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Touristen aufgepasst! Diese 11 Dinge sind in Italien verboten

Strand Italien verboten
Am Strand liegen und sich entspannen – in Italien sollte man allerdings ein paar Regeln beachten Foto: Getty Images
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

5. März 2026, 9:49 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Mit den Badeklamotten direkt in die Stadt oder ganz entspannt eine Sandburg am Strand bauen – in Ihrem nächsten Italien-Urlaub sollten Sie das besser nicht tun. Denn unter Umständen ist das nicht erlaubt und kann hohe Strafen nach sich ziehen. Welche Dinge in Italien noch verboten sind und bei welchen Sie vermutlich nie gedacht hätten, dass es sie gibt, erfahren Sie hier.

Sonne, Strand, Meer – Italien bietet alles, was man für einen entspannten Urlaub braucht. Doch was viele nicht wissen: In einigen Städten und Regionen gelten eher ungewöhnliche Gesetze und Regelungen. Und wer diese nicht beachtet, dem droht im schlimmsten Fall ein hohes Bußgeld – und das war es dann mit der Entspannung. TRAVELBOOK stellt Ihnen elf überraschende Dinge vor, die in Italien verboten sind.

1. Strandverkäufern etwas abkaufen

Man kennt sie von vielen Stränden weltweit, und so gibt es sie natürlich auch in Italien: Strandverkäufer. Diese wollen einem meist Tücher, Sonnenbrillen, Handtaschen und allerlei anderen Krimskrams andrehen. Häufig handelt es sich dabei um gefälschte Produkte – und genau das ist das Problem. Denn kauft man den Strandverkäufern etwas ab, begeht man zwar keine Straftat, aber eine Ordnungswidrigkeit.

Mit dem Verbot will die örtliche Polizei das Problem mit illegalen Strandverkäufern und gefälschten Waren in den Griff bekommen. Wie hoch das Bußgeld ausfallen kann, ist unterschiedlich festgelegt. Die Stadt Jesolo an der Adria schreibt auf ihrer Website, dass bis zu 7000 Euro fällig werden können.

2. Sandburgen bauen

Egal ob Erwachsene oder Kinder: Sandburgen stehen bei vielen hoch im Kurs. Doch am Strand von Eraclea nahe Venedig sollte man die Schaufel lieber beiseitelegen. Denn dort ist das Bauen von Sandburgen untersagt. Ganz so konkret wird das zwar in der offiziellen Verordnung nicht benannt. Allerdings gibt es die Regel, dass die Schaffung irgendwelcher Hindernisse für öffentliche Zugänge zum Meer und zur Strandpromenade verboten ist. Außerdem heißt es, dass keine Veränderungen durch Sandbewegungen vorgenommen werden dürfen.

Da lässt sich durchaus hineininterpretieren, dass auch Sandburgen dazugehören. Wer sich nicht dran hält, muss mit einer Verwaltungsstrafe von 100 bis 1000 Euro rechnen. Ob am Ende aber tatsächlich der kleine Sandhaufen, der von Kindern zusammengeschaufelt wurde, so teuer wird, bleibt abzuwarten.

3. Mit dem Fahrrad durch die Stadt

Es gibt das weit verbreitete Gerücht, dass es in Venedig verboten sei, einen Rollkoffer durch die Altstadt zu ziehen. Seinen Ursprung hat es offenbar in der Überlegung der Stadt, Plastik-Rollkoffer aufgrund der Lautstärke und Schäden am Kopfsteinpflaster zu verbieten. Das war allerdings bereits 2014. Dazu kam es jedoch nie. Dafür ist aber etwas anderes im historischen Zentrum verboten: Radfahren. Aber nicht nur das Fahren, sondern auch das Schieben des Rads, zumindest auf einigen Strecken. Bei Verstoß droht eine Strafe von 100 Euro.

4. Auf historischem Boden sitzen

In Italien ist es in den Sommermonaten in der Regel heiß – perfekt wären da ein Eis oder ein kühles Getränk, oder? Doch Vorsicht! In Städten wie Rom oder Florenz ist das verboten – zumindest an historischen Gebäuden beziehungsweise in der Nähe bedeutender Stätten. In Rom ist allerdings nicht nur das Essen verboten, sondern auch das Hinsetzen. Nimmt man etwa auf den Stufen der Spanischen Treppe Platz, weisen Beamte einen mit Trillerpfeifen darauf hin, sofort wieder aufzustehen (TRAVELBOOK berichtete). Bei grobem Verstoß kann es sogar ein Bußgeld in Höhe von bis zu 400 Euro geben.

5. Mit Badekleidung in die Stadt

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, und daher ist es auch nicht besonders überraschend, dass es in einigen italienischen Städten wie Venedig verboten ist, in Badeklamotten durch die Stadt zu laufen. Bikini, Badehose und Co. gehören an den Strand – wer sich nicht dran hält, der muss beispielsweise in Venedig mit einem Bußgeld von etwa 250 Euro rechnen.

6. Wandern in Flipflops

Die Cinque Terre ist eine wunderschöne Küstenregion direkt an der ligurischen Riviera. Sie besteht aus fünf Dörfern, die alle durch Wanderwege miteinander verbunden sind. Wer gerne wandert, weiß, wie man sich dann am besten kleidet. Doch es gibt viele Touristen, die eine solche Wanderung auf die leichte Schulter nehmen und in ihren Badelatschen draufloslaufen. Um sie vor diesem Leichtsinn zu bewahren, gibt es klare Regeln: So dürfen auf den Wanderwegen keine Flipflops getragen werden, heißt es auf der Touristenseite der Cinque Terre. Es werden dagegen Turnschuhe oder noch besser Wanderschuhe sowie geeignete Kleidung empfohlen.

Apropos, geeignete Schuhe: Auf Capri gibt es eine offenbar noch bis heute existierende Regel, die doch eher fragwürdig ist. So wurde 1960 festgelegt, dass im gesamten Gemeindegebiet von Capri keine Holzclogs getragen werden dürfen. Die Schuhe werden dabei explizit benannt. Grund dafür war der dadurch entstehende Lärm. Ob die Regel heute noch so durchgesetzt wird, ist fragwürdig – immerhin müssten dann ja eigentlich auch Schuhe mit Absatz eingeschlossen werden.

7. Aus der Glasflasche trinken

Etwas, was an vielen Stränden Italiens verboten ist, was aber dann doch für den einen oder anderen überraschend sein könnte, sind Glasflaschen. In den meisten Badeverordnungen ist ein Glasverbot am Strand festgehalten. Der Grund dafür ist offensichtlich: Zerbrochenes Glas ist ein Risiko und könnte zu Verletzungen führen. Bei Verstoß kann ein Bußgeld zwischen 25 und 500 Euro ausgesprochen werden.

8. Parkscheibe nicht exakt einstellen

Während man in Deutschland die Parkscheibe im Auto auf die nächste halbe Stunde einstellt, sieht man das in Italien nicht ganz so locker. Denn dort muss die Scheibe wirklich exakt auf die tatsächliche Ankunftszeit gestellt werden. Ansonsten handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die je nach Gemeinde bis zu 168 Euro kosten kann.

9. Gassigehen ohne Wasserflasche

Auf der Insel Ponza gibt es eine Regelung, die sonst nirgends in Italien zu finden ist. Der Bürgermeister hat dort eine Verordnung erlassen, die Hundebesitzer betrifft, berichtet das italienische Portal „il Giornale“. Denn diese sind verpflichtet, eine Flasche Wasser oder Ähnliches mit sich zu führen, wenn sie Gassigehen. Der Grund: Mit dem Wasser soll der Urin ihres Vierbeiners weggespült werden. Hat man die Flasche nicht dabei, kann das bis zu 500 Euro kosten.

Auch interessant: Die geltenden Regeln und Verbote in italienischen Urlaubsorten im Überblick

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10. Badetuch direkt auf den Sand legen

Am Strand La Pelosa in Stintino auf Sardinien wird Jahr für Jahr ein Handtuchverbot für den Sommer ausgesprochen. Konkret dürfen Badegäste ihr Handtuch nicht direkt auf den Sand legen. Stattdessen müssen sie eine spezielle Matte drunterlegen. Damit soll verhindert werden, dass an den Frotteehandtüchern Sand hängen bleibt und dann vom Strand entfernt wird.

11. In den Gassen stehen bleiben

Eine kuriose Regelung findet man auch in Portofino (TRAVELBOOK berichtete). Da das Dorf in Sommermonaten von Touristen nahezu überrannt wird, gibt es an besonders hoch frequentierten Orten eine geltende Verordnung. Die besagt, dass Urlauber zwar weiter flanieren dürfen, nicht aber stehenbleiben. Bei Verstoß droht eine Strafe von bis zu 275 Euro.

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