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So vermeiden Sie Ärger im Urlaub

12 Dinge, die Sie in Thailand besser nicht tun sollten!

Ein Jetski in Thailand mieten? Nicht unbedingt die beste Idee.
Jetski in Thailand mieten? Nicht unbedingt die beste Idee.Foto: picture alliance / imageBROKER | Katja Kreder

Wie in anderen Ländern können sich Urlauber auch in Thailand schnell Ärger einhandeln, wenn sie die im Land geltenden Verbote und Regeln missachten. Was anderswo unter Umständen erlaubt ist oder geduldet wird, kann in Thailand hart bestraft werden. Manchmal sogar mit Gefängnis. Auch werden viele Thailand-Urlauber – oftmals aus Unwissenheit – abgezockt. TRAVELBOOK listet zwölf Dinge auf, die Touristen in Thailand besser nicht tun sollten.

Thailand-Touristen, die im Urlaub Ärger vermeiden und nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten möchten, sollte diese 12 No-Gos beachten:

1. Ins falsche Taxi steigen

Die gute Nachricht ist: In Thailand gibt es fast überall so genannte „Metered“- oder „Public“-Taxen, deren Fahrer nach Taxameter abrechnen. Die schlechte Nachricht ist: Es gibt leider auch zahlreiche Taxifahrer, die sich weigern, den Taxameter einzuschalten und von Touristen am Ende den doppelt- bis dreifachen Preis kassieren. Wenn ein „Metered“-Taxifahrer den Taxameter auch nach Aufforderung nicht einschaltet, sollte man am besten gleich wieder aussteigen und ein anderes Taxi nehmen.

„Metered“-Taxen in Thailand haben ein Schild mit der Aufschrift „Taxi-Meter“ auf dem Dach und sind meist gelb-grün, pink oder hellblau. Auf dem Suvarnabhumi Airport, Bangkoks internationalem Flughafen, befindet sich die Haltezone für die „Public“- bzw. „Metered“-Taxen im ersten Stockwerk (Level 1). Eine Fahrt vom Flughafen ins Zentrum von Bangkok dauert je nach Verkehrsaufkommen zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Je nach Ziel kostet die Fahrt zwischen 450 und 600 Baht (umgerechnet zwischen 12 und 16 Euro). Günstiger und schneller ist man mit dem Airport Rail Link am Ziel. Der Shuttle-Zug fährt alle 45 Minuten vom Flughafen in die Innenstadt.

Gängig in Thailand sind auch so genannte Limousinen-Fahrdienste mit schicken, komfortablen Pkw. Die Fahrten sind allerdings meist doppelt so teuer.

Günstiger als „Metered“-Taxen sind in Thailand Sammeltaxen (Mini-Vans und so genannte Songthaews) sowie Tuk Tuks.

2. Tempel mit Shorts und Tank-Tops betreten

In den meisten Tempeln reicht es allerdings aus, nur die Oberarme, Oberschenkel und Knie bedeckt zu halten. Das heißt: Kurzärmelige (nicht ärmelfreie!) Shirts, Blusen und Hemden sowie mehr als halblange Hosen, Kleider und Röcke werden bei Touristen meist toleriert. Zu beachten ist außerdem, dass vor dem Betreten eines Tempels die Schuhe ausgezogen werden müssen.

3. Nackt baden oder oben ohne am Strand liegen

4. E-Zigarette im Koffer haben

E-Zigaretten (auch  IQOS) oder alle anderen Verdampfer zählen zu den absoluten No-Gos in Thailand. Denn in Thailand sind sowohl die Einfuhr, der Kauf, der Verkauf wie auch das Rauchen von E-Zigaretten u. ä. verboten. Eine Missachtung des Verbots kann mit einer hohen Geld- oder Haftstrafe bis zu fünf Jahren belegt werden, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Webseite. Das Rauchen handelsüblicher Zigaretten ist grundsätzlich erlaubt (ausgenommen rauchfreie Zonen). Zu beachten ist, dass Rauchen in Thailand auch an einigen Stränden verboten ist (TRAVELBOOK berichtete). Bei Verstößen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und/oder Geldstrafe bis zu 100.000 Baht (ca. 2700 Euro).

5. Nicht vollständig gegarten Fisch oder Fleisch essen

Thailand ist berühmt für sein Street Food. In den Garküchen an der Straße und auf Märkten brutzeln auf den Holzkohlengrills leckere Saté-Spieße, Hühnerkeulen und Meeresfrüchte. Es kommt allerdings vor, dass Fisch und Fleisch nicht völlig durchgegart sind. Oder dass Früchte nicht von sauberer Hand geschält und der Salat nicht mit ganz lupenreinem Wasser gewaschen wurden. Daher sollten Touristen, insbesondere solche mit empfindlichen Mägen, sehr genau darauf achten, was und wo sie essen. Nicht ohne Grund zählen Durchfallerkrankungen nach wie vor zu den häufigsten Erkrankungen bei Thailand-Touristen.

Einige Hygiene-Maßnahmen können ebenfalls vor Krankheiten schützen: regelmäßig Hände waschen und desinfizieren und niemals Leitungswasser, sondern immer nur sicher abgefülltes Flaschenwasser trinken und damit auch die Zähne putzen.

6. Ein Moped mieten

Die gute Nachricht lautet: In Thailand kann man vielerorts Mopeds relativ preiswert für 250 bis 300 Baht (zwischen 7 und 8 Euro) pro Tag mieten. Bei längerer Mietdauer kommt man sogar noch günstiger weg. Jetzt die schlechte Nachricht:

Wer dennoch das Risiko eingeht und in Thailand ein Moped mietet, sollte das Fahrzeug vor Vertragsabschluss unbedingt eingehend prüfen, etwaige vorhandene Schäden fotografieren, vom Vermieter protokollieren und unterschreiben lassen. Andernfalls könnte es passieren, dass man auch für Schäden, die man nicht selbst verschuldet hat, zur Kasse gebeten wird. Außerdem sollten Bremsen, Reifen, Beleuchtung etc. gründlich überprüft werden.

Obgleich beim Moped- und Motorradfahren in Thailand das Tragen eines Helms Pflicht ist, fahren viele Touristen ohne Helm. Das kann nicht nur gefährlich werden, sondern kostet, wenn man erwischt wird, auch mindestens 500 Baht (ca. 13 Euro) Strafe.

Besonders leichtsinnige Touristen – und das sind leider die meisten – fahren in Thailand mit Shorts, Träger-Top und Flip-Flops Moped. Viele Männer schwingen sich auch nur mit nacktem Oberkörper, Frauen mit Bikini-Oberteil auf den Roller – allesamt No-Gos und obendrein extrem gefährlich.

7. Versehentlich in zwielichtige Massagesalons tappen

Massagen werden in Thailand so gut wie an jeder Ecke angeboten. Auf einer Liege an der Straße, auf einer Matte am Strand und auch in Massagesalons. Bei den meisten Massagesalons in Thailand handelt es sich zwar um seriöse Salons, in denen u. a. Fußreflexzonen-, Schulter-Nacken- und Ölmassagen angeboten werden, andere wiederum locken Kunden mit erotischen Massagen. Solche Massagesalons erkennt man in der Regel daran, dass die Fenster verhangen sind und von der Straße nicht einsehbar sind. Vor solchen Salons stehen meist auch leicht bekleidete Frauen und Transvestiten, die Kunden werben.

8. Auf der Straße etwas kaufen, ohne zu handeln

Manche Thailand-Newbies freuen sich über die vergleichsweise günstigen Preise, wenn sie in Thailand auf einem Markt oder an einem Straßenstand das eine oder andere vermeintlich preiswerte Souvenir erstehen. Oft geht es aber noch deutlich günstiger. Denn viele Händler in Thailand versuchen, Touristen abzuzocken und rufen horrende (Start-)Preise auf. Im Gegenzug wird allerdings erwartet, dass Touristen handeln. Und das funktioniert in Thailand (und in den meisten anderen südostasiatischen Ländern) so: Händler und Käufer tippen wechselseitig ihre Preisvorstellungen in einen Taschenrechner ein, bis man sich auf einen Preis geeinigt an. Touristen sollten beim Feilschen jedoch berücksichtigen, dass die Händler auch etwas verdienen wollen und die Preise nicht unverschämt nach unten drücken.

In „normalen“ Geschäften, Kaufhäusern und Einkaufszentren sind die Preise in der Regel fix und nicht nicht verhandelbar. Vielerorts werden jedoch (Touristen-)Rabatte angeboten.

9. Finger weg von allen Drogen!

Somit zählen Drogen zu den absoluten No-Gos in Thailand.

10. Jetskis mieten

Jetskis zu mieten, ist ohnehin nicht ganz preiswert. Selbst in Thailand, wo die Preise in der Regel deutlich günstiger sind als in Europa, kosten 15 Minuten Jetskifahren durchschnittlich 1000 bis 1200 Baht (um die 30 Euro). Wenn man dann allerdings noch für Kratzer und Dellen bezahlen muss, die man u. U. gar nicht verschuldet hat, ist man in Thailand für 15 Minuten Spaß eventuell gleich ein paar tausend Euro los. Denn leider gibt es unter den Jetski-Vermietern in Thailand einige schwarze Schafe, die Touristen für Schäden haftbar machen, die sie selbst gar nicht verschuldet haben.

Bei Mopeds beispielsweise ist es deutlich einfacher als bei Jetskis, eventuell bereits vorhandene Schäden festzustellen. Da der Rumpf eines Jetskis meist im Wasser liegt, lässt er sich auf Oberflächenschäden kaum überprüfen. Hinzu kommt, dass Jetski-Verleiher in Thailand meist keinen ausreichenden Versicherungsschutz anbieten. Daher sollten Thailand-Urlauber besser aufs Jetskifahren verzichten.

Auch interessant: Wann ist die beste Reisezeit für Thailand?

11. Tiershows besuchen

Insbesondere im Norden von Thailand sowie in den südlichen Urlaubsregionen werden Tiershows leider als Touristenattraktion vermarktet. Elefanten-, Affen-, Schlangen- und Krokodilshows stehen auf dem Programm der meisten lokalen Tour-Veranstalter. Oft werden die Tiere jahrelang gequält und misshandelt, bevor sie für den Tourismus eingesetzt werden. Touristen sollten zum Schutz der Tiere sämtliche Veranstaltungen mit Tieren meiden – und Tiershows aller Art als No-Gos betrachten.

12. Korallen beschädigen

Viele Korallen in Thailand sind durch unvorsichtige Touristen zerstört worden. Besonders gelitten haben in den letzten Jahrzehnten u. a. das Riff vor der Insel Koh Phi Phi Leh, auf der sich die durch den Hollywoodfilm „The Beach“ bekannte Maya Bay befindet (TRAVELBOOK berichtete), oder auch der Tauch- und Schnorchelspot „Japanese Garden“ bei Koh Nang Yuan, eine Nachbarinsel von Koh Tao im Südosten von Thailand.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Touristen beim Tauchen oder Schnorcheln Korallen mutwillig abbrechen oder mit ihren Flossen beschädigen: Absolute No-Gos! Taucher und Schnorchler, insbesondere Anfänger, sollten sich daher unter Wasser besonders vorsichtig bewegen und dort auch nichts berühren.

Die Autorin dieses Beitrags hat auch einen Online-Reiseführer über Thailand mit zahlreichen Reisetipps geschrieben.

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