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In Berchtesgarden

Durch dieses Bergwerk kann man rutschen

Salzbergwerk Berchtesgaden
Bei einem Besuch im Salzbergwerk Berchtesgaden kann man auch durch die Stollen rutschen. Ein Vergnügen, das jährlich mehrere hunderttausend Besucher anlockt Foto: Salzbergwerk Berchtesgaden, Südwestdeutsche Salzwerke AG
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Robin Hartmann Autorenkopf
Freier Autor

19. August 2025, 14:04 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist das älteste noch aktive seiner Art in ganz Deutschland. Seit mehr als 200 Jahren ist es einer der größten Touristenmagneten in der Region. Denn der Bereich, der für Besucher zugänglich ist, bietet ein paar ganz besondere Attraktionen.

In der bayerischen Kleinstadt Berchtesgaden befindet sich eines der größten Touristenhighlights der Region, wenn nicht des gesamten Bundeslandes. Denn hier hat man die Möglichkeit, einen Einblick in das älteste heute noch aktive Salzbergwerk von ganz Deutschland zu bekommen. Und dabei wird es durchaus abenteuerlich, denn im Salzbergwerk Berchtesgaden wartet so manche ungewöhnliche Attraktion auf Besucher. Das unbestrittene Highlight dürften für die jährlich mehrere hunderttausend Besucher zwei Rutschen sein, auf denen man durch den Berg sausen kann.

Sie haben richtig gelesen: Durch das Salzbergwerk Berchtesgaden kann man bei einer Erkundungstour auch rutschen. Die zwei hölzernen Bahnen sind 34 Meter bzw. 40 Meter lang und ermöglichen es Gästen, von einer der insgesamt 13 Besucherstationen zur nächsten zu gelangen. Dabei wartet die erste Abfahrt mit 34 Metern Länge gleich zu Beginn. Die zweite, mit 40 Metern etwas längere, führt dann hinab zu einem weiteren Highlight. Denn in 130 Metern Tiefe liegt mitten im Bergwerk ein kleines Gewässer, das ob seiner Klarheit auch Spiegelsee genannt wird. Eine kurze Bootsfahrt hier gehört zu den Höhepunkten jedes Besuches.

Historische Rutschen

Salzbergwerk Berchtesgaden
Eine Fahrt auf dem Spiegelsee gehört zu den Highlights im Salzbergwerk Berchtesgaden Foto: Salzbergwerk Berchtesgaden, Südwestdeutsche Salzwerke AG

„Die Rutschen sind aber schon das Highlight für die meisten Besucher“, sagt eine Sprecherin des Salzbergwerks Berchtesgaden auf TRAVELBOOK-Anfrage. Diese könnte man durchaus historisch nennen, denn schon in vergangenen Jahrhunderten nutzten die Bergleute sie seit der Eröffnung im Jahr 1517 immer wieder selbst. „Sie ermöglichten es, schneller von einem Bereich in den anderen zu kommen. Immer wieder hat man damit aber auch Material transportiert.“ Wem die Turbo-Abfahrt dann doch zu abenteuerlich ist, der kann auf seiner Tour durch den Stollen aber auch alternativ einen Weg oder eine Treppe nehmen.

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„Viele unserer Gäste sind hier schon als Kinder gerutscht, und kommen nun mit ihrem Nachwuchs zu uns“, so die Sprecherin des Salzbergwerks Berchtesgaden. „Das Rutschen finden eigentlich all unsere Gäste lustig.“ Für einen Besuch in Deutschlands ältestem Salzbergwerk solle man auf Empfehlung der Mitarbeiterin etwa zwei Stunden einplanen. 60 Minuten dauert die Führung, bei der man zunächst mit einer Grubenbahn 650 Meter tief in den Berg einfährt. Diese verkehrt seit fast 30 Jahren, zuvor beförderte man Besucher von 1911 bis 1996 mit einer Standseilbahn in den Stollen.

Seit 1880 für Besucher geöffnet

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„Bereits 1816 eröffnete das Salzbergwerk Berchtesgaden erstmals für Besucher. Das waren aber zunächst nur hochgestellte Personen, nach denen dann mitunter auch schon mal ein Stollen benannt wurde.“ Seit dem Jahr 1880 empfängt man hier laut der offiziellen Website auch die Allgemeinheit. Und die ist von dem Bergwerk auch 145 Jahre nach seiner Öffnung begeistert, wie die Besucherzahlen zeigen: Durchschnittlich empfängt die Attraktion pro Jahr etwa 390.000 zahlende Gäste. Von dem insgesamt 35 Kilometer langen Stollennetz bekommen diese aber gerade einmal 900 Meter zu sehen. Doch die bieten eben Nervenkitzel mit den Rutschen, aber auch Sehenswürdigkeiten wie eine Salzgrotte und den bereits erwähnten Spiegelsee.


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Im Sommer dürfte das Salzbergwerk Berchtesgaden auch als ein Ort zur Abkühlung willkommen sein, denn unter Tage herrschen gerade einmal coole 12 Grad Celsius. „Jeder Besucher erhält daher vor der Tour einen schützenden Overall.“ Helme seien aber nicht vonnöten, denn jeden Tag vor Öffnung des Besucherstollens gingen besonders geschulte Experten den Bereich zur Sicherung ab. „So ist es Gott sei Dank noch nie zu Unfällen gekommen.“ Wer jetzt interessiert ist, kann sich einen Tourenplan auf der offiziellen Website anschauen, wo jede der insgesamt 13 Stationen genau erklärt ist.

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Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist das ganze Jahr täglich geöffnet. Vom 1. April bis 9. November empfängt man Besucher von 9 bis 17 Uhr, vom 10. November bis 31. März von 11 bis 15 Uhr. Die Schließzeiten bezeichnen dabei jeweils den Zeitpunkt für die letzte Führung. Erwachsene zahlen aktuell 25,50 Euro Eintritt, Kinder von 4 bis 16 Jahren 13 Euro. Alle weiteren Preise entnehmen Sie bitte der Website. Für die Führung steht auch ein Audioguide in 16 Sprachen zur Verfügung, unter anderem Thailändisch und Hebräisch. Und natürlich kann man auch ein salziges Souvenir mit nach Hause nehmen, denn auch heute noch werden in der Grube jährlich etwa 900.000 Kubikmeter des weißen Goldes gewonnen.

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