In Berlin

Auf den Spuren der ehemaligen DDR – diese 13 Relikte können Sie besuchen

Berliner Mauerweg
Berlin ist voll von alten DDR-Relikten – wie diesem Überwachungsturm im Treptower Park auf dem Mauerweg
Foto: dpa Picture-Alliance

Die DDR ist längst Geschichte, in manchen Köpfen und an vielen Plätzen vor allem in der Hauptstadt lebt sie aber weiter. TRAVELBOOK zeigt 13 Orte in Berlins Osten, die heute noch (fast) so aussehen wie damals.

– egal, ob bei einer geführten Tour oder bei der Besichtigung auf eigene Faust. TRAVELBOOK hat 13 Orte anlässlich des Mauerfall-Jubiläums zusammengesucht – natürlich gibt es in Berlin noch viele mehr.

13 „DDR-Orte“ zum Entdecken in Berlin

East Side Gallery

East Side Gallery

Die East Side Gallery ist das längste, noch stehende Stück Berliner Mauer
Foto: Getty Images

Wohl jedem Berliner und Berlin-Besucher bekannt ist das längste, noch erhaltene Stück der Berliner Mauer, die East Side Gallery. Zu finden ist die in der Mühlenstraße 3-100 in Friedrichshain. 1990 wurde sie auf 1.316 Metern von 118 internationalen Künstlern bemalt. Die Street Art wurde seither mehrfach restauriert.

Karl-Marx-Allee

Karl-Marx-Allee

Die Karl-Marx-Allee war einst die Prestige-Straße des Berliner Ostens
Foto: Getty Images

Der einstige Pracht-Boulevard der DDR, der erst Stalinallee hieß und inzwischen Karl-Marx-Allee heißt, ist bis heute ein imposantes Stück Zeitgeschichte. Die Wohnhäuser, genannt Stalinbauten, stehen inzwischen unter Denkmalschutz. Neben den einstigen Prestigebauten der DDR finden sich auf der Allee zwischen Frankfurter Tor und Alexanderplatz weitere DDR-Relikte, wie das ebenfalls denkmalgeschützte Kino International und das Café Moskau.

Bernauer Straße

Am einstigen Grenzstreifen in der Bernauer Straße 111 werden Besucher mit Gedenkstätte und Dokumentationszentrum an die Mauer und die Menschen erinnert, die beim Versuch sie zu überwinden, getötet wurden.

Mauerweg

Nicht nur in der Innenstadt gibt es Teile der Mauer zu bestaunen. Auch auf dem 160 Kilometer langen Mauerweg in Berlin und Brandenburg gibt es viel zu entdecken – zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Der Weg wurde entlang des einstigen Mauerverlaufs installiert und informiert heute mit zahlreichen Denkmälern, Tafeln und Ausstellungen über seine Geschichte.

Fernsehturm

Berliner Fernsehturm

Der Fernsehturm – ein Wahrzeichen Berlins. Erbaut wurde er zu DDR-Zeiten.
Foto: Getty Images

Der Fernsehturm am Alexanderplatz ist DAS Wahrzeichen der Hauptstadt, mit seinen 368 Metern das höchste Bauwerk des Landes – und ein Relikt aus DDR-Zeiten. Der Fernsehturm mitsamt Kugel wurde 1969 gebaut und bis zur Wiedervereinigung ein DDR-Wahrzeichen.

Alexanderplatz

Auch der Alexanderplatz an sich gehört zu den bekanntesten und zentralen DDR-Schauplätzen, die heute noch intakt sind. Auf und rund um den Platz stehen bis heute Erinnerungsstücke und Gebäude, die hier zwischen Kriegsende und Mauerfall hingestellt wurden. Dazu gehört zum Beispiel die noch immer existierende und funktionierende Weltzeituhr. Die wurde im Zuge der Umgestaltung des Alexanderplatzes installiert und ist bis heute Touristenmagnet. Auch der Brunnen der Völkerfreundschaft steht noch immer und auf dem Alexanderplatz. Wie die Weltzeituhr war auch der Brunnen Teil der großen Umbauarbeiten des ikonischen Platzes in den späten Sechziger Jahren.

Hochhäuser am Alexanderplatz

Haus des Lehrers Berlin Deutschland

Das Haus des Lehrers im der Otto-Braun-Straße in Berlin Mitte Foto: dpa Picture-Alliance

Das Haus des Lehrers war das erste Hochhaus am Alexanderplatz. Das Besondere: um die DDR-typische Kastenform herum verläuft ein Bild aus 80.000 Mosaiksteinen, das Alltagssituationen aus dem DDR-Leben zeigt. Es folgten das Haus des Reisens und das Haus des Berliner Verlages. Alle drei stehen inzwischen unter Denkmalschutz.

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Ernst-Thälmann-Park

Nicht ganz so zentral gelegen ist die riesige Statue des einstigen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei, Ernst Thälmann. Das 14 mal 15 Meter große und 50 Tonnen schwere Denkmal steht im gleichnamigen Park im Stadtteil Prenzlauer Berg an der Greifswalder Straße. Aktuell wird über den Verbleib der Statue diskutiert. Wer sich auf den Weg zur kampflustig die Faust in die Höhe streckenden Thälmann-Statue macht, kann in der Nähe gleich das immer noch triste Achtziger-Jahre-Wohngebiet Ernst-Thälmann-Park anschauen, genauso wie das Zeiss-Großplanetarium, das 1987 eröffnet wurde.

Checkpoint Charlie

Der einstige Grenzübergang Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße 43 bis 45 ist heute einer der bekanntesten Touristenattraktionen in Mitte. Zu DDR-Zeiten verband der bekannte Grenzübergang den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor.

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Museumswohnung

Wer wissen will, wie es sich in einer Ost-Platte so lebte, fährt nach Hellersdorf. In der Museumswohnung WBS 70 in der Hellersdorfer Straße 179 scheint die Zeit stehengeblieben zu sein: Auf 61 Quadratmetern stehen in drei Zimmern typische DDR-Möbel, neben den Standard-Blümchenbildern an den Wänden und stehenden wie hängenden Nostalgielampen.

Stasimuseum

Auch das Büro des ehemaligen Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, kann besichtigt werden. Das sieht ebenfalls aus wie damals und befindet sich im einstigen Ministerium für Staatssicherheit, heute Stasimuseum, in der Ruschestraße 103 im Haus 1.

Gedenkstätte Hohenschönhausen

Gut erhalten ist auch das einstige Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen. Das ist heute eine Gedenkstätte und zeigt, wo Kritiker des DDR-Regimes inhaftiert wurden. In Führungen wird erzählt, wie die Gefangenen hier gefoltert wurden. Die Gedenkstätte befindet sich in der Genslerstraße 66.

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Spreepark

Intakt ist er nicht mehr, besucht werden kann er aber trotzdem: Der Spreepark im Plänterwald wurde 1969 als Kulturpark Plänterwald eröffnet und war der einzige Freizeitpark der Deutschen Demokratischen Republik. Heute können sich Besucher über das verfallene Gelände führen lassen.