24. Juli 2026, 14:33 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer diesen Sommer Urlaub auf Mallorca macht, sollte bei einem Besuch der örtlichen Strände unbedingt die geltenden Regeln und Verbote beachten, denn deren Missachtung kann teilweise empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen. TRAVELBOOK fasst die wichtigsten Vorschriften zusammen.
Übersicht
Keine Einkäufe bei illegalen Strandhändlern
An vielen Stränden bieten fliegende Händler Waren wie Schmuck, Sonnenbrillen, Strandtücher, Getränke oder Obst an. Der Kauf solcher Produkte ist laut „Mallorca Magazin“ jedoch problematisch, da viele Verkäufer ohne Genehmigung tätig sind. Besonders bei Getränken und Lebensmitteln bestehen zudem hygienische Risiken. In Palma werden inzwischen nicht nur die Händler selbst bestraft, sondern auch deren Kunden. Je nach Verstoß können Bußgelder zwischen 100 und 750 Euro verhängt werden.
Wildpinkeln kann teuer werden
Auch das Verrichten der Notdurft außerhalb öffentlicher Toiletten ist auf Mallorca untersagt. Wer keine sanitäre Anlage nutzt und stattdessen in der Öffentlichkeit uriniert, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Die Bußgelder können bis zu 1.500 Euro betragen und fallen noch höher aus, wenn sich der Verstoß in einem Naturschutzgebiet oder direkt an einem Strand ereignet, wie unter anderem Holidaycheck berichtet. Daher empfiehlt es sich, bei Bedarf stets die nächstgelegene öffentliche Toilette aufzusuchen.
Alkohol-Exzesse und laute Musik vermeiden
Ein einzelnes Getränk am Strand ist in der Regel kein Problem. Größere Trinkgelage, verbunden mit erheblichem Alkoholkonsum und lauter Musik, sind an vielen Küstenabschnitten jedoch untersagt. Besonders in Palma und Cala Ratjada gehen die Behörden laut „Mallorca Magazin“ gegen solche Zusammenkünfte vor. Bei Verstößen können Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro pro Person verhängt werden.
Hunde nur an ausgewiesenen Bereichen mitnehmen
Während der Hauptsaison sind Hunde an den meisten Stränden Mallorcas nicht erlaubt. Es gibt jedoch einige wenige spezielle Hundestrände, beispielsweise in Cala Gamba, Es Carnatge oder Port de Pollença. Wer seinen Hund mitnimmt, sollte außerdem unbedingt die Hinterlassenschaften beseitigen, da andernfalls Strafen von bis zu 300 Euro drohen.
Rauchverbote beachten
Immer mehr Strände auf Mallorca werden zu rauchfreien Zonen erklärt. Die Stadt Palma hat die Zahl solcher Strände zuletzt weiter erhöht. Urlauber sollten daher auf die Beschilderung achten, die über die jeweils geltenden Regeln informiert. Wie die „Mallorca Zeitung“ schreibt, befinden sich die meisten rauchfreien Strände im Gemeindegebiet von Manacor, Felanitx, Pollença, Calvià, Palma und Artà. Auch die bekannte Playa de Muro iist rauchfrei. Rechtlich gesehen handelt es sich der Zeitung zufolge allerdings nicht um ein Verbot, sondern um eine Empfehlung. Daher werden bislang auch keine Sanktionen für Badegäste verhängt, die trotz des Verbots rauchen.
Keine geschützten Naturmaterialien sammeln
Das Mitnehmen von Muscheln, Federn oder anderen Überresten geschützter Tierarten von den Stränden ist auf Mallorca verboten. Dazu gehören beispielsweise die Gehäuse bestimmter Meeresschnecken oder Federn bedrohter Vogelarten wie des Mallorquinischen Mönchsgeiers. Wer solche Souvenirs bei der Ausreise mitführt, muss mit Bußgeldern zwischen 500 und 3.000 Euro rechnen.
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Sand und Steine besser liegen lassen
Besonders in Naturschutzgebieten ist das Entnehmen von Sand, Steinen oder Muscheln streng untersagt. Auch außerhalb geschützter Bereiche raten Fachleute davon ab, natürliche Materialien als Andenken mitzunehmen. Selbst kleine Mengen können langfristig zur Schädigung empfindlicher Küstenökosysteme beitragen.
Vorsicht beim Nacktbaden
Auf den Balearen gilt kein generelles FKK-Verbot. Allerdings unterscheiden sich die Vorschriften laut „Mallorca Magazin“ je nach Gemeinde. Während Nacktbaden an traditionellen FKK-Stränden wie Es Trenc, El Mago oder Cala Mesquida akzeptiert wird, können in stark besuchten oder städtischen Bereichen lokale Verordnungen Bußgelder vorsehen. Deshalb empfiehlt es sich, vorab die örtlichen Regelungen zu prüfen.