7. Juli 2026, 13:45 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Sonne, Meer und Erholung – für viele gehört ein Strandurlaub zu den schönsten Wochen des Jahres. Doch in zahlreichen Urlaubsländern gelten Vorschriften, die vielen Reisenden unbekannt sind. Wer sie missachtet, muss teils mit empfindlichen Geldbußen rechnen. Manchmal genügt dafür bereits eine Zigarette, ein Foto oder sogar ein paar Sandkörner.
Sand und Muscheln bleiben am Strand
Auf Sardinien dürfen Urlauber weder Sand noch Muscheln als Souvenir mitnehmen. Besonders streng sind die Regeln am beliebten Strand Spiaggia della Pelosa im Nordwesten der Insel. Dort sind Handtücher nur erlaubt, wenn eine Unterlage zwischen Sand und Handtuch liegt. So soll verhindert werden, dass Sandkörner am Stoff haften bleiben. Zudem wird kontrolliert, ob Besucher ihre Füße reinigen, bevor sie den Strand La Pelosa verlassen.
Auch in Großbritannien ist das Mitnehmen von Sand, Muscheln oder Kieselsteinen nicht ohne Weiteres erlaubt. Grundlage ist der Coastal Protection Act von 1949. Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 1000 Euro geahndet werden. Das Gesetz dient dazu, größere Materialentnahmen zu verhindern und die Küsten vor Erosion zu schützen.
Auch interessant: Hohes Bußgeld! Was Sie in Italien auf keinen Fall am Steuer tun sollten
Tätowierungen können zum Problem werden
Tätowierungen sind in Japan grundsätzlich erlaubt. An vielen Stränden werden sie jedoch nicht gern gesehen. Hintergrund ist die historische Verbindung von Tattoos mit organisierter Kriminalität. Strandaufsichten oder Sicherheitskräfte können tätowierte Besucher deshalb auffordern, ihre Tätowierungen zu bedecken oder den Strand zu verlassen.
Rauchverbote an immer mehr Küsten
An rund 600 Stränden in Spanien ist das Rauchen untersagt. Auch Frankreich setzt auf rauchfreie Strände. Wer gegen das Verbot verstößt, muss dort mit einer Geldstrafe von 135 Euro rechnen.
Zahlreiche Küstenorte in Italien haben ebenfalls Rauchverbote eingeführt. Auch in der Türkei sollen Strände künftig rauchfrei bleiben. Gleiches gilt für die thailändische Insel Phuket.
Alkohol am Strand nicht überall erlaubt
Ein Bier am Strand ist nicht an jedem Urlaubsort gestattet. Am bekannten Bondi Beach in Sydney hat der Stadtrat Alkohol verboten. Damit soll antisoziales Verhalten eingedämmt werden.
Tiefe Löcher sind untersagt
Am Strand von Del Mar bei San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien dürfen Löcher im Sand nicht tiefer als 60 Zentimeter sein. Eltern haften, wenn ihre Kinder gegen diese Vorschrift verstoßen. Außerdem ist es verboten, Menschen im Sand einzugraben. Die Regel soll Stolperfallen und einstürzende Sandlöcher verhindern. Vergleichbare Vorgaben gelten auch an einigen Stränden in Florida.
Passend dazu: Touristen aufgepasst! Diese 11 Dinge sind in Italien verboten
Badebekleidung nur zu bestimmten Zeiten
Am Strand von Cape May im US-Bundesstaat New Jersey dürfen Badeanzüge und Bikinis ausschließlich zwischen 7 Uhr und 19 Uhr getragen werden. Außerhalb dieser Zeiten ist normale Kleidung vorgeschrieben. Selbst während der erlaubten Badezeiten müssen Frauen auf der Strandpromenade und an anderen öffentlichen Orten ein Shirt tragen.
Auch in italienischen Städten wie Sorrent kann ein Spaziergang ausschließlich in Badekleidung teuer werden. Dort sind Bußgelder von bis zu 500 Euro möglich.
Bis zu 135 Euro Strafe! Frankreich verschärft den Nichtraucherschutz
Die geltenden Regeln und Verbote in italienischen Urlaubsorten im Überblick
Hohe Strafen für Sex am Strand
Öffentliche sexuelle Handlungen am Strand können in Spanien teuer werden. Je nach Region drohen Bußgelder zwischen 100 und 600 Euro, mancherorts sogar bis zu 3000 Euro.
In Dubai ist bereits Küssen in der Öffentlichkeit verboten. Dafür können Geldstrafen von bis zu 250 Euro verhängt werden.
Fotos nur mit Einverständnis
An vielen Stränden im indischen Goa gilt die Regel: „No consent, no photo“. Fotografieren ist dort nicht grundsätzlich untersagt. Allerdings ist die Zustimmung der fotografierten Person erforderlich. Zivilpolizisten überwachen die Einhaltung dieser Vorschrift.