24. September 2026, 19:34 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Süd- und Mittelamerika beherbergen unzählige traumhafte und spannende Reiseziele. Doch wo sind die Pfade noch nicht allzu sehr ausgetreten, wo gibt es vielleicht sogar noch Regionen, die als Geheimtipps genannt werden können? TRAVELBOOK stellt bei seinem diesjährigen TRAVELBOOK Award fünf von ihnen vor. Eins davon ist der Parque Nacional Iberá in Argentinien.
Der Parque Nacional Iberá in Argentinien
Der Nationalpark in Argentiniens Nordost-Provinz Corrientes schützt eine etwa 1500 Hektar große Fläche, eingebettet in das 1,3 Millionen Hektar große Sumpfgebiet Esteros del Iberá. Die Iberá-Sümpfe sind nach dem brasilianischen Pantanal das zweitgrößte Feucht- und Sumpfgebiet der Welt.
Der Nationalpark ist eine unberührte Naturoase aus Wasserläufen, Lagunen und Grasland und Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Wasserschweine, Kaimane, Gelbe Anakondas und Sumpfhirsche leben hier, ebenso wie Pumas, Jaguare, Brüllaffen, Riesenotter, Mähnenwölfe, Füchse und rund 350 Vogelarten.
Was kann man dort erleben?
Die Laguna Iberá wird oftmals für mehrstündige Bootssafaris genutzt, auf denen Besucher Landschaft und etliche Tierarten aus nächster Nähe vom Wasser her entdecken können. Laut der Infoseite argentinien.de sind diese nicht besonders menschenscheu und kommen mitunter nah an die Boote heran.
Neben Erkundungen auf dem Wasser kann der Parque Nacional Iberá auch auf Reittouren entdeckt werden, außerdem auf geführten Wanderungen am Tag und in der Nacht. Zudem können Besucher das riesige Feucht- und Sumpfgebiet mindestens teilweise auf dem Fahrrad durchstreifen.
Die Infoseite rät, Tourenpakete aus Unterkunft, Transfer und Nationalparkführung direkt vorab zu buchen. Bootstouren könnten zudem in der Lodge oder auf dem Campingplatz gebucht werden. Auf der Infoseite wird jedoch gewarnt, dass sowohl die Anreise als auch die Erkundung des Parks angesichts der Infrastruktur, aber auch aus Unkenntnis des Geländes für Individualtouristen herausfordernd sein könnten.
Wann ist die beste Reisezeit?
Der Parque Nacional Iberá und die Esteros del Iberá in Argentinien sind ein ganzjähriges Reiseziel. Laut argentinien.de hängt die beste Reisezeit vor allem davon ab, welche Tiere man dort sehen möchte.
So darf man sich im Frühling (September bis November) etwa auf milde und regenarme Tage freuen, es ist Paarungszeit, jede Menge Mücken, aber auch Insekten, Vögel und Schmetterlinge sind unterwegs. Die Sommer (Dezember bis Februar) hingegen sind heiß, mit Temperaturen bis zu 40 Grad, einer hohen Luftfeuchtigkeit und teils kräftigen Regenfällen. Jetzt brüten Kaimane und Vögel, auf dem Wasser blühen die Pflanzen und man kann mitunter jede Menge kleine Wasserschweine sehen. Im Herbst (März bis Mai) ist es weniger heiß und relativ menschenleer und eine gute Zeit, um Sumpfhirsche zu beobachten. Im deutlich kühleren Winter (Juni bis August) mit durchschnittlich 15 Grad am Tag kommen etliche Besucher in den Nationalpark. Zu dieser Zeit sieht man besonders häufig Kaimane, Gelbe Anakondas und Flussotter.
Anreise im Geländewagen
Im Auto, vorzugsweise Geländewagen, kann man je nach Ankunftsort über mehrere Strecken zum Nationalpark gelangen. So etwa aus der Stadt Mercedes im Süden, aus Ituzaingó im Norden oder Colonia Carlos Pellegrini im Osten. Neben vorab gebuchten Geländewagen-Transfers und Shuttleservices gibt es auch einen eingeschränkten öffentlichen Nahverkehr mit Bussen.
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Lage des Parque Nacional Iberá in Argentinien
Methodik zum TRAVELBOOK Award
Auch in diesem Jahr sagen wir es wieder: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für den Parque Nacional Iberá in Argentinien. Denn: Jedes Geheimtipp-Reiseziel hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in seiner Kategorie ausgewählt.
Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Erstmalig haben in diesem Jahr nicht nur die Leser von TRAVELBOOK, sondern auch die Leser von BILD mit abgestimmt. Insgesamt wurden mehr als 150.000 Stimmen abgegeben, um die Trendreiseziele 2027 küren zu können.