Von der Zugspitze bis in den hohen Norden

Die schrägsten Hotels in Deutschland

Hausboot der Familie Makris
Vielleicht nicht ganz neu, aber immer noch ziemlich ungewöhnlich: Ferien im Hausboot, zum Beispiel auf der Elbe bei Familie Makris.
Foto: Foto: Hausbootferien Elbe/dpa-tmn

Socken, Pflegeprodukte, Kinogutschein: Alle Jahre wieder die gleichen Weihnachtsgeschenke. Wie wäre es stattdessen mit einer Nacht in einem außergewöhnlichen Hotel? Davon gibt es in Deutschland so einige.

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Eisige Partynacht an der Zugspitze

Jeden Winter entsteht es neu, um im Frühling wieder zu schmelzen: das Iglu-Hotel auf dem Zugspitzplatt an Deutschlands höchstem Berg. 50 Gäste pro Nacht finden Platz im Iglu-Dorf. Fast niemand von ihnen lässt sich das Whirlpool-Erlebnis im Freien entgehen, trotz der frostigen Temperaturen. Ganz klein fühlt man sich inmitten der verschneiten Bergwelt. Später helfen Tee und Tanzen unter einer verzierten Eiskuppel im Restaurant- und Barbereich gegen die Kälte.

Die Nacht verbringen die Gäste in Mehrbett- oder Zweier-Iglus. Kameras, Handys und alles andere, was einfrieren kann, wandert mit in den Schlafsack. Mütze über die Ohren – und kein Geräusch dringt durch die dicken Mauern aus Schnee.

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Informationen: Das Iglu-Dorf auf der Zugspitze eröffnet am 28. Dezember. Kunstthema der Saison 2017/18 ist Barock, Tel.: 0041/800/88 08 188, E-Mail: info@iglu-dorf.com.

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Schlafen bei den Spreewaldgurken

Nicht minder ungewöhnlich schläft es sich im Gurkenfass – zu erleben im Spreewald südöstlich von Berlin. In Lübbenau bietet Familie Hanschick fünf „Mini-Hotels“ an. Die Gurkenfässer sind 3,30 Meter lang und haben einen Durchmesser von 2,10 Metern – genug Platz für einen kleinen Vorraum und den Schlafbereich. Dusche, Waschbecken und WC finden sich ums Eck. Die Gäste kommen aus allen Generationen und aus der halben Welt. „Das das bisher älteste Pärchen bei uns war 84 Jahre alt“, erzählt Inhaber Michael Hanschick.

Informationen: Michael Hanschick, Dammstraße 59a, 03222 Lübbenau, Tel.: 03542/21 71

Am Rhein ein Fass aufmachen

Wem Wein lieber ist als Gurken, der ist zum Beispiel in einem Fasshotel am Rheinufer richtig. „Machen Sie mal ein Fass auf und genießen Sie eine kleine Auszeit“ – mit diesem Wortspiel locken die Inhaber der fünf Schlaffässer des „Hotels Anker“ im Wallfahrtort Kamp-Bornhofen in Rheinland-Pfalz. Seit 2015 stehen sie von April bis Oktober als Behausung zur Verfügung. „Man sitzt direkt am Rhein und guckt schräg gegenüber auf die Weinberge von Boppard“, sagt Karen Eriksen von der Inhaberfamilie des Hotels.

Informationen: Fasshotel am Rhein „Hotel Anker“, Familie Eriksen, Rheinuferstraße 46, 56341 Kamp-Bornhofen, Tel.: 06773/215, E-Mail: info@hotel-anker.com.

Betonröhrennacht im Ruhrpott

Das „Parkhotel“ in Bottrop, im Herzen des Ruhrgebietes, lässt mit seinem Namen an britisch angehauchte Nobelunterkünfte denken. Weit gefehlt. Stattdessen schläft man in Betonröhren. Fünf umfunktionierte Kanalrohre – 3 Meter lang und mit einem Durchmesser von 2,40 Meter – warten im Bernepark auf der Emscherinsel mit Doppelbetten, Beleuchtung und Netzstrom auf Gäste. Gezahlt wird, was beliebt. Sanitäranlagen finden sich außerhalb der Röhre, das Frühstück mit Lokalkolorit gibt es in der Nähe „bei Gabi“, einer typischen Ruhrpott-Bude. Betonschlummern kann man von Mai bis Ende September.

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Informationen: Parkhotel, Ebelstraße 25a, 46242 Bottrop.

Auf dem Elbe-Hausboot dem Winterwetter trotzen

Winter wie Sommer lassen sich auch auf dem Wasser genießen – in Norddeutschland zum Beispiel in einem Hausboot auf der Elbe. In Drochtersen kann man sich aussuchen, ob man „Jan“ oder „Ulla“ will. So heißen die Hausboote der Familie Makris, die im Ruthenstrom liegen, einem Seitenarm der Elbe. „Je schlechter das Wetter, desto kuscheliger: Regen, Wind und dann den Kamin auf dem Boot anmachen“, sagt Nicole Makris. Etwa 60 Kilometer sind es nach Hamburg, rund 50 nach Cuxhaven – das Wasser lässt sich gegen eine Landpartie tauschen. „Städtetrips machen unsere Gäste aber eher selten. Wer kommt, sucht Entschleunigung. Die verkrümeln sich gemütlich aufs Boot.“

Informationen: Hausboote von Nicole und Jelle Makris, Schäferstieg 2, 21706 Drochtersen, Tel.: 04143/99 95 89, E-Mail: nmakris@freenet.de.

«Parkhotel»
Schlafen in der Betonröhre: Das «Parkhotel» in Bottrop versteht sich vor allem als ein Ort der Gastfreundschaft. Bezahlt wird nach dem «pay as you wish»-System., Foto: Foto: dasparkhotel/dpa-tmn
«Hotel Anker»
Mit Aussicht auf den Fluss: Schlafen im Weinfass ist am Rheinufer im «Hotel Anker» in Kamp-Bornhofen möglich., Foto: Foto: Torben Eriksen/dpa-tmn
Gurkenfass der Familie Hanschick
Unterkunft für Freunde regionaler Küche: Im Spreewald können Reisende in großen Gurkenfässern übernachten., Foto: Foto: Foto Michaelis/dpa-tmn
Fass zum Übernachten
Spreewald-Gurken sind ein beliebtes Mitbringsel. In Lübbenau können Urlauber bei Familie Hanschick (im Bild) aber sogar in einem riesigen Fass übernachten., Foto: Foto: Foto Michaelis/dpa-tmn
Iglu-Dorf
Ganz schön kalt: Das Iglu-Dorf auf der Zugspitze entsteht jeden Winter, um im Frühjahr wieder zu schmelzen - eine sehr vergängliche Unterkunft., Foto: Foto: iglu-dorf.com/dpa-tmn
Hausboot der Familie Makris
Schwimmende Unterkunft: Auf der Elbe können Urlauber Hausboote mieten, zum Beispiel bei Familie Makris in Drochtersen., Foto: Foto: Hausbootferien Elbe/dpa-tmn
Bett im Iglu-Dorf
Nachtruhe bei eisigen Temperaturen: Warm einpacken ist ein Muss im Iglu-Dorf., Foto: Foto: iglu-dorf.com/dpa-tmn
Fass-Hotel «Anker»
Klein, aber ziemlich besonders: das Fass-Hotel «Anker» in Kamp-Bornhofen in Rheinland-Pfalz., Foto: Foto: Torben Eriksen/dpa-tmn
Hausboot der Familie Makris
Vielleicht nicht ganz neu, aber immer noch ziemlich ungewöhnlich: Ferien im Hausboot, zum Beispiel auf der Elbe bei Familie Makris., Foto: Foto: Hausbootferien Elbe/dpa-tmn

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