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Findet ab Juni 2026 statt

Reise zur WM in die USA geplant? Die wichtigsten Infos im Überblick

Mit der rechtzeitigen Beantragung der Esta und korrekten Angaben steht der Reise zur Fußball-WM 2026 in den USA für die meisten deutschen Fans nichts im Weg
Mit der rechtzeitigen Beantragung der Esta und korrekten Angaben steht der Reise zur Fußball-WM 2026 in den USA für die meisten deutschen Fans nichts im Weg Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion

7. Mai 2026, 13:04 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wächst – nicht nur bei der Nationalelf, sondern auch bei zahlreichen deutschen Fans. Wer das Team vor Ort unterstützen will, hat seine Reise womöglich schon durchgeplant. Doch könnte die Einreise in die USA, wo ein Großteil der Spiele stattfindet, womöglich Probleme bereiten? Und wenn die Einreise dann geschafft ist, sind Touristen aus Europa überhaupt willkommen? Neue Expertenberichte geben Entwarnung und erklären, was Touristen zu erwarten haben.

Am 11. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – ein Turnier der Superlative: Erstmals wird in drei Ländern gespielt, doch der Fokus liegt klar auf den USA. Mit 78 von insgesamt 104 Partien findet dort der Großteil der Spiele statt, während Mexiko und Kanada jeweils 13 Begegnungen ausrichten. Für Fans bedeutet das eine intensive Reise durch Nordamerika – gekrönt vom Finale am 19. Juli im MetLife Stadium bei New York.

Visumfreie Einreise für deutsche Fans mit Esta

Für die meisten deutschen Fans gibt es dabei eine gute Nachricht: Trotz der strengen Einreiseregeln benötigen sie kein klassisches Visum. Für touristische Aufenthalte reicht die sogenannte elektronische Einreisegenehmigung – kurz Esta.

Der Esta-Antrag wird über die Website der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde oder über die offizielle App gestellt, die für Android und iOS erhältlich ist. Dort müssen persönliche Daten angegeben sowie Fragen zur Reise, Gesundheit und möglichen Vorstrafen beantwortet werden. Auch ein aktuelles Foto des Gesichts ist erforderlich.

Diese Reisegenehmigung kostet 40 US-Dollar (etwa 34,50 Euro) und ist grundsätzlich zwei Jahre lang gültig. Ein gültiger Reisepass ist Voraussetzung – auch für Kinder.

Genehmigung erfolgt schnell

Hat man alles ausgefüllt und abgeschickt, dauert es nach Angaben des Visa-Dienstes Bonn im Regelfall nur wenige Stunden bis zur Genehmigung. Darüber wird man dann per E-Mail benachrichtigt.

Vorsicht: Wird die Esta abgelehnt, muss man ein Visum beantragen, um in die USA einreisen zu können. Je nach Konsulat und verfügbaren Terminen dauert das den Fachleuten zufolge um die sechs Wochen. Wer auf eine mögliche Ablehnung noch reagieren können will, beantragt die Esta also mit ausreichend Vorlauf.

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Mögliche Ablehnungsgründe

In einigen Fällen kann der ESTA-Antrag abgelehnt werden oder Probleme bereiten. Das betrifft etwa Personen mit Geschlechtseintrag „X“, da es im Antrag keine entsprechende Auswahl gibt – maßgeblich ist dann laut Auswärtigem Amt der bei der Geburt zugewiesene Eintrag, entsprechende Nachweise sollten mitgeführt werden.

Häufige Ablehnungsgründe sind zudem frühere Reisen oder Staatsangehörigkeiten: Wer seit dem 12. Januar 2021 in Kuba war oder Bezüge zu Ländern wie Iran, Irak, Nordkorea, Syrien oder Sudan hat, benötigt ein Visum. Auch Aufenthalte seit März 2011 etwa in Libyen, Jemen oder Somalia können problematisch sein.

Entscheidende Fallstricke liegen außerdem im Antrag selbst: Fehler bei automatisch ausgelesenen Passdaten sind keine Seltenheit, Social-Media-Angaben hingegen freiwillig. Besonders kritisch sind die Sicherheitsfragen – wer hier „Ja“ angibt, erhält keine ESTA. Falschangaben können schwerwiegende Folgen haben, von Ablehnung bis hin zu Sanktionen bei der Einreise.

Grenzbeamte entscheiden – trotz Esta

Eine genehmigte Esta garantiert noch keine Einreise. Die finale Entscheidung treffen die US-Grenzbeamten bei der Ankunft. Laut Timo Kohlenberg, dem Geschäftsführer des Reiseveranstalters America Unlimited, gilt: Wer den Antrag korrekt ausgefüllt hat, muss sich keine Sorgen machen. Auch wenn das Auftreten der Beamten manchmal streng erscheine – was laut Experte nicht erst seit der Trump-Präsidentschaft so ist – seien Probleme selten.

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Ist man als Tourist überhaupt willkommen?

Die Sorge, in den USA nicht willkommen zu sein, bestätigt sich laut Branchenkennern nicht. „Vor Ort merkt man davon kaum etwas. Die Menschen sind offen und herzlich – viele sehen die politische Lage selbst durchaus sehr kritisch“, berichtet Kohlenberg, der vergangenes Jahr mehrfach in den USA war.

Viele Reisende seien sogar überrascht, wie problemlos ihre Aufenthalte verlaufen. Kohlenberg spricht von einem „verzerrten Bild“ zwischen der Wahrnehmung in Deutschland und den tatsächlichen Erfahrungen im Land.

Touristenströme bleiben aus

Eigentlich ein großes Jahr für Nordamerika: Neben der Fußball WM feiern die Vereinigten Staaten 250 Jahre Unabhängigkeit, und die Route 66 begeht ihr 100-jähriges Bestehen. Dennoch bleibt der erwartete Touristenansturm bislang aus.

Ein Grund dafür liegt in der politischen Entwicklung der vergangenen Monate. Maßnahmen wie Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, Einreisebeschränkungen für bestimmte Nationalitäten und verschärfte Kontrollen haben viele Reisende verunsichert. Die Folge: sinkende Besucherzahlen.

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Sinkende Nachfrage bringt niedrigere Preise

Für Urlauber hat diese Entwicklung jedoch auch Vorteile. „Die Preise haben sich deutlich nach unten bewegt – bei Airlines, Hotels und vor allem auch bei Mietwagen“, sagt Timo Kohlenberg, Geschäftsführer des Reiseveranstalters America Unlimited. Zusätzlich wirkt sich der aktuell günstige Dollarkurs positiv aus. Sein Fazit: „Eigentlich ist momentan der beste Zeitpunkt, um in die USA zu fahren.“

Trotzdem bleibt klar: Rund um die Spiele in Metropolen wie New York, Miami oder Los Angeles müssen Reisende weiterhin mit hohen Kosten rechnen – auch für Gastronomie und Transport.

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