Hageln, Sonne, Dauerregen

Die 9 Orte mit dem krassesten Wetter der Welt

„Tornado Alley” östlich der Rocky Mountains, der Maracaíbo-See in Venezuela, Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington und die Atacama-Wüste in Südamerika
Vier Orte mit krassem Wetter: „Tornado Alley” östlich der Rocky Mountains, der Maracaíbo-See in Venezuela, Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington und die Atacama-Wüste in Südamerika (von oben im Uhrzeigersinn)
Foto: Getty Images / dpa picture alliance

Planen Sie gerade Ihren nächsten Urlaub in die Sonne, oder wollen einfach nur wissen, wie das Wetter in Acapulco ist? Das können Sie jetzt ganz einfach auf dem TRAVELBOOK-Reisewetter nachschauen. Und weil es leider nicht überall sonnig mit milden Temperaturen ist, zeigen wir hier die neun Orte mit dem krassesten Wetter der Welt, die von den Fachmagazinen „Geo“ und „Spektrum der Wissenschaft“ zusammengefasst wurden.

Der meiste Schnee

4392 Meter hoch ist das Vulkanmassiv des Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington, und vor allem in der dortigen Gegend um Paradise fällt alljährlich meterhoch Schnee. Im Winter 2016/17 waren es laut „National Park Service“ 17 Meter. Die höchste je gemessene Schneedecke fiel dort im Winter 1971/72: Sage und schreibe 28,5 Meter wurden verzeichnet – Weltrekord.

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Der Ort mit den meisten Blitzen

„Der elektrischste Ort der Welt“ nennt die britische BBC diese Region in Venezuela. Die Mündung des Flusses Catatumbo in den Maracaibo steht sogar im Guinnessbuch der Rekord, weil hier die höchste Konzentration an Blitzen gemessen wurde: 250 Blitze pro Quadratkilometer im Jahr. Laut „L.A. Times“ verzeichnet der Ort bis zu 1,2 Millionen Blitze jährlich, manchmal sollen es während der sogenannten Catatumbo-Gewitter 280 in einer Minute sein. 

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Der meiste Regen

In Deutschland beschweren wir uns mitunter gern über zu viel Regen, doch im Vergleich zu den niederschlagsreichsten Regionen der Welt ist es hierzulande ziemlich trocken. Laut Guinnessbuch der Rekord gilt das indische Dorf Mawsynram als der nasseste Ort der Erde. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 11.873 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge in Deutschland betrug im Jahr 2016 laut Deutschem Wetterdienst 736 Liter pro Quadratmeter.

Die heftigsten Stürme

Hier prallen Kaltfronten aus dem Norden und warme Luft aus dem Golf von Mexiko aufeinander: die so genannte „Tornado Alley” östlich der Rocky Mountains (USA) ist berühmt-berüchtigt für ihre Rekordstürme. Laut einem Bericht von wetteronline.de treten dort weltweit die meisten und oft auch verheerendsten Tornados auf. Im Mai 1999 tobten dem nationalen Wetterdienst der USA zufolge sage und schreibe 70 Tornados durch Oklahoma – und das an nur einem einzigen Tag.

Storm Chaser, Tornado Alley

Über der Tornado Alley braut sich ein Sturm zusammen
Foto: Getty Images

Der stärkste Hagel

Der meiste Hagel fällt in Deutschland? Von wegen! Am stärksten hagelt es ausgerechnet in Kenia! In den dortigen Kericho-Nandi-Hills am Rande des Großen Grabenbruch verzeichnet man weltweit die meisten Hageltage, berichtet etwa die Klimaseite wetterzentrale.de. Nachmittags steigt feuchte Luft vom Viktoriasee über die mehr als 2000 Meter hohen Berge, wo sich große Gewittertürme bilden. In ihnen herrscht ein enormer Auftrieb, der die Feuchtigkeit in noch kühlere Phärenschichten transportiert. Dort gefriert sie und fällt als Hagel zurück auf die Erde.

Die größten Hagelkörner gibt es allerdings nicht in Kenia, sondern im Norden Indiens und in Bangladesch. Laut wetterspiegel.de fiel am 14.04.1986 in Gopalganj (Bangladesch) das bislang schwerste Hagelkorn vom Himmel: Es wog sage und schreibe 1 Kilogramm.

Der Nandi Hill in Kenia ist berühmt dafür, dass es hier überduchschnittlich oft hagelt

Der Nandi Hill in Kenia ist berühmt dafür, dass es hier überduchschnittlich oft hagelt
Foto: Getty Images

Der trockenste Ort

So nass es in Mawsynram ist, so trocken ist es in Arica in der Atacama-Wüste in Chile: Hier erreichen nur 0,08 Millimeter Niederschlag jährlich den Boden, wie im Lexikon von wetterspiegel.de nachzulesen ist. Kleiner Vergleich gefällig? Das ist in etwa so, als würde man nicht mal eine Flasche Wasser auf einen Quadratmeter Fläche ausgießen.

Die kältesten Temperaturen

Diese Menschen leben in einem Eisschrank: Der kälteste bewohnte Ort der Erde ist das Dorf Oimjakon in Sibirien, wo ein Tiefstwert von -67,8 Grad Celsius gemessen wurde. Es ist die niedrigste gemessene Temperatur außerhalb der Antarktis, berichtet die britische Tageszeitung „The Telegraph” – somit ist dieses Dorf das kälteste der Welt.Die niedrigste je gemessen Temperatur haben Forscher übrigens 1983 an der russischen Forschungsstation mitten im Kontinentaleis der Antarktis gemessen. Sie sank damals auf 89,2 Grad Celsius unter Null.

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Die dickste Nebelwand

An den Great Banks vor der Küste Neufundlands sieht man seine eigene Hand nicht vor Augen und das an mindestens 200 Tagen im Jahr. Dichter Nebel über dem Wasser macht den Ort laut der vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betriebenen Wissenschaftsseite „generationblue.at“ zu einem der nebligsten Orte der Welt. Schuld daran ist das Aufeinandertreffen des kalten Labradorstroms aus dem Norden und des warmen Golfstroms aus dem Süden. Kühlere Luftmassen können weniger Wasserdampf aufnehmen als warme, darum kondensiert die Luft zu winzigen Tröpfchen und der Nebel entsteht.

Die gnadenloseste Sonne

Welcher ist der sonnigste Ort der Welt? Die Antwort: Yuma in Arizona. Laut wetter.de ist der Ort, der 100 Kilometer südlich von Quartzsite und 150 Kilometer südwestlich von Phoenix liegt, mit 4015 Sonnenstunden im Jahr Rekordhalter, was Sonnenschein angeht. Im Mittel bedeutet das sage und schreibe 11 Sonnenstunden pro Tag.

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Die Sonne scheint über der Landschaft von Yuma

Yuma hält den Weltrekord in Sonnenstunden
Foto: Getty Images

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