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Wichtige Infos für Urlauber

Griechenland wieder als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft

Griechenland Corona
Griechenland wird ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuftFoto: Getty Images

Griechenland wird ab Sonntag wieder als Hochrisikogebiet eingestuft. Dies teilt das RKI mit. Damit müssen ungeimpfte Rückkehrer aus Griechenland in Deutschland in Quarantäne. Was derzeit im Land gilt und welche Einreisebestimmungen Sie kennen müssen – TRAVELBOOK hat alle Infos.

Immer mehr Länder werden zu Corona-Hochrisikogebieten. Erst waren es Österreich, Tschechien und Ungarn. Jetzt folgen ein Großteil der Niederlande, Belgien, Irland und auch Griechenland. Die Bundesregierung stuft Griechenland wegen stark steigender Infektionszahlen von Sonntag (21. November) an als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag bekannt.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Griechenland hatte zuletzt eine deutliche Erholung des Tourismus von der Corona-Krise gemeldet. Von Januar bis August lagen die Einnahmen in dem Wirtschaftssektor um fast 136 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie Tourismusminister Vassilis Kikilias der Zeitung „To Vima“ sagte. Die Erlöse beliefen sich damit auf 50 Prozent des Acht-Monats-Zeitraums im Vorkrisenjahr 2019. Wie sich die aktuelle Lage auf den Tourismus auswirken wird, bleibt noch abzuwarten.

Einreise nach Griechenland

Urlauber aus Deutschland dürfen nach Griechenland einreisen, wenn Sie eine vollständige Corona-Impfung oder Genesung nachweisen können. Alternativ ist auch der Nachweis eines negativen PCR-Tests (max. 72 Stunden alt) oder Antigentests (max. 48 Stunden alt) möglich. Kinder unter 12 Jahre sind von der Nachweis- und Testpflicht ausgenommen.

Für den Impfnachweis reicht laut Auswärtigem Amt (AA) in der Praxis die Vorlage des internationalen Impfausweises („Internationale Bescheinigungen über Impfungen und Impfbuch“, gelb) oder des Digitalen COVID-Zertifikats der EU (z. B. in der CovPass-App oder Corona-Warn-App) aus. Ob Kreuzimpfungen oder nur eine Impfung nach einer Genesung als vollständiger Impfstatus anerkannt werden, sei nicht abschließend geklärt. Den deutschen Auslandsvertretungen in Griechenland seien bisher jedoch keine Probleme hinsichtlich der Anerkennung bekannt geworden.

Neben dem Impf-, Genesenen- oder Testnachweis besteht für alle Einreisen, und zwar sowohl auf dem See-, Luft- und Landweg, eine Online-Anmeldepflicht. Reisende müssen vor Abreise nach Griechenland ein Online-Formular („Passenger Locator Form“, PLF) ausfüllen. Angehörige eines geneinsamen Haushalts sollen nach Angaben der griechischen Behörden ein gemeinsames PLF ausfüllen und darin Erwachsene und Kinder angeben, schreibt das AA auf seiner Webseite. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Reisende eine Bestätigung mit einem QR-Code, der spätestens am Tag der Einreise automatisiert per E-Mail zugesandt wird. Reisende müssen den QR-Code beim Check-In/Boarding vorzeigen. Kann bei Einreise kein Code vorgezeigt werden, droht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

Das gilt für die Rückreise aus Griechenland

Die Bundesregierung stuft Griechenland ab dem 21. November als Hochrisikogebiet ein. Damit einher gehen zusätzliche Maßnahmen für die Rückreise nach Deutschland. So müssen sich etwa alle Einreisenden zuvor digital anmelden. Wer nicht geimpft oder von einer Coronainfektion genesen ist, muss sich bei der Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne begeben. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch Vorlage eines negativen Tests aufgehoben werden. Vollständig Geimpfte und Genesene brauchen keine Quarantäne anzutreten. Voraussetzung ist, dass sie den entsprechenden Nachweis ebenfalls über das Einreiseportal der Bundesregierung übermitteln.

Auch interessant: Wohin sind Fernreisen für Geimpfte ohne Quarantäne aktuell möglich?

Corona-Regeln in Griechenland

In Griechenland haben die Behörden angesichts neuer rekordhoher Corona-Zahlen die Regeln für Umgeimpfte bereits verschärft. Nicht immunisierte Bürger dürfen seit dem 6. November Einrichtungen wie Behörden, Banken sowie Einzelhandelsgeschäfte nur noch mit einem negativen Corona-Test betreten, Ungeimpfte Arbeitnehmer müssten bei ihrer Arbeitsstelle künftig zudem zweimal pro Woche einen negativen Test vorlegen. 

Was bedeutet die Einstufung als Hochrisikogebiet für Pauschalurlauber?

In der Zeit vor Corona war eine Reisewarnung ein deutlicher Hinweis auf das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände. Daraus ergab sich für die Gäste von Reiseveranstaltern in der Regel das Recht, kostenlos zu stornieren. Die Anzahlung bekam man ohne Abzug zurück.

Doch die Lage ist heute anders: „Ob nach über einem Jahr Pandemie noch ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt, wenn ein Land nach der Buchung zum Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet wird, ist bisher nicht höchstrichterlich geklärt», sagt Karolin Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Kehl.