederei mitteilt. Die „MSC Meraviglia“ stach 2017 in See, im kommenden Jahr folgt die „MSC Bellissima“. Ende 2019 wird dann die „MSC Grandiosa“ ausgeliefert. Das vierte Schiff der Meraviglia-Klasse wird „MSC Virtuosa“ heißen, wie MSC nun ankündigte. Ein Auslieferungstermin ist noch offen.

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Neue Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Sylt am Wochenende

Eine neue Fährverbindung von Cuxhaven nach Sylt bietet ab 30. Juni die Reederei Adler-Schiffe an: Samstags und sonntags fährt der Katamaran „Adler Cat“ in rund zwei Stunden und 15 Minuten vom Anleger Alte Liebe nach Hörnum auf Sylt. Hin- und Rückfahrt kosten laut Reederei für Erwachsene ab 62,50 Euro. Auch Einzelfahrtbuchungen sind möglich (ab 34,50 Euro).

Hurtigruten-Schiff „Fritjof Nansen“ verzögert sich

Das zweite neue Expeditionskreuzfahrtschiff von Hurtigruten wird ebenfalls später fertig als geplant. Die Verzögerung beim Bau der „Roald Amundsen“ wirke sich auf das Schwesterschiff „Fritjof Nansen“ aus, bestätigte Hurtigruten auf Anfrage. In der Saison 2019/20 werde die „Midnatsol“ das Schiff auf den geplanten Reisen in die Antarktis ersetzen. Betroffene Kunden bekommen auf Wunsch alle Kosten erstattet und Rabatte für andere Reisen der Reederei.

Die zwei neuen Hybrid-Expeditionsschiffe von Hurtigruten mit Platz für jeweils rund 600 Gäste werden in der norwegischen Kleven Werft für den Einsatz in polaren Gewässern gebaut. Ursprünglich sollte die „Fritjof Nansen“ im Sommer 2019 ausgeliefert werden. Die „Roald Amundsen“ sollte bereits in diesem Sommer fertig werden, verzögert sich aber aufgrund der Komplexität des Neubaus bis 2019.