Auf vier Rädern durch die Staaten

17 Tipps für den perfekten Roadtrip durch die USA

Roadtrip USA
Freiheit auf vier Rädern: Die USA mit ihrer einmaligen Landschaft sind für Roadtrips wie geschaffen
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Bei offenem Fenster und guter Musik auf den unendlichen Highways der Staaten entlang brausen: Ein Roadtrip in den USA ist wohl der Klassiker unter den Rundreisen auf vier Rädern, von dem viele träumen. Damit Ihr USA-Roadtrip perfekt wird, haben wir 17 Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Beachten Sie die klimatischen Bedingungen!
In den USA sind die Wetterbedingungen oft sehr extrem. In den Gebirgen, z.B. im Yosemite Nationalpark oder den Canyons in Utah, kann teilweise bis in den Juni hinein noch Schnee liegen. Auf der anderen Seite sind die Temperaturen in den Wüsten Arizonas und dem Death Valley im Juni schon sehr hoch. Daher sollte man selbst bei einer groben Planung die Klimatabelle immer im Blick haben. Es ist schon ein großer Umweg, wenn man vom Yosemite Nationalpark ins Death Valley fahren will und die Straße ist noch wegen Schnee gesperrt. Oder im Death Valley ist es so heiß, dass man keinen Schritt gehen kann. Zudem ist es auch während des Urlaubs empfehlenswert, immer mal wieder den Wetterbericht anzusehen. Gerade in den Gebirgen kann es zu starkem Regen kommen und die Straßen sind dann nicht passierbar (sogar im Death Valley ist mir das schon passiert).

Da braut sich was zusammen: Man sollte bei einem Roadtrip immer das Wetter im Blick haben
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2. Buchen Sie Flüge und Mietwagen rechtzeitig!
Ein guter Richtwert für die Buchung sind sechs Monate vor Reisebeginn. „Da gibt es ausreichende Kapazitäten“, sagt Frieder Bechtel vom Vergleichsportal Billiger-mietwagen.de. Wolfgang Streitbörger rät, auch Pauschalreisen zu berücksichtigen. Wer Flug und Mietwagen im Paket bucht, profitiere von der EU-Pauschalreise-Richtlinie, erklärt der Leiter des Fremdenverkehrsbüros von Georgia, Mississippi und Tennessee. Der Vorteil: besserer Service und geregelte Ansprüche bei Reisemängeln.

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3. Achten Sie auf den richtigen Versicherungsschutz!
In jedem Fall lohnt eine Auslandsreisekrankenversicherung. Für das Auto gilt in manchen US-Bundesstaaten nur ein gesetzlicher Haftpflichtschutz von 5000 US-Dollar, warnt Mietwagenexperte Bechtel. Der Abschluss einer Vollkasko- und Diebstahlversicherung ist daher empfehlenswert. Am besten wird die Versicherung von Deutschland aus abgeschlossen. „Das ist so gut wie immer günstiger, als wenn Sie beim Anbieter vor Ort den Versicherungsschutz aufstocken“, sagt Bechtel.

4. Buchen Sie mindestens das erste Hotel vor!
Egal wie ungeplant und spontan ein USA-Roadtrip sein sollte – man sollte auf jeden Fall ein Hotel für die erste Nacht schon vorbuchen. Nach 13 Stunden Flug (+ zwei Stunden vorher am Flughafen sein), Einreiseprocedere, Koffer und Mietwagen abholen hat man keine Lust mehr, noch ein Hotel zu suchen. Optimal ist, wenn man ein Hotel gebucht hat, neben oder in dem sich ein Restaurant befindet. Dann muss man auch nicht mehr lange nach etwas Essbarem suchen und kann sofort nach der ersten Mahlzeit erst einmal schlafen. Und wenn es nur kurz ist – schließlich will man sich ja möglichst schnell an die neue Zeitzone gewöhnen.

5. Investieren Sie in eine Kühlbox!
Der erste Weg geht ja auch bei einer Mietwagenrundreise oft in einen Supermarkt, um sich mit den notwendigen Dingen wie Wasser, Snacks usw. einzudecken. Dort sollte man sich auch eine Kühlbox kaufen. Die gibt es für relativ kleines Geld in den meisten Supermärkten. Da es in allen Hotels und Motels eine Eismaschine für Crushed Ice gibt, kann man die Kühlbox jeden Tag mit neuem Eis befüllen, hat so immer kalte Getränke und kann auch Obst frisch halten Besonders im Sommer ist das ein angenehmer Luxus.
Tipp: Man sollte besser nicht gleich mit der ganzen Kühlbox zu den Eismaschinen gehen, das wird nicht so gerne gesehen. In jedem Zimmer stehen dafür Behältnisse bereit, die man befüllen kann – wenn es sein muss auch zweimal.

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6. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor!
Die gewaltigen Distanzen in den USA werden leicht unterschätzt. Gerade für die Nationalparks sollten Urlauber bei ihrem Roadtrip Zeit einplanen. Schon mancher habe sich in den USA im Rausch der Sehenswürdigkeiten übernommen und den Fuß kaum mehr vom Gaspedal bekommen, sagt Frieder Bechtel. Auch die überzeugte Roadtripperin Stephanie Pardie rät: „Weniger ist mehr.“

7. Meiden Sie Autobahnen!
Reiseblogger Christian von feel4nature.com empfiehlt auf seinem Blog: „Wenn du wirklich etwas von einem Land sehen möchtest, dann musst du auf Deinem Roadtrip in der Regel runter von den großen Straßen. Dahin wo das wahre Leben spielt. Dazu kommt noch, dass du auf einem Roadtrip möglichst langsam unterwegs sein solltest, um die Landschaft und Umgebung zu genießen.“

8. Schalten Sie außerhalb der Stadt das Navi aus!
Gerade in den amerikanischen Großstädten möchte ich das Navi nicht mehr missen. Trotz der Schachbrettstruktur der Städte ist es doch teilweise schwierig, die richtige Anfahrt zum Hotel zu finden. Doch außerhalb der Städte sollte man das Navi ausschalten und auf die gute alten Straßenkarte vertrauen. Der Grund: Das Navi entscheidet nur zwischen schnellster oder kürzester Strecke, hat aber keine Auswahl für die schönste Strecke. Gerade in den USA gibt es viele Scenic Routes, die einfach wunderschön zu fahren sind. Und insbesondere das Fahren auf landschaftlich schönen Strecken ist schließlich ein wichtiger Bestandteil eines Roadtrips. Wer nicht in Zeitnot ist, sollte definitiv lieber diese Nebenstrecken fahren.

Von wegen Oldschool! In den USA macht es durchaus Sinn, sich mit Straßenkarten zu orientieren
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9. Nehmen Sie genug Musik mit!
Ein Roadtrip ohne Musik geht gar nicht. Bei offenem Fenster die Musik laut aufgedreht den amerikanischen Highway entlang brausen – das ist Roadtrip pur. Aber ein Drei-Wochen-Roadtrip kann lang sein. Am besten man lädt seine Handy und/oder mp3-Player voll mit guter Musik und nimmt dazu noch ein Line-in Kabel mit. Die meisten Mietwagen haben mittlerweile mindestens einen Line-in Anschluss. So hat man immer Musik im Auto. Sehr gut zu Roadtrips passt die gute alte Musik der 60er und 70er Jahre.

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10. Meiden Sie am Wochenende die Nationalparks!
Die Amerikaner lieben ihre Nationalparks als Ausflugsziel fürs Wochenende. Entsprechend voll sind diese dann. Wer es absehen und so planen kann, sollte deshalb versuchen, möglichst nicht ausgerechnet am Wochenende in einem Nationalpark zu sein. Stattdessen eignen sich die Wochenende für den Besuch von Städten. Diese sind dann meistens etwas leerer – zumindest der Berufsverkehr ist weg –, und oft finden an den Wochenenden sehenswerte Events, Märkte u.ä. statt.

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11. Übernachten Sie im Nationalpark!
Auch wenn es etwas mehr kostet, ist eine Übernachtungsmöglichkeit innerhalb eines Nationalparks immer die beste Wahl. So spart man sich die Zeit der An- und Abfahrt und hat länger Zeit, um den Park zu erkunden. Man ist dadurch auch morgens vor den Leuten im Park, die außerhalb wohnen. Auch hat man so eine bessere und einfachere Möglichkeit, im Park bei Sonnenaufgang und -untergang zu fotografieren. Erwähnen muss man aber, dass die Versorgung mit Essen in den Parks oft nicht gut ist, im Yosemite Nationalpark war sie z.B. sehr einfach und nicht gerade lecker. In einem Nationalpark zu wohnen, bedeutet dafür ein pures Naturerlebnis.

12. Halten Sie Small Talk!
Dies ist vielleicht ein sehr ungewöhnlicher Tipp, aber die Amerikaner lieben den unverbindlichen Small Talk und man kommt relativ schnell mit ihnen ins Gespräch. Meistens fragen sie dich, wo du her kommst. Viele erzählen dann von irgendeinem deutschen Vorfahren oder waren sogar schon mal in Deutschland. Manchmal bekommt man sogar noch einen Tipp für die weitere Reise. Und man sollte sich nicht schämen, falls das eigene Englisch nicht so gut ist. Das ist überhaupt kein Problem.

13. Frühstücken Sie in einem Diner!
In vielen Hotels oder Motels gibt es sowieso kein Frühstück und wenn doch, ist es entweder schlecht oder man muss dafür bezahlen. Stattdessen sollte man lieber in einem echten amerikanischen Diner frühstücken. Das ist dann Amerika pur, wie im Fernsehen. Diese engen Boxen, in denen man sich fragt, wie man zu viert darin sitzen soll. Die Kellnerin in ihrem Dress, die immer wieder mit der Kaffeekanne vorbei kommt. Und natürlich diese riesige Auswahl an den unglaublichsten Frühstücksvarianten, vom Müsli über Pancakes bis zum Steak.

Typisch amerikanisch: ein Frühstück im Diner mit Pancakes und Kaffee „all you can drink“
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14. Nichts geht ohne Kreditkarte!
Ob im Hotel, an der Tankstelle oder im Supermarkt: Selbst Centbeträge lassen sich in den USA mit der Kreditkarte zahlen, sagt die deutsche Auswanderin Stephanie Pardue, die selbst schon mehrere Roadtrips unternommen hat. Hinzu kommt: Viele Vermieter geben ein Auto ohne Kreditkarte nicht heraus.

15. Fahren Sie defensiv Auto!
Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber trotzdem ist es gerade in den USA sehr wichtig. Die Amerikaner fahren extrem defensiv, was gerade für uns Deutsche oft schwer ist. In den Großstädten geht es zwar etwas rauer zu als auf dem Land, aber auch hier wird eher defensiv gefahren. Vor allem Fußgängern gegenüber wird extrem viel Rücksicht genommen. Außerdem ist man schließlich im Urlaub und will von der Strecke auch was sehen.

16. Die perfekte Route für Einsteiger
Besonders für USA-Einsteiger ist folgende Strecke zu empfehlen, für die man etwa drei bis vier Wochen einplanen sollte: San Francisco Highway 1 Los Angeles Joshua Tree Nationalpark ein Stück klassische Route 66 Grand Canyon Page (Antelope Canyon und Horseshoe Bend) Monument Valley Arche Nationalpark Bryce Canyon Zion Nationalpark Las Vegas inkl. Valley of Fire Death Valley Yosemite Nationalpark San Francisco.

17. Die perfekte Route für Profis
Vom Grand Canyon bis zur Freiheitsstatue: Mit einem Computer-Algorithmus errechnete der Amerikaner Randy Olson die effektivste Route, um 50 Highlights der USA zu sehen. Die Roadtrip-Karte zum Nachfahren und viele weitere Infos finden Sie hier.

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