Welche Ecken der Welt sind zwar malerisch oder stecken voller Abenteuer, sind dabei aber vollkommen unbekannt, um nicht zu sagen komplett unterschätzt? Diese aus der Masse der Reiseziele herauszufiltern, nimmt sich regelmäßig das britische Magazin „Time Out“ vor. So ist auch in diesem Jahr wieder ein Ranking der am meisten unterschätzten Reiseziele der Welt entstanden. An dessen Spitze steht in diesem Jahr eine Region in Europa. TRAVELBOOK stellt die drei ersten Plätze im Ranking vor und zeigt die gesammelte Liste.
Die Liste der am meisten unterschätzten Reiseziele liest sich wie eine Liste an lohnenswerten, weil noch nicht massentauglich gewordenen Urlaubsorten. Und genau das scheint auch ihr Ziel zu sein, erklärt „Time Out“ die vorgestellten Orte als „41 ruhigere und günstigere Alternativen zu den Klassikern“. Ausgewählt wurden sie von den Redakteuren und Reisejournalisten des Magazins. Und offenbar fehlen dort nicht nur die Massen, die Regionen wünschen sich sogar mehr Besucher, unterschätzt, wie sie sind.
Das am meisten unterschätzte Reiseziel der Welt
… befindet sich laut „Time Out“ in Rumänien. Und das ist nicht die inzwischen vielfach besuchte Region Transsilvanien, in der Gruselfreunde nach Spuren des wohl bekanntesten Vampirs suchen. Es ist aber eine, an der die sogenannte Via Transilvanica beginnt, ein Pilgerweg, der über 1400 Kilometer durch das Land führt.
Die am meisten unterschätzte Region nennt sich Bukowina und ist laut des Magazins „eine traditionsreiche Region mit uralten Wäldern, blühenden Wiesen und kleinen Bergdörfern“ sowie acht mit Bibel-Szenen und landeseigenen Volkssagen verzierten Klöstern, die unter dem Schutz der Unesco stehen. Nicht zuletzt steht die Bukowina für Eierkunst und beherbergt das nationale Ei-Museum in Ciocănești.
Malerische Landschaft im rumänischen Bukowina Foto: Getty Images/ MARIAN Gabriel Constantin / 500px
An zweiter Stelle im Ranking der am meisten unterschätzten Reiseziele steht der US-amerikanische Bundesstaat South Dakota. In diesem erwarten die Reisenden mit den Badlands und dem Custer State Park einige überaus beeindruckende Naturparks, „jedoch ohne die Menschenmassen von Yosemite oder Yellowstone“, wie „Time Out“ schreibt. Darüber hinaus befindet sich hier das weit bekanntere Mount Rushmore, die in Fels gehauene Riesenskulptur vergangener amerikanischer Präsidenten.
Auf dem dritten Platz folgt eine weitere europäische Region: die Städte Asturiens im Norden von Spanien. Zwar seien Strände und Berge dieser Region längst keine Geheimtipps mehr, die Städte blieben bislang jedoch weitestgehend unbeachtet, zeigt sich „Time Out“ überzeugt. Das Magazin empfiehlt besonders das grüne und historische Oviedo, das in der Region angesagte Gijón sowie das mittelalterlich geprägte Avilés.
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