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Die Corona-Regeln im Überblick

Après-Ski in Österreich könnte in diesem Winter nur für Geimpfte möglich sein

Blick über Österreichs Hauptstadt WienFoto: Getty Images

Skiurlaub in Österreich dürfte in diesem Winter wieder möglich sein. Bei steigenden Fallzahlen darf am Après-Ski aber nur teilnehmen, wer geimpft ist. Wie ist die aktuelle Lage? TRAVELBOOK gibt einen Überblick über die aktuellen Einreisebestimmungen und Corona-Regeln in Österreich.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will mit klaren Regeln für eine sichere Skisaison trotz Corona sorgen. Teil des Konzepts dafür könnte das Durchsetzen der 1G-Regel für Après-Ski sein. Heißt: Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, sollen nur noch Geimpfte Zugang zu Pisten-Partys haben, so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in einer Pressekonferenz am Montag (20. September). In Österreich sind zurzeit 70 Prozent der über 12-Jährigen geimpft.

Lauterbach lehnt Aprés-Ski in diesem Winter ab

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich gegenüber der FUNKE Mediengruppe skeptisch: „Wie die nächste Wintersaison aussehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös vorhersagen – auch nicht der österreichische Bundeskanzler“. Après-Ski oder ähnliches in diesem Winter sei von Booster-Impfungen oder von weiterentwickelten Impfstoffen abhängig, so Lauterbach. Der Epidemiologe würde aus heutiger Sicht „eher davon abraten, unter Ischgl-ähnlichen Bedingungen zu feiern“.

Für einen sicheren Skiurlaub in Österreich sollen neben den Impfungen auch Testungen und Genesenennachweise, die 3G, sorgen. Zutritt zu Gastronomie und Hotels soll es nur mit entsprechenden Nachweisen geben. Auch in Gondeln soll sowohl eine 3G-Nachweis-, als auch Maskenpflicht gelten. Kontrollen sind beim Ticketverkauf an den Liften geplant, so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Abstandsregeln oder Kapazitätsregeln soll es in dieser Saison nicht geben. Skihütten würden in der kommenden Saison wieder öffnen, verspricht Kanzler Kurz. Zuletzt war nur ein Take-away-Konzept möglich gewesen.

Antigen Tests nun nur noch 24 Stunden gültig

Für Geimpfte soll es in diesem Herbst in Österreich keinen neuen Lockdown wegen Corona geben, kündigte Kurz an. Stattdessen ist seit dem 15. September ein Drei-Stufen-Plan in Kraft, der sich nicht mehr nach dem Inzidenzwert, sondern der Hospitalisierungsrate orientiert. Zurzeit gilt mit der ersten Stufe eine FFP2-Maskenpflicht für Ungeimpfte etwa im Handel und öffentlichen Verkehrsmitteln. Bisher war das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für sie ausreichend gewesen. Für Zusammenkünfte ab 25 Personen muss ein 3G-Nachweis erbracht werden, Antigen-Tests sind nun nur noch 24, statt wie bisher 48 Stunden gültig. Das ist auch für Touristen relevant, die bei der Einreise einen solchen Test vorlegen müssen, sollten sie keinen Impf- oder Genesenennachweis haben.

Corona-Maßnahmen in Österreich

Seit Anfang Mai haben in allen Bundesländern die Geschäfte, viele Dienstleister wie Friseure und Kosmetikstudios sowie Museen und Zoos wieder geöffnet. Auch Cafés, Restaurants, Hotels sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geöffnet. Selbst in Clubs und Diskotheken darf gefeiert werden. Wichtig: Das gilt nur für Geimpfte, Genesene oder für alle, die negativ getestet sind. Veranstaltungen sind im Moment noch ohne Obergrenze für das Publikum möglich.

TRAVELBOOK-Redakteurin Sonja Koller war im Sommer in Wien und hat sich dort umgesehen:

Welche Einreise-Regelungen gelten für Österreich?

Reisende nach Österreich müssen geimpft oder genesen sein oder ein negatives PCR- oder Antigentest-Ergebnis vorlegen. Das Ergebnis darf nicht älter als 48 Stunden (PCR-Test) beziehungsweise 24 Stunden (Antigentest) sein. Sollten Einreisende kein Testergebnis vorlegen können, müssen sie sich spätestens bis 24 Stunden nach Einreise in Österreich auf eigene Kosten testen lassen.

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Wer weder geimpft, noch genesen oder negativ getestet ist, muss eine elektronische Einreiseanmeldung ausfüllen und spätestens 24 Stunden nach Einreise auf eigene Kosten einen Test nachholen. Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss sich ebenfalls elektronisch registrieren sowie einen negativen Test vorlegen. Anschließend muss man zehn Tage in Quarantäne. „Ein Freitesten ist frühestens nach fünf Tagen möglich“, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Seite.

Quellen: