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Das müssen Reisende jetzt wissen

RKI aktualisiert Liste der Corona-Virusvarianten- und Hochinzidenz-Gebiete

Corona Hochinzidenz-Gebiete
Aktuell gibt es weltweit 11 Regionen mit Virusvarianten und 44 Hochinzidenz-GebieteFoto: Getty Images

Deutschland hat angesichts der Ausbreitung hochansteckender Virus-Mutationen seine Schutz-Maßnahmen verschärft. Wie Virusvarianten- und Hochinzidenz-Gebiete bestimmt werden und welche Länder aktuell dazugehören – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Die Unterteilung der Corona-Risikogebiete hat seit Anfang des Jahres eine neue Kategorie. Neben Risiko- und Hochinzidenz-Gebieten (und den aktuell wenigen Ländern, die kaum ein Risiko bergen, sich mit dem Coronavirus zu infizieren), gibt es seitdem zusätzlich die Kategorie der Virusvarianten-Gebiete. Hintergrund sind die als besonders ansteckend geltenden Mutationen des Coronavirus, die sich zunehmend auch in Europa ausbreiten. Als Folge sind Reisen in Hochrisiko- und Virusvarianten-Gebiete teilweise komplett verboten oder unterliegen jetzt strikteren Regeln.

Beförderungsverbot aus Virusvarianten-Gebieten

Die Bundesregierung hat ein Beförderungsverbot für Reisende aus Virusvarianten-Gebieten beschlossen. Es gilt vorerst bis zum 28. April 2021, 24 Uhr. Betroffen ist der direkte Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flugzeug aus Ländern, die als Virusvarianten-Gebiete eingestuft werden. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind das „Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter SARS-CoV-2 Virusvarianten“.

Von dem Beförderungsverbot nicht betroffen sind Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik Deutschland sowie weitere Ausnahmen. Allerdings müssen Reisende, die trotz Beförderungsverbot fliegen wollen, mit enormen Einschränkungen bei den Reisemöglichkeiten rechnen.

Die aktuellen Regionen mit Virusvarianten

(Stand: 24. März 2021)

  • Botsuana (Virusvarianten-Gebiet seit 7. Februar 2021; bereits seit 31. Januar 2021 Hochinzidenz-Gebiet; bereits seit 22. November 2020 Risikogebiet)
  • Brasilien (Virusvarianten-Gebiet seit 19. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Eswatini (Virusvarianten-Gebiet seit 31. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Frankreich- das Département Moselle (Virusvarianten-Gebiet seit 2. März 2021; bereits seit 9. Januar 2021 Risikogebiet)
  • Indien (Virusvarianten-Gebiet seit 26. April 2021; Hochinzidenz-Gebiet am 25. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Lesotho (Virusvarianten-Gebiet seit 31. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Malawi (Virusvarianten-Gebiet seit 7. Februar 2021; bereits seit 31. Januar 2021 Hochinzidenz-Gebiet; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Mosambik (Virusvarianten-Gebiet seit 7. Februar 2021; bereits seit 31. Januar 2021 Hochinzidenz-Gebiet; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Sambia (Virusvarianten-Gebiet seit 7. Februar 2021; bereits seit 31. Januar 2021 Hochinzidenz-Gebiet; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Simbabwe (Virusvarianten-Gebiet seit 7. Februar 2021; bereits seit 31. Januar 2021 Hochinzidenz-Gebiet; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)
  • Südafrika (Virusvarianten-Gebiet seit 13. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 Risikogebiet)

Die aktuelle Liste der Risikogebiete kommt vom Robert-Koch-Institut (RKI).

Laut dem RKI wird ein Staat als Virusvarianten-Gebiet eingestuft, wenn sich in ihm eine Corona-Mutation verbreitet, die nicht im Inland auftritt und von der ein besonderes Risiko ausgeht. Dazu gehören etwa leichtere Übertragbarkeit sowie andere Faktoren, die dafür sorgen, dass sich die Infektionsausbreitung beschleunigt, die Krankheitsschwere verstärkt wird oder durch die Immunität in Folge einer Impfung oder bereits durchgemachten Infektion geschwächt wird.

Auch interessant: Wie wird entschieden, wann eine Region kein Risiko- oder Virusvarianten-Gebiet mehr ist?  

Die Corona-Hochrisikogebiete

Neben den Virusvarianten-Gebieten unterliegen auch die sogenannten „Hochinzidenzgebiete“ strikten Reiseregelungen. Hier ist das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus wegen der hohen Fallzahlen besonders groß. Auch in Europa gibt es zahlreiche Gebiete mit einer erhöhten Corona-Ansteckungsgefahr.

Laut dem RKI sind Hochinzidenz-Gebiete „Risikogebiete mit besonders hohen Fallzahlen“. Wie bei den Risikogebieten basiert auch die Einstufung als Hochinzidenz-Gebiet auf einer zweistufigen Bewertung. Im ersten Schritt wird ermittelt, wo es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird anhand mehrerer Kriterien festgestellt, ob ein besonders erhöhtes Infektionsrisiko begründet ist.

Die aktuellen Hochinzidenz-Gebiete

(Stand: 24. April 2021)

  • Ägypten (Hochinzidenz-Gebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Andorra (Fürstentum Andorra) (Hochinzidenz-Gebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit August 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Argentinien (Hochinzidenz-Gebiet seit 18. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Armenien (Hochinzidenz-Gebiet seit 11. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Bahrain (Hochinzidenz-Gebiet seit 14. Februar 2021, bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Bolivien (Hochinzidenz-Gebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Bosnien und Herzegowina (Hochinzidenz-Gebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Bulgarien (Hochinzidenz-Gebiet seit 21. März 2021; bereits seit 1. November 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Cabo Verde (Hochinzidenz-Gebiet seit 25. April 2021; bereits seit 3. Juli 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Chile (Hochinzidenz-Gebiet seit 3. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Ecuador (Hochinzidenz-Gebiet seit 31. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Estland (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 26. Dezember 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Frankreich inkl. aller Übersee-Departments (Hochinzidenzgebiet seit 28. März 2021, bereits seit 21. August 2020 als Risikogebiet ausgewiesen), das Département Moselle gilt weiterhin als Virusvarianten-Gebiet seit 2. März 2021
  • Iran (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Jordanien (Hochinzidenzgebiet seit 7. März 2021; bereits seit 7. Oktober 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Katar (Hochinzidenzgebiet seit 25. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Kolumbien (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Kosovo (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Kroatien (Hochinzidenzgebiet seit 11. April 2021; bereits seit 3. April 2021 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Kuwait (Hochinzidenzgebiet seit 21. März 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Libanon (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Mexiko (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Montenegro (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 17. Juli 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Niederlande inkl. der autonomen Länder und derüberseeischen Teile des Königreichs der Niederlande (Hochinzidenzgebiet seit 6. April 2021; bereits seit 17. Oktober 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Nordmazedonien (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Oman (Hochinzidenzgebiet seit 25. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Palästinensische Gebiete (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 3. Juli 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Paraguay (Hochinzidenzgebiet seit 21. März 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Peru (Hochinzidenzgebiet seit 3. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Polen (Hochinzidenzgebiet seit 21. März 2021; bereits seit 24. Oktober 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Schweden (Hochinzidenzgebiet seit 7. März 2021; bereits seit 15. November 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Serbien (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Seychellen (Hochinzidenzgebiet seit 14. Februar 2021; bereits seit 17. Januar 2021 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Slowenien (Hochinzidenzgebiet seit 24. Januar 2021; bereits seit 1. November 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Sudan (Hochinzidenzgebiet seit 31. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Syrische Arabische Republik (Hochinzidenzgebiet seit 31. Januar 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Tansania (Hochinzidenzgebiet seit 14. März 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Tschechien (Hochinzidenzgebiet seit 28. März 2021; Virusvarianten-Gebiet vom 14. Februar 2021 – 27. März 2021; bereits seit 25. September 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Tunesien (Hochinzidenzgebiet seit 25. April 2021; bereits seit 7. Oktober 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Türkei (Hochinzidenzgebiet seit 11. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Ukraine (Hochinzidenzgebiet seit 11. April 2021; bereits seit 15. Juni 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Ungarn (Hochinzidenzgebiet seit 7. März 2021; bereits seit 1. November 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Uruguay (Hochinzidenzgebiet seit 21. März 2021; bereits seit 20. Dezember 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)
  • Zypern (Hochinzidenzgebiet seit 21. März 2021; bereits seit 1. November 2020 als Risikogebiet ausgewiesen)

Was bedeuten Corona-Virusvarianten und hohe Inzidenz für Reisende in Europa?

Generell gelten für alle Länder, die zu einer der Risiko-Kategorien zählen, Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Reisende, die aus Corona-Risikogebieten in Europa oder weltweit (zurück) nach Deutschland kommen, müssen sich vorher online anmelden und fast überall im Land zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantäneregeln richten sich nach den einzelnen Bundesländern (hier die Übersicht).

Wer sich in den letzten zehn Tagen vor Einreise nach Deutschland in einem Gebiet aufgehalten hat, in dem sich die Mutationen ausbreiten und/oder die Fallzahlen mit dem Coronavirus besonders hoch sind, muss zusätzlich einen Nachweis (ärztliches Zeugnis oder Testergebnis) über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit sich führen und vorzeigen. Der Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden alt sein. Liegt kein Nachweis vor, können Beförderer einen Test direkt vor Abreise verlangen und durchführen. In dem Fall darf bei einer Einreise aus einem Virusvariantengebiet maximal zwölf Stunden vor Abreise getestet werden.

Einzelne Reiseländer in Europa mit Corona-Lage im Überblick:

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