Aus der beliebten Vox-Sendung

Gibt es das „First Dates“-Restaurant wirklich?

Koch Roland Trettl (2. v.l.) mit seinem Team im „First Dates“-Restaurant
Der deutsch-italienische Koch Roland Trettl (2. v.r.) mit seinem Team im „First Dates“-Restaurant
Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius

In der Vox-Sendung „First Dates – Ein Tisch für Zwei“ bringt Gastgeber und TV-Koch Roland Trettl seit März 2018 Woche für Woche Singles an einen Tisch, die sich zuvor noch nie gesehen haben. Gespeist wird in einem schicken Restaurant in Köln, die Kandidaten können zwischen edlen Gerichte wie Kalbsbäckchen, gebeiztem Lachs oder gegrilltem Spargel wählen. Aber: Kann eigentlich jeder dort essen, auch ohne Kandidat in der Sendung zu sein? TRAVELBOOK hat nachgefragt.

Fein gedeckte Tische, eine stylische Bar und eine gemütliche Sofa-Ecke: Auf den ersten Blick sieht am Drehort von „First Dates – Ein Tisch für Zwei“ alles aus wie in einem ganz normalen Restaurant der gehobeneren Art.

Grund genug, einmal der nahe liegenden Frage nachzugehen: Gibt es das „First Dates“-Restaurant tatsächlich? Oder anders gefragt: Kann man dort speisen, auch ohne Kandidat zu sein? „Nein“, erklärt Vox-Sprecher Niklas Fauteck auf Nachfrage von TRAVELBOOK. „Die Dreharbeiten finden in einer Halle in Köln-Ehrenfeld statt.“ Für die Sendung sei die Halle in ein Restaurant umgebaut und mit möglichst unauffälligen ferngesteuerten Kameras versehen worden. Dadurch sollen sich die Singles nicht wie Kandidaten in einem TV-Studio fühlen, sondern „wie völlig ungestörte Gäste in einem echten Restaurant.“

First Dates - Ein Tisch für Zwei“

Zwei Teilnehmer der Sendung beim Essen. Die Personen an den anderen Tischen sind entweder ebenfalls Teilnehmer oder Komparsen.
Foto: Vox /„First Dates – Ein Tisch für Zwei“

Auch interessant: Die 50 besten Restaurants der Welt

Wer die anderen Restaurantbesucher sind

Und wer sind die anderen Restaurantbesucher, die im Hintergrund mal an der Bar, mal beim Essen zu sehen sind? Einerseits handelt es sich Vox-Sprecher Fauteck zufolge um Komparsen, die extra für die Sendungsaufzeichnung engagiert wurden. Wer „First Dates“ regelmäßig verfolgt, dem wird zudem aufgefallen sein, dass teilweise Teilnehmer aus unterschiedlichen Episoden zeitgleich beim Daten zu sehen sind.

Wer also selbst mal im „First Dates“-Restaurant speisen und die Crew um Roland Trettl kennenlernen möchte, dem bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder man wird selbst Kandidat in der Sendung – das kann im Prinzip jeder, der Single ist und sich verlieben möchte. „Egal wie alt du bist, woher du kommst, was du beruflich machst -bei ‘First Dates – Ein Tisch für zwei‘ bist du herzlich willkommen“, heißt es dazu auf der Webseite. Bewerben kann man sich hier.

Komparse im „First Dates“-Restaurant werden

Möglichkeit zwei, einmal im TV-Restaurant zu speisen: Man bewirbt sich als Komparse. Hier gilt es, die Augen nach entsprechenden Job-Inseraten offen zu halten. Zuletzt suchte die Produktionsfirma Warner.Bros Deutschland im Mai auf dem speziell für Medienschaffende ausgerichteten Online-Jobportal Jobwrk.com nach Komparsen im Alter von 20 bis 60 Jahren für „First Dates“. Laut Inserat gibt es für einen drei- bis fünfstündigen Drehtag eine Gage von 10 Euro brutto pro Stunden inklusive einer kostenfreien Speise und Getränken. „Gerne könnt Ihr euch auch direkt als Paar bewerben“, heißt es weiter. Ob man für den Einsatz als Restaurantgast spezielle Schauspielerfahrung braucht, geht aus dem Inserat nicht hervor.