7. August 2025, 6:21 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Wer Natur, Ruhe und echtes Insel-Feeling sucht, ist auf den Outer Banks genau richtig. Die langgezogene Kette von Barrier Islands vor der Küste North Carolinas ist reich an Leuchttürmen, Sanddünen und weiten Stränden. TRAVELBOOK stellt Ihnen die besten Tipps für die Inselgruppe vor.
Die rund 300 Kilometer lange Kette schmaler Barrier Islands vor der Atlantikküste North Carolinas trennt das Festland vom offenen Meer und ist vor allem für ihre Strände und historischen Leuchttürme bekannt. Und sogar die ein oder anderen Wildpferde lassen sich dort, mit etwas Glück, entdecken.
Einige kennen die Outer Banks vielleicht aus der gleichnamigen Netflix-Serie, die wurde allerdings größtenteils nicht auf der Inselkette selbst, sondern in South Carolina gedreht. Sie ist vor allem für spannende Schatzsuchen und ihr zweigeteiltes Inselleben bekannt. Und auch abseits der Serienwelt beeindrucken die Outer Banks mit salziger Brise, heimeligen Cafés und echter Surferidylle.
Übersicht
Diese 5 Orte sollten Sie kennen
Cape Hatteras Lighthouse
Schon von Weitem erkennt man die schwarz-weiße Fassade des wohl bekanntesten Wahrzeichens der Outer Banks: der Cape Hatteras Leuchtturm. Auf Hatteras Island, einer der südlichen Inseln der Outer Banks, ist er mit seinen 63 Metern laut der offiziellen Tourismusbehörde des Dare County sogar der höchste Leuchtturm Nordamerikas. Im Jahr 1870 erbaut, diente der Leuchtturm ursprünglich dazu, Seefahrer vor Sandbänken zu warnen. Nachdem Stürme und Erosion dem historischen Gebäude über Jahre zugesetzt hatten, versetzten Ingenieure den Cape Hatteras Leuchtturm knapp 130 Jahre nach seinem Bau rund 800 Meter ins Landesinnere, um ihn zu schützen. Wer heute die 257 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, wird mit einem beeindruckenden Blick über den Atlantik und die umliegenden Dünen belohnt.
Jockey’s Ridge State Park
Ein echtes Naturhighlight wartet in Nags Head, North Carolina, im nördlichen Teil der Outer Banks. Auf der Insel Bodie Island befindet sich der Jockey’s Ridge State Park, der das größte natürliche Sanddünen-System an der US-Ostküste beherbergt. Dort können Besucher über die riesigen Hügel spazieren und Drachen steigen lassen. Je nach Wetterlage verändern sich dabei auch die Dünen in ihrer Größe und Form, sodass Sandboarding ebenfalls beliebt ist. Und auch Schwimmen und Windsurfen sind in dem kostenlos zugänglichen Park möglich. Wer die Sanddünen einmal besuchen möchte, sollte allerdings darauf achten, festes Schuhwerk zu tragen, da sich der Sand im Sommer unangenehm aufheizen kann.
Auch interessant: Fluggäste in den USA müssen Schuhe beim Security-Check nicht mehr ausziehen
Manteo
Eine Stadt, die tatsächlich auch als Kulisse der gleichnamigen Netflix-Serie rund um John B und seine Freunde diente, ist Manteo. Der Ort wurde in der Serie zur fiktiven Stadt „Kildare“ inszeniert. Doch nicht nur das, das kleine Städtchen auf Roanoke Island ist auch für seine Geschichte bekannt, genauer gesagt: für ein ungelöstes Rätsel. Ende des 16. Jahrhunderts verschwand auf Roanoke Island eine gesamte englische Siedlung spurlos (TRAVELBOOK berichtete) – bis heute zählt das Verschwinden der sogenannten „Lost Colony“ zu den größten Mysterien der US-Geschichte. Neue archäologische Funde, sowohl auf Hatteras Island als auch westlich von Roanoke, deuten darauf hin, dass sich die Siedler damals möglicherweise in Gruppen aufteilten und bei indigenen Stämmen Zuflucht fanden. Eine eindeutige Antwort gibt es jedoch bis heute nicht.
Corolla
Wer schon immer einmal Wildpferde in freier Natur sehen wollte, hat in Corolla, im nördlichen Teil der Inselkette, beste Chancen. Rund um Carova Beach leben spanische Mustangs, die als Nachfahren einst gestrandeter Kolonialpferde gelten. Seit über 400 Jahren sind sie fester Bestandteil der Region – heute stehen die Tiere unter strengem Schutz, gesichert durch Gesetze und lokale Initiativen. Das Naturgebiet ist bewusst kaum bebaut, auch befestigte Straßen sucht man dort vergeblich. Nur im Rahmen geführter Touren lässt sich die Herde aus sicherer Entfernung beobachten.
Roanoke Island – das Rätsel um die erste Kolonie in den USA
Die 10 schönsten Strände der USA 2024
Ocracoke Island
Ganz im Süden der Outer Banks befindet sich Ocracoke Island. Für alle, die auf der Suche nach Ruhe und Entschleunigung sind, könnte dieser Ort besonders interessant werden. Der Grund: Die rund 26 Kilometer lange Insel ist nur per (Auto-)Fähre erreichbar. Vorzugsweise bewegt man sich dort per Fahrrad oder zu Fuß fort. Und auch sonst geht es dort etwas gediegener zu. So findet man auf Ocracoke Island kleine Boutiquen, Cafés und Künstlergalerien. Und auch einige Naturstrände gibt es dort. Wer es doch etwas spannender möchte, kann auf der Insel ebenfalls auf die Spuren des berüchtigten Piraten Blackbeard gehen, der sich im frühen 18. Jahrhundert auf Ocracoke Island aufhielt.
Anreise zu den Outer Banks
Die Outer Banks sind von Deutschland aus am besten mit dem Flugzeug und Mietwagen erreichbar. Flüge landen entweder am Flughafen Norfolk in Virginia oder in Raleigh-Durham in North Carolina. Von dort aus fährt man mit dem Auto etwa zwei bis vier Stunden bis auf die Inseln. Öffentliche Verkehrsmittel sind kaum vorhanden, deshalb empfiehlt sich ein Mietwagen. Alternativ ist die Anreise auch komplett mit dem Auto möglich, zum Beispiel im Rahmen eines Roadtrips entlang der US-Ostküste. Wer nach Ocracoke Island möchte, nimmt die Fähre ab Hatteras Village oder vom Festland aus.

