Trotz Verbot

Das passiert, wenn man in der Bahn beim Rauchen erwischt wird

Rauchende Frau am Bahnhof
An Bahnhöfen gibt es Raucherbereiche, aber in den Zügen ist das Qualmen vollständig verboten
Foto: Getty Images

Schon seit 2007 herrscht Rauchverbot bei der Deutschen Bahn. Aber ist das Verbot wirklich so streng? Was passiert wirklich, wenn jemand beim Rauchen erwischt wird? TRAVELBOOK hat bei der Deutschen Bahn nachgefragt.

Es gibt zwar noch einige Aschenbecher, aber die graue Masse darin ist keine Asche mehr, sondern Staub. Denn seit 2007 gibt es in allen Zügen der Deutschen Bahn ein Rauchverbot. Auch für die Passagiere der ersten Klasse gibt es keine Ausnahme. Wenn ein besonders stark Nikotin-Abhängiger nicht widerstehen kann und vom Bordpersonal beim Paffen erwischt wird, passiert laut einer Bahn-Sprecherin erstmal gar nichts:

Doch wer glaubt, dass er nach der Verwarnung weiter friedlich auf der Toilette qualmen kann, liegt falsch. „Sollte ein Fahrgast nach mehrfacher Aufforderung das Rauchen nicht einstellen, kann er aus Sicherheitsgründen des Zuges verwiesen werden“, sagt die Sprecherin weiter. Das heißt, er kann mitten auf der Strecke rausgeschmissen werden – ohne Anspruch auf kostenlose Beförderung im nächsten Zug.

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Raucher riskieren auch eine Klage

Außerdem macht sich der Raucher des Hausfriedensbruchs schuldig. Er könnte von der Bahn also angezeigt werden. Auch Raucher von E-Zigaretten sind betroffen: das Rauchverbot schließt elektronische Glimmstängel mit ein.

Zudem seien alle DB-Züge mit Rauchmeldern ausgestattet. Auf TRAVELBOOK-Nachfrage, ob das auch auf die Bordtoiletten, in denen es oft nach Rauch stinkt, zuträfe, wollte sich die Deutsche Bahn nicht direkt äußern: „Das kommt auf den Zugtyp an“, so die Sprecherin vage. Das heißt, nicht in jedem Zug gibt es die Rauch-Alarmanlage auch auf den WCs.

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