24. September 2025, 7:28 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Am 23. September 2025 war es wieder so weit: Der TRAVELBOOK Award wurde in Berlin verliehen. Mit dabei ist in diesem Jahr die Kategorie „Bestes Reiseziel für eine nachhaltige Safari“. Hier darf Südafrika natürlich nicht fehlen. Doch es ist nicht der weltbekannte Krüger-Nationalpark, den die TRAVELBOOK-Leser in diese Kategorie gewählt haben.
Südafrika ist eines der Reiseziele, die wohl den meisten direkt in den Kopf kommen, denken sie an eine Safari. Nicht zuletzt, weil das beliebte Land im Süden des afrikanischen Kontinents die Heimat der Big Five ist, also der Löwen, Elefanten, Leoparden, Nashörner und Büffel. Neben diesen leben in dem Wildreservat etliche weitere Tiere. Das ist das Madikwe Game Reserve in Südafrika. Und das zählt zu seinen 12.000 tierischen Bewohnern, nicht zuletzt auch die seltenen Wildhunde sowie Geparden.
Das Madikwe Game Reserve in Südafrika
Das malariafreie Madikwe Game Reserve befindet sich unweit der Grenze zu Botswana im Norden Südafrikas und nahe der Kalahari-Wüste. Es ist das fünftgrößte Wildreservat des Landes und erstreckt sich über weite Grasebenen, Waldlandschaften, Sumpfgebiete sowie den zerklüfteten Hügel Rant van Tweedepoort. In seinem Süden grenzt Madikwe an die Dwarsberg Mountains.
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Die 12.000 tierischen Bewohner, die Madikwe ihr Heim nennen und wegen derer Tierfreunde in das Wildreservat reisen, waren nicht immer da. Vielmehr wurden nach der Entscheidung, dass das 750 Quadratkilometer große Gebiet ein Schutzort für Wildtiere werden soll, mehr als 8000 Tiere von Menschenhand dort angesiedelt. Dieses Unterfangen in dem Übergangsgebiet zwischen Busch- und Dornenlandschaft begann in den 1990er Jahren. Laut der Infoseite des Madikwe Game Reserves war das Wildtier-Umsiedlungsprojekt das weltweit größte seiner Art. Sein Ziel: die Errichtung eines „wirtschaftlich rentablen Wildtierschutzgebietes“ auf zuvor unfruchtbarem Ackerland. Das Reservat ist ein gemeinsames Projekt von Staat, Privatwirtschaft und lokalen Gemeinden.
Bis heute gehört Madikwe zu den weniger bekannten Reservaten Südafrikas, obwohl das Wildreservat seit Längerem als Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit im Tourismus angeführt wird.
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Nachhaltige Safaris und Unterkünfte in Madikwe
Tatsächlich sind die Regeln in Madikwe streng, wenn es um Besucher geht. So können Gäste zum Beispiel nicht einfach in das Wildreservat kommen und es für einen Tag besuchen, vielleicht sogar mit ihrem eigenen Fahrzeug durch das Wildreservat fahren und die dortige Tierwelt auf eigene Faust entdecken. In Madikwe sind ausschließlich Fahrzeuge, die zu den dort ansässigen Lodges und Camps gehören, erlaubt. Dank dieser Maßnahme soll die Natur weitestgehend unberührt und die Tiere ungestört bleiben. Ein 150 Kilometer langer Elektrozaun sorgt zudem dafür, dass diese Regel eingehalten wird. Entsprechend können sich Besucher auf ein Safari-Reiseziel ohne Massenandrang freuen.
Wer Madikwe während einer Safari in Südafrika erleben möchte, mietet sich in einer der Camps oder Lodges ein. Zum Angebot stehen drei- bis fünftägige Safaris. Wie die Safaris selbst sind auch die Unterkünfte in dem Wildreservat auf Nachhaltigkeit und Naturschutz ausgelegt. Die Unterkünfte variieren zwischen einfacheren, günstigeren Camps und Lodges bis hin zu Unterkünften im Luxussegment mit Pool und Blick auf ein beleuchtetes Wasserloch. Laut der Infoseite des Madikwe Game Reserves gibt es bei den Unterkünften auch thematische Unterschiede, so dass Besucher zwischen kinderfreundlichen, romantischen und businessorientierten Aufenthaltsorten wählen können, die teils über Spa-Angebote verfügen. Auch Safari-Hochzeiten können hier organisiert werden.
Methodik zum TRAVELBOOK AWARD
Wir sagen es jedes Jahr: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für das Madikwe-Reservat in Südafrika. Denn: Jedes Land hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.
Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Die TRAVELBOOK-Leser haben dann fast 150.000 Stimmen abgegeben und ihre Trendreiseziele 2026 gekürt.