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Dieser Ort ist so schön wie Garmisch-Partenkirchen, aber kaum überfüllt

Bunte Häuser und der Blick auf die Berge: Dieser Ort in Bayern ist ein echter Geheimtipp
Bunte Häuser und der Blick auf die Berge: Dieser Ort in Bayern ist ein echter Geheimtipp Foto: TRAVELBOOK / Katharina Regenthal
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

10. Februar 2026, 17:30 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten

Unweit der Grenze zu Österreich liegt ein kleiner Ort namens Mittenwald. TRAVELBOOK-Redakteurin Katharina Regenthal hat in dem bayerischen Idyll, das von Alpenspitzen umgeben ist, Urlaub gemacht. Hier verrät sie, warum sie diesen Ort so schnell in ihr Herz geschlossen hat – und warum Mittenwald ihrer Meinung nach die bessere Alternative zum nahegelegenen Garmisch-Partenkirchen ist.

Urlaub im Schnee – das war meine Vorstellung für einen Kurztrip im Februar. Auch als Berliner Stadtkind kenne ich natürlich Schnee, aber sind wir ehrlich: schön ist anders. Ich wollte schneebedeckte Berge, durch weiße Wälder stapfen und im besten Fall rodeln. Auf der Suche nach einem passenden Ort erwähnte mein Mann dann Mittenwald, wo er schon als kleiner Junge war. Angeblich würde ich dort genau das bekommen, was ich suche: Erholung, Natur, Berge und Schnee. So viel kann ich Ihnen schon mal verraten: Ich habe all das und noch so viel mehr bekommen!

So schön wie Garmisch-Partenkirchen, aber sehr viel angenehmer

Vor etwa zwei Jahren habe ich schon einmal in der Gegend Urlaub gemacht. Allerdings nicht in Mittenwald, sondern im deutlich bekannteren Garmisch-Partenkirchen. Wir sind dort in einem Hotel untergekommen, direkt an der Zugspitzbahn. Die Umgebung war wirklich wunderschön, der Weg zur Zugspitze und natürlich auch die Aussicht von dort ganz wunderbar – aber es ist einfach ein Touristenmagnet. Der Stadtkern war voll, die Bahnen waren voll, und auch wenn Garmisch-Partenkirchen wirklich ein hübscher Ort ist – Mittenwald geht im Vergleich als klarer Sieger hervor.

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Der Ort ist deutlich kleiner, ruhiger, gemütlicher. Die bunt bemalten Häuser und der Blick zu den weißen Bergspitzen sind einmalig. Noch dazu war es nicht besonders voll. Wir waren in den Berliner Winterferien vor Ort. Und während es auf der Hinfahrt wirklich voll auf der Autobahn war, hat man dort angekommen nichts davon gemerkt. Wie das während der bayerischen Ferien ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Insgesamt hatte ich aber das Gefühl, dass Mittenwald einfach noch zu den Geheimtipps gehört, die nicht ganz so überlaufen sind.

Der Blick auf Mittenwald
Der Blick auf Mittenwald Foto: TRAVELBOOK / Katharina Regenthal

Berge, Seilbahnen und perfekte Aussichten

Von Garmisch-Partenkirchen aus ist man flott auf der Zugspitze – in Mittenwald gibt es die Karwendelbahn, die einen direkt auf 2244 Meter Höhe bringt. Von dort aus hat man eine grandiose Aussicht über Mittenwald und über die Alpen. Auf dem Panoramarundweg kann man die perfekte Aussicht genießen – als wir da waren, lag Schnee, weshalb nur die Hälfte des Weges begehbar war. Was die Schönheit der Berge aber keinesfalls schmälerte.

Nach einer kurzen Fahrt mit der Karwendelbahn wird man mit dieser Aussicht belohnt
Nach einer kurzen Fahrt mit der Karwendelbahn wird man mit dieser Aussicht belohnt Foto: TRAVELBOOK / Katharina Regenthal

Auch fußläufig von Mittenwald erreichbar ist der Sessellift, der auf den Kranzberg führt. Die Fahrt im Einzelsitz dauerte etwa 15 Minuten – für mich als Stadtkind auf jeden Fall aufregend und ein kleines Erlebnis. Oben angekommen kann man sich in einer Gastwirtschaft stärken oder aber nochmal etwa 20 Minuten einen recht steilen Weg hoch zur Spitze wandern. Dort angekommen befindet man sich direkt gegenüber des Karwendelgebirges und hat so einen wunderbaren Blick.

Auf dem Weg nach Mittenwald sind wir auch am wunderschönen Walchensee vorbeigefahren. Wenn Sie wissen wollen, warum dieser die perfekte Alternative zum Eibsee ist, können Sie das hier nachlesen.

Auch am Walchensee gibt es eine Seilbahn, die einen hoch auf den Herzogstand bringt. Der Berg in den Bayerischen Voralpen bietet den idealen Blick auf den See. Aber nicht nur das. Oben angekommen kann man erst sehen, dass sich sozusagen auf der Rückseite ein kleines Skigebiet befindet. Während wir durch den Schnee stapften, jagten Groß und Klein an uns vorbei und den Berg hinunter.

Trotz Wolken hatte man einen wunderbaren Blick über den Walchensee
Trotz Wolken hatte man einen wunderbaren Blick über den Walchensee Foto: TRAVELBOOK / Katharina Regenthal

Für mich, die so etwas einfach noch nie so hautnah erlebt hatte (weil der Urlaub dann doch meist an den Strand und nicht in die Berge ging), war das wirklich ein kleines Highlight. Und ich bin wirklich keine Expertin, was Ski- oder Winterurlaub angeht, aber für Menschen, die sich teure Skipässe sparen und nur ab und zu mal auf die Skier steigen wollen, scheint mir das eine kostengünstige Alternative.

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Mittenwald ist einen Besuch wert

Aber nicht nur die Umgebung rund um Mittenwald ist absolut sehenswert, sondern auch der Ort selbst. Im Ortskern stehen zahlreiche bunt bemalte Häuser, dahinter lugen die weißen Bergspitzen hervor und es gibt zahlreiche Restaurants. Wir haben an den vier Tagen mehrere davon ausprobiert – und die waren alle grandios. Da konnte man wirklich nichts verkehrt machen. Wie aber bereits erwähnt, war ich auf einer Mission in diesem Urlaub. Ich wollte nach langer Zeit endlich mal wieder richtigen Schnee erleben. Und diese Erfahrung sollte ich machen – mein persönliches Highlight!

An der schneebedeckten Landschaft konnte sich TRAVELBOOK-Redakteurin Katharina Regenthal kaum satt sehen
An der schneebedeckten Landschaft konnte sich TRAVELBOOK-Redakteurin Katharina Regenthal kaum satt sehen Foto: TRAVELBOOK / Katharina Regenthal
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Perfekter Rodel-Tag

Der Gastgeber unserer wirklich schönen Pension gab uns einen echten Geheimtipp zum Rodeln. Also ging es für uns ins österreichische Leutasch, um zwei Schlitten auszuleihen. Wir hatten unsere alten Holzschlitten zu Hause gelassen, was definitiv die richtige Entscheidung war. Denn vor Ort konnten wir uns in einem Skigeschäft zwei Rodel für gerade einmal fünf Euro am Tag ausleihen.

Mit den Schlitten im Gepäck ging es weiter zur Hämmermoosalm Rodelbahn. Vorteil: Es gibt keinen offiziellen Rodelverleih, entsprechend leer war es. Nachteil: Um von oben herunterrodeln zu können, muss man natürlich erstmal rauf. Gut zwei Kilometer bergauf samt Rodel ging es hoch zur Alm. Und nach einer kleinen Erfrischung mit Blick auf die Berge auch direkt wieder runter. Und diese Rodelstrecke hatte wirklich so gar nichts mit den Mini-Hügeln in Berliner Parks zu tun.

Auch wenn ich zwischenzeitlich dachte, dass ich bei der nächsten Kurve wohl eher im Abgrund lande, war es wirklich das tollste Erlebnis im Schnee. Die Strecke nach unten dauerte gefühlt eine Ewigkeit, obwohl ich wirklich ordentlich Tempo drauf hatte, und ich bin aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen (auch, wenn es ein Mix aus Freude und Panik war).

Wem so ein Rodel-Erlebnis zu wild ist, der hat rund um Mittenwald auch die Möglichkeit zum Skilanglauf. Es gibt eine etwa 70 Kilometer lange Strecke im Langlaufgebiet der Olympiaregion Seefeld. Und wer dann doch lieber den Sportlern nur zuschaut, der kann es sich auch in einer der Thermen gut gehen lassen.

Mit dem Rodel ging es später die Strecke wieder bergab
Mit dem Rodel ging es später die Strecke wieder bergab Foto: TRAVELBOOK / Katharina Regenthal

Fazit

Mittenwald ist erst einmal für jeden eine Reise wert, der die Berge und die Natur liebt. Besonders angenehm fand ich vor allem die Tatsache, dass es nicht überfüllt war und alles sehr gemächlich voranging. Wer außerdem Erholung sucht, aber gleichzeitig auf (Winter)Sport nicht verzichten will, ist in Mittenwald genau richtig.

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