24. September 2025, 8:12 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Das Pantanal in Brasilien gehört zu den spannendsten Feuchtgebieten der Welt. Und es ist eines der Ziele, die die Leser beim diesjährigen TRAVELBOOK Award 2025 in die Top 5 der besten Reiseziele für eine nachhaltige Safari gewählt haben. Was den Pantanal-Nationalpark so besonders macht, erfahren Sie hier.
Die Antwort ist so vielschichtig wie das größte Binnenfeuchtgebiet der Welt selbst – und für Wildkatzenfreunde mit nur einem Wort benennbar: Jaguare. Denn im Pantanal-Nationalpark in Brasilien kann man die Raubkatze, von der es weltweit nur 15.000 bis 20.000 Tiere gibt, in ihrer natürlichen Umgebung erleben, denn dort lebt eine der weltweit größten Populationen. Entsprechend viele Safaris in dem Biosphärenreservat zielen auf die Begegnung mit eben jener Raubkatze ab, die als größte Amerikas gilt.
Übersicht
Jaguar, Puma, Alligator und Co.
Jaguare sind allerdings nur eine von vielen faszinierenden Tierarten, auf die man im Pantanal treffen kann. Zu ihren Mitbewohnern gehören Millionen Alligatoren. Außerdem Pantanal-Hirsche, mehrere Affenarten, Wasserschweine, Pumas, Fischotter, Anakondas, der Jabiru-Storch, Capybaras sowie etliche weitere Tiere. Darüber hinaus leben im Pantanal-Nationalpark in Brasilien hunderte Arten von Vögeln, zu denen unter anderem etliche Hyazinth-Aras gehören. Hinzu kommen zahlreiche Fischarten, darunter Piranhas sowie Riesenwelse.
Das Pantanal in Brasilien
Sie alle leben auf einem Gebiet im Westen Brasiliens, das nach dem portugiesischen Wort für Sumpf, pântano, benannt ist. Der Pantanal-Matogrossense-Nationalpark macht etwa 1350 Quadratkilometer der riesigen Schwemmebene aus, die auf eine Gesamtfläche von 1800 bis 2300 Quadratkilometer beziffert wird (je nach Quelle). Das Pantanal befindet sich zu einem Großteil in Brasiliens Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Es reicht jedoch bis in den benachbarten Mato Grosso sowie nach Bolivien und Paraguay.
Das Pantanal setzt sich laut der Infoseite brasilien.de aus drei Ökozonen zusammen. Im Norden besteht es demnach aus dichtem Amazonas-Dschungel, den Süden beherrscht trockener Wald namens „Chaco“ und der Osten besteht überwiegend aus savannenartigen Landschaften. Das Gebiet des Pantanal, das mitunter als größter Schwamm der Welt bezeichnet wird, ist von Sümpfen sowie von Wäldern geprägt. Je nach Regen- oder Trockenzeit sind die Gras- und Waldlandschaften des Pantanal überschwemmt. Die Regenzeit reicht in der brasilianischen Region von November bis März. In dieser Zeit stauen sich dort die Zuflüsse des Río Paraguay und setzen das Gebiet unter Wasser. Laut der Brasilien-Infoseite ist es „das ständige Steigen und Sinken der Wasserhöhe“, das vielen Tierarten vor Ort das Überleben sichert. Die angeschwemmten Nährstoffe seien ein anderer Grund für „das einmalige, artenreiche Wildlife im Pantanal“.
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Nachhaltige Safaris im Pantanal in Brasilien
Wer sich auf eine Safari in der üppigen Feuchtlandschaft begeben will, hat die Auswahl zwischen etlichen Angeboten. Einige von ihnen setzen auf Nachhaltigkeit und darauf, so wenig Auswirkungen auf Tier- und Umwelt zu nehmen wie möglich. So werden die Jaguare etwa langsam an Safarifahrzeuge gewöhnt. Um die Tiere nicht zu stören, wird das Pantanal oft zu Pferd oder Fuß erkundet oder bei Bootstouren durch das verzweigte Kanalsystem. Besucher können in klassischen Lodges, wie etwa umweltfreundlich gestalteten Öko-Lodges, am Flussufer übernachten. Oder sie schlafen inmitten der Tierwelt, in einem Flotel auf dem Wasser. Um den Umweltschutz zu stärken und Arbeitsplätze in den lokalen Gemeinden zu schaffen, werden die Menschen vor Ort in die auf Nachhaltigkeit bedachten Angebote mit einbezogen.
Methodik zum TRAVELBOOK AWARD
Wir sagen es jedes Jahr: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für das Pantanal in Brasilien. Denn: Jedes Land hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.
Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Die TRAVELBOOK-Leser haben dann fast 150.000 Stimmen abgegeben und ihre Trendreiseziele 2026 gekürt.