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Tipps für einen Besuch in der UNESCO-Welterbestadt Bad Kissingen

Kurgarten Bad Kissingen
Der Bad Kissinger Kurgarten mit seinem angrenzenden Arkadenbau Foto: picture alliance / imageBROKER
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Sarah Bachmann
Volontärin

11. August 2025, 6:32 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Die Kurstadt Bad Kissingen ist für ihre heilenden Quellen und historische Architektur bekannt. Eingebettet im Biosphärenreservat Rhön zählt sie darüber hinaus seit Juli 2021 zum UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“. TRAVELBOOK-Autorin Sarah Bachmann verrät die besten Tipps für ihre Heimatstadt.

Bereits in der Römerzeit wurde Bad Kissingen für seine Heilquellen geschätzt. Seine Blütezeit erlebte das Kurbad im 19. Jahrhundert, als es sich zu einem wichtigen Ort für Heilbäder und medizinische Behandlungen entwickelte. Zugleich war der Ort ein beliebtes Ziel für bekannte Persönlichkeiten wie Kaiserin Elisabeth von Österreich und Fürst Otto von Bismarck.

Auch heute ist der kulturelle Einfluss der prominenten Gäste durch die geschichtsträchtigen Gebäude und Kuranlagen noch spürbar. 2021 wurde der Kurort durch seine historische Bedeutung und Architektur in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Tipps für Bad Kissingen

Kur- und Rosengarten

Wer Bad Kissingen besucht, sollte unbedingt einen Stopp in einer der schönen Parkanlagen einlegen. Insbesondere der Kurgarten zählt zu den bekanntesten Parks. Er liegt mitten im Stadtzentrum, unweit der Ludwigsbrücke. Auf rund zwei Hektar Fläche findet man hier liebevoll gestaltete Beete, Bänke, ruhige Wege und eine Baumallee.

Laut „Frankentourismus.de“ wurde der Garten 1834 von König Ludwig I. angelegt, der gleichzeitig auch den Arkadenbau in Auftrag gab, der heute das Herzstück des Kurgartens bildet.

Nur einen kurzen Spaziergang vom Kurgarten entfernt liegt der Rosengarten, der über 160 verschiedene Sorten von Rosen beherbergt. Tipp: Von der Ludwigsbrücke, die über die Fränkische Saale führt, hat man einen wunderschönen Blick auf den Garten. Direkt im Rosengarten befindet sich außerdem die Dampferanlegestelle, von der aus die Fahrt flussabwärts in Richtung des Gradierbaus startet.

Kurgarten Bad Kissingen
Der Kurgarten Bad Kissingens lädt zum Schlendern und Entspannen ein Foto: picture alliance / imageBROKER

Wandelhalle

Bad Kissingen ist bekannt für seine sieben Heilquellen. So gibt es an verschiedenen Stellen in der Stadt Trinkstellen, an denen Besucher das Mineralwasser kosten können. In der KissSalis-Therme kann außerdem im Thermalwasser des Schönbornsprudels gebadet werden. Die größte Trinkstelle befindet sich hingegen in der Wandelhalle, die 1912 fertiggestellt wurde und als größte Wandelhalle Europas gilt.

Selbst wer nicht zu Kurzwecken in Bad Kissingen ist, sollte einen Blick auf dieses beeindruckende Gebäude werfen. So ist die Halle im Stil einer Basilika gebaut und besteht aus lichtdurchfluteten Säulengängen, die einen Blick auf den Kurgarten bieten. In der Brunnenhalle schenken Brunnenfrauen täglich das heilende Wasser aus. Eine weitere architektonische Besonderheit ist die drehbare Konzertmuschel im hinteren Teil der Wandelhalle, die sich je nach Wetterlage in Richtung des Kurgarten oder das Innere der Halle drehen lässt.

Wandelhalle Bad Kissingen
In der Wandelhalle kann das Heilwasser probiert werden Foto: picture alliance / Andreas Gillner

Auch interessant: Drei deutsche Kurorte sind jetzt Unesco-Weltkulturerbe

Historische Innenstadt

Wer durch die Innenstadt schlendert, stößt schnell an einigen Ecken auf historische Bauwerke. Bereits von der Ludwigsbrücke aus sichtbar liegt in unmittelbarer Nähe zur Wandelhalle und Kurgarten mit dem Regentenbau das Wahrzeichen von Bad Kissingen. Eine Besonderheit des Baus ist der Max-Littmann-Saal. Er zählt durch seine Akustik laut dem „Kissinger Sommer“ sogar zu den besten Konzertsälen weltweit.

Über die Ludwigstraße, in der man verschiedene Geschäfte findet, erreicht man nach etwa zehn Minuten das Kurtheater. Hinter der barocken Fassade befindet sich ein Saal mit grünen Jugendstilwänden und einem dekorativen Deckengemälde. Und auch weitere historische Bauten wie die Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche oder der Marktplatz der Stadt sind fußläufig erreichbar.

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Burgruine Botenlauben

Etwas außerhalb des Stadtkerns, im Ortsteil Reiterswiesen, liegt die Burgruine Botenlauben. Sie ist gut über mehrere Wanderwege oder mit dem Bus erreichbar. Nach einem kurzen Aufstieg stößt man auf die Überreste der ehemaligen Burg, die auch als Bodenlaube bekannt ist. Breite Kieswege führen rund um die Anlage. Zugleich sind zwei Bergfriede kostenfrei begehbar und bieten einen weiten Ausblick über die Umgebung. Von oben blickt man weit über die Stadt, das Saaletal bis in die Rhön.

Botenlaube Bad Kissingen
Die Burgruine Botenlauben in Bad Kissingen bietet eine beeindruckende Aussicht Foto: Sarah Bachmann

Anreise nach Bad Kissingen

Bad Kissingen ist gut mit dem Auto erreichbar. Die Anfahrt erfolgt über die Autobahn A7, je nach Richtung über die Ausfahrten Hammelburg oder Bad Kissingen. Auch mit dem Zug ist die Anreise unkompliziert. Regionalzüge verkehren regelmäßig zwischen Würzburg und Bad Kissingen. 

Sarah Bachmann
Volontärin

Ein Besuch des Rakoczy-Fests lohnt sich!

„Mein persönliches Highlight in Bad Kissingen ist definitiv das Rakoczy-Fest, das jedes Jahr im Juli stattfindet. Hier trifft man überall in der Innenstadt auf aufwendig kostümierte historische Persönlichkeiten, die sich auch beim Einzug zum traditionellen Rakoczy-Ball bewundern lassen. Außerdem gibt es das ganze Wochenende überall in der Stadt verschiedene Stände mit Getränken und Essen sowie Bühnen mit Musikacts. Und auch wenn der beliebte Festzug am Sonntag in diesem Jahr durch das Wetter wortwörtlich ins Wasser gefallen ist, ist das Fest jedes Jahr einen Besuch wert.“

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