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Infos für Urlauber

Österreich ist wieder Corona-Hochrisikogebiet

Österreich Corona
Bis zum 25. Dezember galt Österreich bereits als Corona-Hochrisikogebiet. Jetzt hat das RKI die Einstufung erneut ausgesprochen. Foto: Getty Images

Seit dem 16. Januar gilt Österreich wieder als Corona-Hochrisikogebiet. Einige Gemeinden aber wurden ausgenommen. TRAVELBOOK gibt einen Überblick über die aktuellen Einreisebestimmungen und Corona-Regeln in Österreich.

Das RKI hat Österreich wieder als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft. Damit gilt nun für alle Nachbarländer Deutschlands eine Reisewarnung. Ausgenommen von der Einstufung für Österreich sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz, die nur von Deutschland aus erreichbar sind. Auch das grenznahe Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee gilt nicht als Hochrisikogebiet. Die Durchreise durch Österreich ist weiterhin ohne Einschränkungen möglich.

Elisabeth Köstinger, Österreichs Tourismusministerin kritisiert die Entscheidung der deutschen Regierung. Besonders, dass auch ungeimpfte Kinder unter zwölf Jahren bei der Rückkehr aus Österreich künftig mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben müssen, dürfte den Tourismusbetrieben laut ihrer Einschätzung schaden.

Was gilt bei der Rückreise aus einem Corona-Hochrisikogebiet?

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss eine elektronische Reiseanmeldung ausfüllen. Zudem müssen Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, nach der Rückreise aus einem Hochrisikogebiet für zehn Tage in Quarantäne. Ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich. Die Regelung gilt auch für Kinder, allerdings müssen alle unter 12 Jahre nur für fünf Tage in Isolation.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet geht auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen einher. Mit dieser Einstufung wird das kostenlose Stornieren bereits gebuchter Reisen einfacher, ein Reiseverbot ist es aber nicht.

Maskenpflicht im Freien

Wegen der Omikron-Variante gelten in Österreich seit dem 11. Januar verschärfte Regelungen. So gilt nun nicht nur in Innenräumen, sondern auch im Freien die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Die Regel greift immer dann, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Für die, die sich nicht sicher sind, wann das der Fall ist, hat der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer einen Rat: „Es ist immer besser, die Maske aufzusetzen, als das nicht zu tun.“ 

Im Kampf gegen Omikron wurden auch die Kontrollen im Handel verschärft. In ganz Österreich gilt dort die 2G-Regel. Auch einen weiteren Lockdown, wie es ihn erst Ende November bis Mitte Dezember gegeben hat, schließt Nehammer nicht aus.

Einreiseregelungen für Österreich

Seit dem 20. Dezember dürfen Personen nur noch nach Österreich einreisen, wenn sie geimpft oder genesen sind und zusätzlich einen negativen PCR-Test vorzeigen können. Ausnahmen gibt es für Urlauber, die bereits dreifach geimpft sind. Sie müssen bei der Einreise keinen zusätzlichen Test vorzeigen.

Wer die 2G-plus-Vorgaben nicht erfüllt, muss in Quarantäne. Beendet werden kann diese, sobald ein negatives PCR-Ergebnis vorliegt. Auch eine elektronische Registrierung frühestens 72 Stunden vor der Einreise ist für Urlauber ohne negatives Testergebnis notwendig. Schwangere und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können und das mit einem ärztlichen Attest nachweisen, sind von der Regelung ausgenommen. Auch für Kinder im schulpflichtigen Alter gelten Sonderregelungen.

Für Personen, die sich weniger als 24 Stunden in Österreich aufhalten, gibt es keine Ausnahmen wie bisher. Auch sie müssen bei der Einreise genesen oder geimpft sein und zusätzlich einen PCR-Test oder eine Booster-Impfung vorzeigen können. Die Durchreise ist ohne Einschränkungen möglich.

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Skifahren wieder möglich

Durch die Schließung aller Hotels und Lokale im Lockdown bis Mitte Dezember hatte sich der Ski-Saisonstart verzögert. Jetzt aber werden die Lifte wieder betrieben. Gondeln dürfen sogar voll besetzt werden. Mitfahren dürfen aber nur Personen, die geimpft oder genesen sind. In allen abgeschlossenen Liftanlagen, in Stationen und in Warteschlangen müssen zudem FFP2-Masken getragen und ein Mindestabstand eingehalten werden.

Weiterhin gilt eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen und eine Sperrstunde für die Gastronomie um 23 Uhr. Bars und Clubs bleiben weiterhin geschlossen, auch Après-Ski ist nicht erlaubt. Nächtigen dürfen in Österreich nur Geimpfte oder Genesene.

Corona-Impfnachweise in Österreich nur neun Monate gültig

Wer geimpft in den Skiurlaub nach Österreich möchte, muss generell aufpassen. Denn die Corona-Impfung ist nicht mehr 365 Tage gültig wie bisher: Der Impfschutz gilt nur noch für neun Monate ab dem Zeitpunkt der zweiten Impfung. Bei Personen, die mit Johnson&Johnson geimpft wurden, zählt der Zeitpunkt des ersten und einzigen Piecks. Urlaub in Österreich wird im Jahr 2022 nur mit einer Booster-Impfung oder einem negativen PCR-Testergebnis möglich sein.

Die aktuelle Corona-Lage in Österreich

Weil sich die Corona-Lage besserte, wurde der landesweite Lockdown Mitte Dezember für Geimpfte aufgehoben. Theater, Museen, Freizeiteinrichtungen und der Handel sind derzeit geöffnet. Für Ungeimpfte in ganz Österreich aber hat sich nichts verändert, für sie gilt weiterhin ein Lockdown. Zudem sind in Österreich weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie geplant, etwa eine Impfpflicht. Gelten soll diese ab 1. Februar 2022.

Seit dem neuen Jahr steigen die Infektionszahlen in Österreich wieder an. Momentan liegt die Inzidenz bei 1.151 – in Deutschland liegt der Wert aktuell bei 528 (Stand: 17. Januar 2022). In Österreich sind im Moment 73 Prozent der über 12-Jährigen vollständig geimpft.

Mit Material von dpa und reuters