Reisen ohne tierische Produkte

9 wertvolle Tipps, um auch im Urlaub vegan zu leben

Vegan im Urlaub
Wer vegan reist, bereitet sich am besten gut vor
Foto: Getty Images

In Großstädten wie Berlin oder New York ist es gang und gäbe, dass es für die meisten Gerichte auch eine vegane Alternative gibt. Doch in manchen Urlaubsländern oder -regionen ist es gar nicht so selbstverständlich, dass man auch etwas ohne tierische Produkte auf der Speisekarte findet. TRAVELBOOK hat 9 nützliche Tipps zusammengestellt, wie man auf Reisen trotzdem gut vegan leben kann.

1. Der Vegan-Passport

Der Vegan-Passport ist ein kleines Buch gefüllt mit den verschiedensten Sprachen. Und sie sagen alle das Gleiche: Was vegan bedeutet und was genau der Inhaber des Büchleins isst bzw. was eben nicht. Gerade wenn man sich auf einer Reise durch verschiedene Länder befindet, ist es äußerst praktisch, um sicherzugehen, dass nichts Tierisches auf dem Teller landet. Bis zu 95 Prozent der Weltbevölkerung werden mit dem Büchlein abgedeckt.

2. Die richtigen Apps

Wer mit Smartphone reist, kann sich vor Reisebeginn nützliche Apps installieren. Auf HappyCow kann man zum Beispiel ganz einfach nach vegetarischen oder veganen Restaurants in der direkten Umgebung suchen, die andere User zuvor dort eingetragen haben. Und da es kaum noch unbereiste Gebiete gibt, wird man auch in weniger vegan-freundlichen Gebieten meist fündig.

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3. Sich mit der Kultur befassen

Wenn man das nicht ohnehin schon tut: Vor der Reise sollte man sich mit der Kultur des Ziellandes der Wahl befassen. Denn oft entdeckt man, dass das besagte Land, sei es durch Religion oder Trends, bereits jede Menge vegane Optionen anbietet. In Vietnam zum Beispiel bezeichnet das Wort „Chay“ vegetarisches Essen, welches meist auch vegan ist. Jeder Vietnamese kennt das Wort und wird auf Nachfrage eine veganes Gericht zubereiten können oder Tipps geben können, wo man die nächste Chay-Mahlzeit bekommst. Zahlreiche Chay-Restaurants bieten ausschließlich Gerichte ohne Fleisch anbieten.

4. Immer einen Snack in der Tasche haben

Wer sicher gehen möchte, auch während eines ganztägigen Ausflugs etwas zwischen die Zähne zu bekommen, sollte immer ein paar vegane Snacks im Rucksack haben. Ob Obst, Nüsse oder Kekse – ein veganer Snack im Gepäck hilft, wenn sich auch nach Stunden kein Restaurant oder Streetfood-Stand mit veganem Angebot finden lässt.

5. Das Ziel Mit Bedacht wählen

Wer ganz sicher sein will, dass das Urlaubsabenteuer zu 100 Prozent vegan ist, sollte sein Reiseziel mit Bedacht wählen: Besonders in Großstädten wie New York oder Oslo gehört es inzwischen zum guten Ton eines jeden Restaurants, auch vegane Gerichte anzubieten und auch Unterkünfte, die auf einen veganen Lifestyle wert legen, sind hier öfter zu finden. In ländlichen Gegenden ist es hingegen nicht ganz so einfach, vegan zu dinieren und man muss sich oftmals mit Beilagen zufriedengeben. Und in anderen Ländern wie Vietnam oder Indien hat man schon durch die Kultur einige Vorteile, auch als Veganer gut zu essen. Auch zahlreiche Reiseblogger informieren darüber, wo man einfach und gut vegan reisen kann.

6. Vegane Unterkünfte finden

Inzwischen gibt es in vielen Ländern zahlreiche Hotels und Unterkünfte, die gänzlich vegan ausgestattet sind. Auf den Onlineportalen Veggie-Hotels.de und vegan-welcome.com sind zahlreiche vegane Hotels verzeichnet. Als Backpacker in Südamerika wird es dennoch weitaus schwerer sein, eine vollkommen vegane Unterkunft zu finden, als wenn man gut betucht durch die Schweiz reist.

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7. Zuständige vorher informieren

Ob für den Flug, das Hotel oder eine gebuchte Tour: Melden Sie rechtzeitig an, dass Sie vegan reisen. Sicher wird ihr Wunsch nach einer veganen Mahlzeit nicht immer realisiert werden können, aber inzwischen sind viele Fluggesellschaften und Reiseveranstalter auf Veganer vorbereitet und bieten vegane Alternativen an – vorausgesetzt, man lässt sie früh genug davon wissen.

8. Selbst kochen!

Mitten in Südamerika zwischen Fleischsuppe, Steak und Ceviche lohnt es sich in gewissen Gebieten eine Unterkunft zu buchen, in der man selbst kochen kann. Denn in manchen Teilen dieser Welt gehören Fleisch und Milch wie selbstverständlich auf den Speiseplan und es ist trotz längerer Erklärung nicht immer gegeben, dass man ein veganes Gericht auf den Teller bekommt.

9. Ein Lächeln öffnet Türen

Selbst wenn es mal weit und breit kein veganes Menü gibt und auch keine Möglichkeiten zum Selbstkochen vorhanden sind: Mit einem Lächeln und etwas Freundlichkeit kommt man meist sehr weit und viele Unterkünfte und Restaurants werden auf die Veggie-Wünsche trotz etwas Mehraufwandes eingehen, wenn man sie nett darum bittet.

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