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Kurz vor der Hochsaison

Wegen Gestank und Schleim! Strände auf beliebter Kanareninsel gesperrt

Ein mysteriöser Schleim und starker Gestank sorgen für gesperrte Strände an der Ostküste von Gran Canaria (Symbolbild)
Ein rätselhafter Schleim und starker Gestank sorgen für gesperrte Strände an der Ostküste von Gran Canaria (Symbolbild) Foto: picture alliance / imageBROKER
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Delia Krumhaar
Werkstudentin

13. November 2025, 11:51 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

An der Ostküste der beliebten Kanareninsel Gran Canaria ist das Baden derzeit verboten: Gleich mehrere Strände wurden wegen eines mysteriösen gelben Schleims gesperrt. Ein intensiver Fischgeruch liegt in der Luft und rote Flaggen wehen an den sonst gut besuchten Badezonen. TRAVELBOOK erklärt die Hintergründe.

Was genau hinter dem mysteriösen Schleim steckt, ist noch unklar. Die auffällige Masse breitet sich entlang der Ostküste aus und sorgt für Verunsicherung bei Einheimischen und Touristen. Erste Hinweise deuten auf mögliche Umweltprobleme hin – und rücken auch die Aquakultur der Insel ins Blickfeld.

Gelber Teppich im Meer sorgt für Alarm

Was zunächst wie ein Algenfilm aussah, entpuppte sich als großflächiger, zähflüssiger Schleimteppich, der sich entlang der Küste von Agüimes bis Telde ausbreitet. Besonders betroffen sind die Strände von Vargas, Los Tres Peos, Punta de los Cuervitos, Playa Melenara sowie die beliebten Ferienstrände San Agustín und Las Burras in San Bartolomé de Tirajana.

Wie „Teneriffa News“ berichtet, verhängten die Gemeinden am Dienstag, dem 4. November, ein Badeverbot – „aus Sicherheitsgründen“ und zum Schutz der Besucher. Die Behörden sprachen von einer vorbeugenden Maßnahme, bis die Herkunft und Zusammensetzung der Substanz eindeutig geklärt sind. Das Gesundheitsamt der Insel ließ Proben entnehmen, die derzeit im Labor untersucht werden. Zudem hat die Kanaren-Regierung wegen Meeresverschmutzung einen Zivilschutzplan in Alarmstufe aktiviert.

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Rätsel um die Ursache

Anwohner hatten schon Tage zuvor über einen beißenden Gestank berichtet, der an verdorbenen Fisch erinnere. Die Umweltorganisation Ecologistas en Acción reichte inzwischen eine offizielle Beschwerde bei der Stadt Agüimes ein. Laut der Sprecherin Consuelo Jorges López handelt es sich um eine „gelbe, viskose Masse“ mit starkem Fischgeruch.

Im Verdacht steht eine Fischzuchtanlage vor der Südostküste Gran Canarias. Die dort ansässige Firma Aquanaria betreibt im sogenannten „Aquakultur-Gebiet“ zwischen der Punta de Tarajalillo und dem Strand Corral de Espino riesige Becken zur Zucht von Wolfsbarsch. Ob dort austretende Stoffe für die Verschmutzung verantwortlich sind, wird derzeit geprüft.

Badeverbot bleibt vorerst bestehen

Die Gemeinden lassen derweil kein Risiko zu: Rote Flaggen kennzeichnen die betroffenen Strände, Flatterband und Warnschilder verhindern den Zutritt zum Wasser. Reinigungsteams sind im Dauereinsatz, um den Schleim zu beseitigen.

Die Ergebnisse der Wasseranalysen sollen laut den lokalen Behörden Aufschluss über die Ursache geben. Erst dann könne über eine Aufhebung der Sperrungen entschieden werden. Wie „Infos Gran Canaria“ meldet, gibt es bislang noch keine Entwarnung – das Baden bleibt an Gran Canarias Ostküste vorerst verboten.

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