Ausstattung, Routen, Preise

Was das „Traumschiff“ MS Amadea zu bieten hat

MS Amadea ist das ZDF-„Traumschiff“
Die „MS Amadea“ dient seit 2015 als Drehort für die TV-Serie „Das Traumschiff“
Foto: dpa picture alliance

Seit Ende 2015 ist die „MS Amadea“ Kulisse für die Dreharbeiten zur ZDF-TV-Serie „Das Traumschiff“. TRAVELBOOK zeigt, auf welchen Routen der Kreuzer fährt und was die Passagiere auf dem Schiff erwartet.

Ein neuer Schiffsarzt, ein neuer Kapitän und ab 2018 eine neue Chef-Hostess: Die Fans der längst zum Kult avancierten ZDF-Serie „Das Traumschiff“ müssen sich immer wieder an Neuerungen gewöhnen. Die wohl gravierendste Veränderung kam aber Ende 2015: Nach 15 Jahren im Dienst wurde die „MS Deutschland“ von einem neuen Kreuzer als Kulisse abgelöst: der „MS Amadea“.

Kurz vor der Ausstrahlung der Neujahrsfolge am 1. Januar 2018, die dieses Mal nach Los Angeles führt, hat TRAVELBOOK sich die „MS Amadea“ mal genauer angesehen. Wir zeigen auch, auf welchen Routen im kommenden Jahr wieder Dreharbeiten für „Das Traumschiff“ und die ebenfalls beliebte ZDF-Serie „Kreuzfahrt ins Glück“ stattfinden.

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Die Ausstattung der „MS Amadea“

Ausgestattet ist die 193 Meter lange und 25 Meter breite „MS Amadea“, das für Phoenix Reisen fährt, mit 604 Betten in 317 Kabinen. Zum Vergleich: Die „MS Deutschland“ – die zwischenzeitlich in „World Odyssey“ umbenannt und von einem US-Veranstalter betrieben wurde, mittlerweile aber wieder unter dem alten Namen in der Phoenix-Flotte fährt – hat Platz für 520 Passagiere in 293 Kabinen. Trotz der höheren Kabinenzahl musste die ZDF-Crew auf dem neuen „Traumschiff“ zusammenrücken: Laut einem Bericht von BILD Hamburg stehen für die Dreharbeiten nur noch 30 Kabinen statt wie zuvor 40 zur Verfügung.

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Der Berlitz Cruise Guide 2018, der Michelin der Kreuzfahrtbranche, hat die „MS Amadea“ mit vier Sternen ausgezeichnet (die Bestnote liegt bei Fünf-Sterne-Plus). Das Schiff verfügt unter anderem über mehrere 70 Quadratmeter große Royal-Balkon-Suiten, einen großzügigen Wellnessbereich mit Sportangeboten sowie zwei Restaurants und sieben Bars. Erfreulich für die Gäste: Nach einem Komplettumbau im Jahr 2006 liegen sämtliche 317 Kabinen der „MS Amadea“ außen, fast die Hälfte hat einen Balkon. Die letzte Teilrenovierung erfolgte 2016, unter anderem wurden die Kabinen überarbeitet und ein Restaurant neugestaltet.

Auf der „Amadea“ liegen alle Kabinen außen
Foto: Phoenix Reisen

Die Routen

Zurzeit befindet sich das Schiff laut der Webseite von Phoenix Reisen auf großer Weltreise und macht aktuell auf der portugiesischen Insel Madeira Halt.

Relaxen mit Aussicht: der Spa-Bereich auf der „MS Amadea“
Foto: Phoenix Reisen

Im Jahr 2018 ist die „MS Amadea“ fast durchgängig im Einsatz, insgesamt 24 Kreuzfahrten sind mit dem Schiff buchbar, wobei einige davon Teilstücke der aktuell stattfindenden Weltreise sind. Über die Karibik und den Panama-Kanal geht es an die Westküste der USA, dann über Hawaii nach Japan und durch Asien, anschließend geht es über die arabischen Länder durch den Suezkanal wieder nach Europa. Ab Ende April ist die „Amadea“ dann hauptsächlich in Nordeuropa unterwegs, ab Herbst dann in Kanada und ab Ende Oktober in Afrika. Anschließend geht es in den Indischen Ozean und wieder Richtung Emirate. Ab dem 23. Dezember 2018 steht dann eine neue Weltumrundung auf dem Reiseplan. Alle Routen und Termine im Überblick finden Sie hier.

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Die Preise

Im Vergleich mit der ehemaligen „MS Deutschland“ sind die Preise für eine Kreuzfahrt auf der „MS Amadea“ moderat. So kostet eine 18-tägige Kreuzfahrt bis nach Spitzbergen in der Außenkabine (mit Sichtbehinderung) ab 2999 Euro pro Person (auf der „MS Deutschland“ zahlte man für eine ähnliche Tour, die nur 16 Tage dauerte, ab 5680 Euro in der Außenkabine). Die zurzeit günstigste internationale Kreuzfahrt, die der Veranstalter Phoenix Reisen mit der „MS Amadea“ anbietet, kostet ab 274 Euro und führt als dreitägige Schnupperreise im Juli von Bremerhaven nach Amsterdam und zurück. Am teuersten, mit Preisen ab 16.999 Euro pro Person, ist derzeit die Weltreise, die im Winter 2018/2019 in 144 Tagen durch zahlreiche Länder führt.

Restaurant, MS Amadea

Blick in ein Restaurant
Foto: Phoenix Reisen

Wann finden Dreharbeiten für „Das Traumschiff“ statt?

Wer dabei sein will, wenn an Bord der „Amadea“ wieder Dreharbeiten für neue Folgen von „Das Traumschiff“ stattfinden, sollte schnell sein: Noch Plätze frei sind auf der 22-tägigen Orient-Kreuzfahrt, die im April 2018 von Dubai über verschiedene arabische Länder bis nach Nizza führt (Preise ab 2499 Euro in der Außenkabine). Die 29-tägige Reise, die ab dem 19. Januar von Mexiko über Hawaii bis nach Japan führt, ist dagegen bereits ausgebucht, es gibt jedoch eine Warteliste.

Wie Heike Euskirchen von Phoenix Reisen auf Nachfrage von TRAVELBOOK verrät, finden zwischen April und Mai außerdem auch wieder Dreharbeiten für „Kreuzfahrt ins Glück statt“. Doch auch diese Fahrt, die durch das Mittelmeer führt, ist bereits ausgebucht.

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Wie kann ich als Statist mitwirken?

„Passagiere, die als Statist bei den Fernsehaufnahmen mitwirken möchten, können sich zu Beginn der Kreuzfahrt in eine entsprechende Liste eintragen“, sagt Heike Euskirchen. Wer nicht ins Bild wolle, müsse dies auch nicht. „Die meisten wollen allerdings Statisten sein“, sagt die Sprecherin. Das Schiff werde nur stundenweise für die Dreharbeiten genutzt, und das auch nur in Teilbereichen.

Wie schneidet die „MS Amadea“ beim Umweltschutz ab?

Die „MS Amadea“ wurde 1991 gebaut und ist damit bereits 26 Jahre alt. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisiert laut einem Bericht des „Hamburger Abendblatt“, dass die Luftverschmutzung gerade bei solchen alten Schiffen immens sei und bezeichnete sie als „Ungetüme ohne Rußpartikelfilter, Katalysator oder Landstromtauglichkeit“. Wie Norbert Jepsen, der Flottenmanager von Phoenix Reisen, bereits 2011 dem Wirtschaftsportal „Finanznachrichten.de“ sagte, wurde die „MS Amadea“ neben anderen Schiffen des Reisveranstalters bereits vor 2011 mit einem sogenannten „Dynamic Trimming Assistant“ ausgestattet – ein System, das den Kraftstoffverbrauch durch gezielte Prozesse verringern soll. Der NABU kritisiert aber vor allem, dass heutzutage noch nahezu jedes Schiff mit Schweröl fährt.

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