Nicht nur die Inzidenz zählt

Wie das RKI Corona-Risikogebiete definiert

Die gesamte USA ist derzeit noch Risikogebiet.
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Anders als wie von vielen angenommen, ist der Inzidenzwert nicht das einzige Kriterium, nach dem das Robert Koch-Institut (RKI) festlegt, welche Stadt, Region oder Länder zum Corona-Risikogebiet erklärt werden.

Das Robert Koch-Institut überprüft fortwährend, in welchen Regionen und/oder Ländern es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. Doch das ist nicht der einzige Wert, der zur Bestimmung eines Corona-Risikogebietes herangezogen wird.

Zweistufiges Verfahren zur Bestimmung von Risikogebieten

Das Verfahren zur Bestimmung von Risikogebieten ist zweistufig. Im ersten Schritt wird tatsächlich der Inzidenzwert bewertet. Aber obwohl dieser in manchen Regionen über 50 liegt, gelten diese Gebiete nicht zwangsläufig als Risikogebiet. Dafür aber wurden schon Regionen zu solchen erklärt, obwohl ihr Inzidenzwert knapp unter 50 liegt.

Hier kommt der zweite Bewertungsschritt ins Spiel. „Das Auswärtige Amt liefert auf Grundlage der Berichterstattung der deutschen Auslandsvertretungen sowie ggf. des Bundesministeriums für Gesundheit sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat qualitative Berichte zur Lage vor Ort, die auch die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beleuchten“, heißt es auf der Website des RKI. 

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Testkapazitäten und Eindämmungsmaßnahmen entscheidend

Hier spielt eine Rolle, ob es einen lokal begrenzten oder flächendeckenden Ausbruch gab und wie viele Testkapazitäten vorhanden sind. Außerdem wird bewertet, wie viele Tests pro Einwohner durchgeführt wurden und ob der Staat Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ergreift. Dazu zählen unter anderem Hygienebestimmungen und Kontaktnachverfolgungen.

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