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Streik am Flughafen BER: Diese Rechte haben Reisende

35.000 Passagiere betroffen

Streik am Hauptstadt-Flughafen BER – diese Rechte haben Reisende

Streik BER
Am Mittwoch soll ein Streik den kompletten Betrieb des Hauptstadtflughafens BER lahmlegenFoto: picture alliance/dpa | Soeren Stache

Reisende, die für Mittwoch einen Flug von oder nach Berlin gebucht haben, werden aller Voraussicht nach am Boden bleiben. Denn die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Tag zu einem umfassenden Streik aufgerufen – reguläre Passagierflüge werden am BER daher wohl nicht stattfinden. TRAVELBOOK erklärt, welche Rechte betroffene Reisende haben.

Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch (25. Januar) am Hauptstadtflughafen BER zum Streik bei den Bodenverkehrsdiensten, der Flughafengesellschaft und der Luftsicherheit aufgerufen. Der Flughafen geht deshalb nach eigenen Angaben davon aus, dass wohl „keine regulären Passagierflüge am BER stattfinden können“. Ursprünglich vorgesehen waren für Mittwoch rund 300 Starts und Landungen, mit insgesamt 35.000 Passagieren. Verdi erklärte am Montag, man rechne mit sehr großer Beteiligung: „Voraussichtlich wird am Mittwoch der gesamte Flugverkehr von und nach Berlin vom Streik betroffen sein.“

Fluggäste müssten damit rechnen, dass es zu starken Verzögerungen und Absagen von Flügen komme. Betroffene Fluggäste werden daher gebeten, „sich bei Ihrer Fluggesellschaft zu Umbuchungen und alternativen Reisemöglichkeiten zu informieren“, schreibt der Flughafen Berlin-Brandenburg auf seiner Website.

„Der Streik findet ganztags mit Beginn der Frühschicht statt und endet am späten Abend“, gab Verdi bekannt. Der Flughafenbetreiber sprach vom Zeitraum 03.30 Uhr bis 23.59 Uhr. Anlass für den Arbeitskampf sind laut Gewerkschaft die parallel laufenden Tarifrunden, bislang zeichnet sich keine Lösung ab.

Welche Rechte haben vom Streik Flugpassagiere?

Der Streik am BER ist für die Fluggesellschaften ein außergewöhnlicher Umstand, da diese selbst daran nicht beteiligt sind. Das heißt, eine Ausgleichszahlung (umgangssprachlich auch „Entschädigung“ genannt) müssen die Airlines in diesem Fall nicht anbieten, erklärt der Berliner Reiserechtsexperte Jan Bartholl auf Nachfrage von TRAVELBOOK. Dennoch könnten Reisende gegenüber den Airlines Ansprüche geltend machen. Bei einer Flugabsage wegen Streiks seien diese gesetzlich dazu verpflichtet, betroffenen Fluggästen entweder die Ticketkosten zurückzuerstatten oder aber sie auf einen anderen Flug umzubuchen.

Da der Anspruch auf Ticketkostenerstattung ohnehin bestehen bleibe und noch Jahre später verlangt werden könne, rät Bartholl betroffenen Passagieren, „zunächst gründlich zu prüfen, ob der Anspruch auf Umbuchung nicht doch der vorteilhaftere ist.“ Die Fluggesellschaft sei dazu verpflichtet, sich (aktiv) um eine Alternativbeförderung zu kümmern. Tue sie das nicht, könnten Fluggäste „im Rahmen ihres Rechts auf Selbstabhilfe in Eigenregie einen Ersatzflug buchen und die Kosten von der Fluggesellschaft fordern“.

Mit Material von Reuters

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