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Zu „null Prozent unter Kontrolle“

Riesiger Waldbrand nahe des Yosemite-Nationalparks breitet sich aus

Schlimmer Waldbrand bei Yosemite-Nationalpark
Wegen der dramatischen Waldbrände nahe dem Yosemite-Nationalpark wurde der Notstand in der Region ausgerufenFoto: Getty Images

Für weite Teile der kalifornischen Sierra Nevada wurde der Notstand ausgerufen. Grund dafür sind seit Tagen andauernde Waldbrände in der Nähe des Yosemite-Nationalparks. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz, konnte die Lage aber noch nicht unter Kontrolle bringen.

Am Freitag ist in der kalifornischen Siedlung Mariposa ein Feuer ausgebrochen. Nach anfänglich 400 sind inzwischen fast 2100 Mitarbeiter der Feuerwehr im Einsatz, doch offenbar weit davon entfernt, die Lage in den Griff zu bekommen. Das berichtet aktuell „Tagesschau“. Demnach breitet sich der Waldbrand in der Nähe des Yosemite-Nationalparks explosionsartig aus. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat für das Gebiet den Notstand ausgerufen.

Extremer Waldbrand bei Yosemite-Nationalpark

Für Reisende bestehen insofern keine reellen Gefahren, da das Gebiet nicht zugänglich ist. Die Zufahrtsstraßen und Teile des umliegenden Highways sind gesperrt – es findet aktuell kein Tourismus statt. Und glücklicherweise ist das Gebiet auch recht dünn besiedelt. So wurden unmittelbar nach Ausbruch des Waldbrands rund 6000 Anwohner evakuiert. Doch das Feuer hat bereits zahlreiche Wohnhäuser und Gewerbeflächen stark beschädigt und teilweise gänzlich zerstört.

Aktuell sei die Lage „zu null Prozent unter Kontrolle“, so Feuerwehr-Sprecherin Natasha Fouts. Es bestünden in dem steilen, „zerklüfteten Gebiet“ aber die nötigen Voraussetzungen für einen „guten Kampf“ gegen die Flammen, der hoffentlich bald erfolgreich beendet ist.

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Yosemite-Nationalpark Waldbrand
Es sind rund 2100 Feuerwehrleute mit Löschfahrzeugen und Hubschraubern im Einsatz, um die Flammen nahe des Yosemite-Nationalparks in den Griff zu bekommenFoto: Getty Images

Ernste Bedrohung für Yosemites Mammutbäume

Der Yosemite-Nationalpark lockt mit zahlreichen Naturattraktionen jedes Jahr bis zu vier Millionen Touristen an, darunter der saisonale glühende Wasserfall Horsetail Fall. Besonders bekannt ist er aber für seine vielen Mammutbäume in der Mariposa Grove. Durch die Folgen des Klimawandels und den Mangel an Niederschlägen ist die Brandgefahr hier schon länger recht hoch. Um die teilweise 3000 Jahre alten Bäume des Naturparks zu schützen, arbeitete die Parkleitung in der Vergangenheit bereits mit absichtlich herbeigeführten Bränden, um umliegende Büsche und Sträucher zu entfernen. Denn fehlen sie als Träger für die Flammen, kann dies die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Brände ein wenig drosseln.

Der gesamte Südwesten der USA hat aktuell mit einer extremen Trockenheit zu kämpfen – der schlimmsten Dürre, die die Region seit Jahrzehnten erlebt hat, wie „Tagesschau“ weiter berichtet. Es hat in den vergangenen Wochen bereits mehrere Feuer gegeben. Die Feuerwehr rechnet für das gesamte Jahr mit extremen Waldbränden.

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