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Alpen

Forscher stellen fest: Das Matterhorn schwingt hin und her!

Matterhorn
Mit dem bloßen Auge zu sehen ist es nicht. Doch der Gipfel des Matterhorns bewegt sich in gut zwei Sekunden um wenige Nano- bis Mikrometer.Foto: Dominic Steinmann/KEYSTONE/dpa

Dass seismische Wellen der Erde ganze Berge ins Schwingen bringen können, klingt beunruhigend. Doch genau das haben Forscher nun am Matterhorn nachgewiesen. Für den Menschen spürbar sind die Bewegungen jedoch nicht.

Das Matterhorn ist wegen seiner ikonischen Form nicht nur einer der bekanntesten Berge der Welt. Mit einer Höhe von 4478 ist es auch einer der höchsten Berge der Alpen. Ein Gigant, der scheinbar starr und unbeweglich in der Schweizer Landschaft steht – dachte man bislang. Doch nun kommt heraus: Das Matterhorn bewegt sich sehr wohl, tatsächlich schwingt es permanent hin und her. Das haben Forscher jetzt in der Fachzeitschrift „Earth and Planetary Science Letters“ beschrieben.

In gut zwei Sekunden bewegt der Gipfel sich demnach aber nur um wenige Nano- bis Mikrometer. Das ist so wenig, dass es mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist. Denn ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters, ein Mikrometer entspricht einem tausendstel Millimeter.

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Matterhorn schwingt wegen seismischer Wellen

Grund für das Schwingen des Matterhorns seien seismische Wellen der Erde. Dieses entstehen zum Beispiel durch die Gezeiten, die Meeresbrandung, den Wind und Erdbeben oder durch menschliche Aktivitäten. Bekannt sei das Phänomen bereits von Hochhäusern und Brücken. „Wir wollten wissen, ob sich solche Schwingungen auch an einem großen Berg wie dem Matterhorn nachweisen lassen“, zitiert das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) seinen Mitarbeiter Samuel Weber. Für die Messung wurden Seismometer unter anderem direkt am Gipfel des Matterhorns installiert, auf 4470 Metern über dem Meer.

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„Die Messungen zeigen, dass das Matterhorn mit einer Frequenz von 0.42 Hertz ungefähr in Nord-Süd-Richtung und mit einer zweiten, ähnlichen Frequenz in Ost-West-Richtung schwingt“, teilte das Institut mit.

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