Seit 2020 günstiger

Das sollten Sie über die BahnCard50 und BahnCard 25 wissen

Bahncard 50 und 25
Lohnt sich für Sie eine Bahncard50 oder 25?
Foto: dpa Picture Alliance

Dank der Mehrwertsteuer-Senkung sind die Bahncards 50 und 25 2020 preiswerter geworden. Jetzt überlegen viele, ob sich eine der Bonus-Karten vielleicht lohnt. TRAVELBOOK erklärt, welche Vor- und Nachteile es gibt.

Anfang 2020 haben die obersten Finanzbehörden der Länder nach längerer Beratung zugestimmt, dass die Mehrwertsteuer-Senkung für Bahntickets auch für die Bahncard50 und Bahncard25 gilt. Die Ersparnis des gesenkten Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent gibt die Bahn vollständig an die Kunden weiter. Im Fall einer nicht ermäßigten Bahncard50 sind das etwa 22 Euro.

Schon jetzt besitzen in Deutschland mehr als 5 Millionen Menschen eine Bahncard. Nun könnten es sogar noch mehr werden. Doch wer nun überlegt, sich eine Bahncard50 oder Bahncard25 anzuschaffen, fragt sich: Lohnt sich das überhaupt? Und: Was bringen die jeweiligen Bahncards genau? TRAVELBOOK hat einen Überblick.

Wann lohnt sich eine Bahncard25?

Die BahnCard25 ist quasi das „Einsteigermodell“ bei der Bahn. Sie kostet für ein Jahr in der 2. Klasse 55,70 Euro, ermäßigt sogar nur 36,90 Euro. Der große Vorteil der Bahncard25 ist, dass sie auf alle Tickets angewendet werden kann. Den Rabatt von 25 Prozent gibt es nämlich nicht nur auf Flex-Tickets (wie bei der Bahncard50), sondern auch auf die Super Spar- und Spar-Preise der Deutschen Bahn.

Damit lohnt sich die Bahncard25 für Bahnfahrer, die langfristig planen und auf Spar-Angebote setzen. Zu welchem Zeitpunkt sich die Bahncard25 rentiert hat, hängt von den regulären Ticketpreisen auf den anvisierten Strecken ab.

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Rechenbeispiel Bahncard25:

Wenn Sie im Jahr sechs Strecken mit der Bahn fahren (also z.B. drei Wochenend-Trips mit Hin- und Rückfahrt) und dabei jeweils pro Strecke 40 Euro zahlen, haben Sie mit der Bahncard25 eine Ersparnis von 60 Euro. Da die Bahncard regulär schon 55,70 Euro kostet, haben Sie also schon einen Gewinn gemacht.

Zahlen Sie im Durchschnitt mehr als 40 Euro pro Strecke, rentiert sich die Karte noch eher. Fahren Sie allerdings nur sehr selten mit der Bahn und dann oft nur für 19,99, lohnt sich eine Bahncard25 vermutlich nicht für Sie.

Wann lohnt sich eine Bahncard50?

Die Bahncard50 kostet für die 2. Klasse 229 Euro pro Jahr, ermäßigt 114 Euro. Sie bietet, ihrem Namen entsprechend, einen Rabatt von 50 Prozent – allerdings nur auf die Flexpreise und nicht auf die Spartickets der DB. Auf die Sparpreise gilt bei der Bahncard50 ein Rabatt von 25 Prozent.

Deswegen ist die Bahncard50 sinnvoll, wenn sie oft, spontan und flexibel Bahn fahren wollen. Der große Vorteil von Flex-Tickets ist nämlich, dass sie jeden Zug am Geltungstag ihres Tickets nehmen können und bis zum Geltungstag kostenfrei stornieren können.

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Rechenbeispiel Bahncard50:

Wenn Sie alle zwei Monate mit der Bahn eine Hin- und Rückfahrt machen, kommen Sie auf zwölf Fahrten pro Jahr. Angenommen, die Hälfte dieser Fahrten ist spontan und Sie zahlen pro Flextarif-Ticket 80 Euro, für die andere Hälfte haben Sie Sparpreise und zahlen 30 Euro. Alleine mit den sechs Flex-Fahrten sparen Sie bereits 240 Euro – bei den Sparpreisen noch zusätzlich 45 Euro. Da die Bahncard Sie nur 229 Euro kostet, haben Sie 56 Euro gespart.

Bei diesem Beispiel zeigt sich, dass die Bahncard50 vor allem dann Sinn macht, wenn Sie oft den deutlich teurerer Flextarif buchen.