Wenn man hier liegt und übers Wasser schaut, erscheint es nur logisch, wie das riesige Binnengewässer einst zu seinem etwas irreführenden Beinamen „Meer“ gekommen ist. TRAVELBOOK hat die besten Tipps für Urlaub am Steinhuder Meer.
Das Steinhuder Meer ist nach der Müritz der zweitgrößte See, der vollständig innerhalb Deutschlands liegt. Das in der Eiszeit entstandene natürliche Gewässer ist ein Paradies für Badeurlauber, Surfer und Naturliebhaber. Ein etwa 35 Kilometer langer Rundwanderweg kann auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die bekanntesten Urlaubsorte sind Steinhude und Mardorf.
Das Steinhuder Meer ist seit etwa Anfang des 20. Jahrhunderts das nächste und beliebteste Urlaubsgebiet der Menschen aus dem etwa dreißig Kilometer entfernten Hannover. Aus diesem Grund wird der 30 Quadratkilometer große See auch die „Adria Hannovers“ genannt. Bis vor einigen Jahrzehnten war der nur knapp drei Meter tiefe See Eigentum des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe. Heute gehört nur noch die Insel Wilhelmstein, eine öffentlich zugängliche Ausflugsattraktion, der Familie.
Gäste genießen die Sonne an der Promenade des Steinhuder Meers Foto: dpa Picture Alliance
Künstliche Badeinsel
Eine künstlich angelegte Badeinsel ist am Steinhuder Meer in Steinhude nur für Fußgänger und Radfahrer über eine Brücke erreichbar. Surfer und Segler können von dort aus starten, Motorboot fahren ist auf dem See tabu.
Insel Wilhelmstein
Die Insel Wilhelmstein gehört zu den Attraktionen des Steinhuder Meers. Im 18. Jahrhundert ließ dort Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe eine Festung errichten. Heute kann man von April bis Oktober mit dem Ausflugsschiff von Steinhude sowie von Mardorf aus dorthin gelangen. Eine Fahrt kostet 4 Euro für einen Erwachsenen hin und zurück. Kinder bis 13 Jahren zahlen 2,50 Euro, die Mitnahme eines Fahrrads kostet 2,50 Euro. Auf der Insel gibt es ein Café-Restaurant und ein kleines Museum.
Die Festung Wilhelmstein auf der gleichnamigen künstlich angelegt Insel Foto: dpa Picture Alliance
Aale und Hechte aus dem Steinhuder Meer
Bevor die Touristen kamen, lebten am Steinhuder Meer vor allem Fischer und Weber. Die im See gefangenen Aale und Hechte gehören noch heute zu den überregional bekannten gastronomischen Spezialitäten vor Ort. Man kann die Fische für zu Hause, beispielsweise den Räucheraal, kaufen oder in einem der zahlreichen Restaurants und Gaststätten in Steinhude oder Mardorf genießen.
Der Rundwanderweg am Steinhuder Meer führt mitten durch einen Naturpark mit seinen Feuchtwiesen. Es ist eines der größten Vogelschutzgebiete Norddeutschlands. Von mehreren Aussichtstürmen aus können Naturliebhaber die Feuchtwiesen und Moore jenseits des Sees beobachten.
Lage des Steinhuder Meers:
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