8. September 2025, 17:13 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Wer demnächst in die Vereinigten Staaten reisen möchte, sollte schnell handeln: Die elektronische Einreisegenehmigung ESTA wird deutlich teurer. Wer sie rechtzeitig beantragt, kann sich noch den alten Preis sichern.
ESTA wird fast doppelt so teuer
Zum 30. September erhöht die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP (Customs and Border Protection) die Gebühren für die ESTA. Statt bisher 21 US-Dollar müssen Antragsteller künftig 40 US-Dollar zahlen – das entspricht rund 34 Euro. Damit verdoppeln sich die Kosten nahezu.
Reisende, die noch in diesem Jahr oder 2026 in die USA einreisen möchten, können die ESTA bereits jetzt beantragen und sich so die aktuell günstigere Gebühr sichern. Denn: Einmal genehmigt, ist eine ESTA zwei Jahre gültig, vorausgesetzt, der verwendete Reisepass läuft nicht früher ab. In diesem Fall verliert auch die ESTA ihre Gültigkeit mit Ablauf des Reisepasses.
Wichtig zu wissen für Reisende, deren ESTA bald abläuft: Die Genehmigung muss nur zum Zeitpunkt der Einreise gültig sein, nicht während des gesamten Aufenthalts.
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Was bei der Antragstellung zu beachten ist
Die ESTA ist für alle Reisenden erforderlich – auch für Kinder und Kleinkinder. Familien haben die Möglichkeit, einen Gruppenantrag zu stellen. Die Genehmigung erlaubt visumfreie Aufenthalte von bis zu 90 Tagen zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken. Auch Transitpassagiere, die nur in den USA zwischenlanden, benötigen eine gültige ESTA.
Die US-Behörde empfiehlt, den Antrag mindestens 72 Stunden vor Reisebeginn zu stellen. Besser ist es jedoch, frühzeitig aktiv zu werden. Neben persönlichen Daten müssen Antragsteller eine Reihe von Fragen beantworten.
Besonders wichtig: Der Antrag sollte ausschließlich über offizielle Wege gestellt werden – entweder über die CBP-Website oder die offizielle ESTA-App für Android und iOS. Verbraucherschützer warnen ausdrücklich vor inoffiziellen Anbietern, die oft zusätzliche Gebühren verlangen.
Die Abkürzung ESTA steht für Electronic System for Travel Authorization (Elektronisches System zur Reisegenehmigung). Beantragen können sie Staatsangehörige der Länder, die am Visa Waiver Program teilnehmen – darunter auch Deutschland.
Gebührenerhöhung ist Teil eines neuen Gesetzes
Wird ein ESTA-Antrag abgelehnt, fällt nur die Bearbeitungsgebühr an. Diese beträgt aktuell noch 4 US-Dollar, steigt jedoch zum 30. September auf 10 US-Dollar an.
Die Gebührenerhöhung ist Teil eines neuen und umstrittenen Gesetzes mit dem Namen „One Big Beautiful Bill Act“, das US-Präsident Donald Trump Anfang Juli unterzeichnet hat.
Mit Material der dpa

