24. September 2025, 6:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Beim diesjährigen TRAVELBOOK Award, am 23. September 2025, gab es eine neue Kategorie: die besten Reiseziele für eine nachhaltige Safari. Unter den Nominierten: der Iona-Nationalpark in Angola. Doch was macht den Park so besonders, dass er als einer von fünf in der Endrunde dieser Kategorie auftaucht? Das erfahren Sie auf hier.
Die Giraffen sind schon zurück, möglicherweise gibt es in Zukunft auch Löwen, Elefanten und Spitzmaulnashörner in Angolas Iona-Nationalpark. Das riesige Schutzgebiet im Südwesten des Landes ist im Auftrieb. Ganz besonders, seit sich die angolanische Regierung und die Naturschutzorganisation African Parcs im Jahr 2019 gemeinsam zum Schutz verpflichtet haben. Nach Jahren, in denen das Land unter Bürgerkriegen und die Tierwelt unter Wilderern und anderen unkontrollierten menschlichen Machenschaften litt, gibt es nun Pläne und vorsichtige Fortschritte beim Wiederaufbau und der dauerhaften Sicherung des Naturjuwels an der Nordspitze der Namib-Wüste.
Faszinierende Lebenswelt in Iona
Auf 15.150 Quadratkilometern leben dort, an der Grenze zu Namibias Skelettküsten-Nationalpark, schon jetzt etliche Tierarten. Darunter Bergzebras, Springböcke, Oryxantilopen, Schabrackenschakale, Hyänen, Strauße sowie ein paar Geparde, Karakale und Leoparden. Hinzu kommen 75 Amphibien- und Reptilienarten sowie etliche Zug- und Watvögel. Einst lebten hier Elefanten und Nashörner. Seit 2023 bewohnen dank der erfolgreichen Wiederansiedlung erstmals wieder Giraffen den Park.
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Neben der stückweise wieder angereicherten Tierwelt ist es auch die Lebenswelt des ältesten Nationalparks Angolas selbst, die ihn für Besucher so faszinierend macht. Eine raue, 160 Kilometer lange Atlantikküste trifft hier auf beeindruckende Dünen, die in weite Wüstenlandschaften mit kargen Bergen und weiten Ebenen übergehen. Hinzu kommen Flüsse und ausgedehnte Wälder. Sie alle gemeinsam bieten einen einzigartigen Lebensraum für die dort ansässigen Menschen und Tiere.
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Nachhaltiger Tourismus in Angolas Iona-Nationalpark
Die NGO African Parcs hat sich die „langfristige ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit für Tierwelt und Bevölkerung“ in Iona zum Ziel gesetzt. Neben einer engen Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden, um diese direkt in den Wiederaufbau und Schutz Ionas einzubinden, setzt sie dabei auch auf den Tourismus und „andere nachhaltige, einkommensschaffende Aktivitäten“.
Schon jetzt gibt es Angebote für Safaris durch das besondere Naturschutzgebiet, einige von ihnen bereits mit Fokus auf nachhaltiges Reisen. Dazu gehören etwa die Einbindung der Stämme vor Ort, die Nutzung umweltfreundlicher Fahrzeuge, kleine Gruppengrößen sowie umweltfreundliche Unterkünfte, die zum Beispiel auf Solarstrom, Abfallreduktion und Wassersparmaßnahmen setzen.
Methodik zum TRAVELBOOK AWARD
Wir sagen es jedes Jahr: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für den Iona-Nationalpark in Angola. Denn: Jedes Land hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.
Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Die TRAVELBOOK-Leser haben dann fast 150.000 Stimmen abgegeben und ihre Trendreiseziele 2026 gekürt.