Australien

Die besten Reisetipps! 13 Dinge, die Sie in Melbourne tun sollten

Melbournes Skyline hinterm Brighton Beach
Aussicht auf die Skyline Melbournes und die ikonischen bunten Strandhäuschen am Brighton Beach
Foto: Getty Images

Kaffeeliebhaber verzehren sich nach ihr, Sportbegeisterte schmücken sie in jeder der zahlreichen Draußen-Flächen und Kulturbegeisterte brauchen Tage, wenn nicht Wochen, um mindestens ihre Must-See-Liste durchzuarbeiten. Und dann ist da auch noch jede Menge aufregende Natur. Melbourne im australischen Bundesstaat Victoria ist die entspannte und ständig gut gelaunte Schwester Sydneys in New South Wales – und für viele sogar noch sehens- und lebenswerter. TRAVELBOOK-Autorin Anna Wengel hat eine Liebesliste an Dingen aufgestellt, die Melbourne-Besucher unbedingt tun und sehen sollten.

Kaffee trinken

Ja, diesen Tipp meine ich ganz ernst. Bis auf eine einzelne Ausnahme (in Brooklyn, New York) habe ich noch nirgendwo auf der Welt besseren Kaffee getrunken als in Melbourne. Die besten übrigens im Café Green Refectory im Stadtteil Brunswick. Fast genauso toll ist der im The Providore in Deepdene. Und auch an anderen Stellen in der Stadt waren die Kaffees fast immer überragend gut. Deshalb stimme ich den Melburnians zu die behaupten, ihre Stadt sei DIE Kaffee-Hauptstadt schlechthin. Und mit dieser Meinung sind wir nicht allein. Die Reise-Buchungsseite „Booking.com“ kürte den Kaffee in Victorias Hauptstadt laut „Herald Sun” zum besten der Welt.

Brunswick und Brunswick Street

Stylisches Hipstervolk flaniert in Brunswick und der gleichnamigen Straße im Stadtteil Fitzroy vorbei an schmucken Häusern der Viktorianischen und Edwardischen Epochen, durch die diversen Second- und First-Hand-Shops und sitzt in den zahlreichen Kaffeehäusern, Restaurants und Bars. Schnell wird hier von Touristen ein Vergleich zu Berlin gezogen. Mehr zu Brunswick, Brunswick Street und dem Vergleich mit der deutschen Hauptstadt lesen Sie hier.

Kultstätte St. Kilda

Lust auf stylische Hippiekultur? Dann sollten Sie sich St. Kilda nicht entgehen lassen. Der Stadtstrand und die ihn umgebenden Straßen ziehen sie alle an: akrobatische Feuertänzer, Liebhaber guter Drum Circles, Boho-Stylos, trendverrückte Modemädchen, Backpacker und barfuß laufende Dreadlockträger ohne BH. Nicht weit vom Kultstrand entfernt finden Sie hippe Bars und Restaurants mit ähnlich hippem Publikum sowie den alteingesessenen und inzwischen klar kultigen Luna Park.

Luna Park Melbourne

Der historische Vergnügungspark Luna Park in Melbournes Stadtteil St. Kilda ist seit 1912 in Betrieb
Foto: Anna Wengel

Hippiesonntag in den Edinburgh Gardens

Ein ähnliches (oder das gleiche) Publikum findet sich an Sonntagen in den Edinburgh Gardens. Der Park im Stadtteil Fitzroy verwandelt sich an diesem Tag in ein Mini-Hippiefestival mit Acro-Yoga und Hula Hoop sowie erneut diversen Feuerkünstlern, die hier zu Musik mit brennenden Stäben, Schwertern und Kugeln um sich werfen.

Gruseliges Street-Art-Paradies Hosier Lane

Gruselstimmung finden Geisterfreunde an vielen sogenannten „haunted places“ in Melbourne. Ein ganz besonderer ist die Hosier Lane im East End, eine Kopfstein-gepflasterte Gasse mit jeder Menge Street Art – und Wohnort keines Geringeren als dem Geist von Jack the Ripper. Vielleicht jedenfalls. Dem Geist auf der Spur ist bei TRAVELBOOK übrigens dieser Text zur Hosier Lane erschienen.

Hosier Lane Melbourne

Die Hosier Lane in Melbourne ist Pilgerort vieler Street-Art-Liebhaber und Spukort eines wohl prominenten Geistes
Foto: Anna Wengel

William Ricketts Sanctuary und Mount Dandenong

Ein bisschen gruselig ist es auch hoch oben auf Mount Dandenong. Nämlich dann, wenn Sie das Williasm Ricketts Sanctuary betreten. Der gleichnamige Künstler hat hier 92 fast lebensecht aussehende Lehmfiguren hingestellt, die diversen Aborigines nachempfunden sind und Besucher überall in der Draußen-Galerie angucken.

Die besondere Galerie steht auf dem Stadtberg Melbournes, der allein schon eine Reise wert ist. Kurve um Kurve führt die Straße den Berg hinauf, gesäumt von dichtem Busch, eingehüllt in den besonderen Eukalyptus-Duft. Oben angekommen können neben dem Künstler-Heiligtum auch jede Menge kleiner Geschäfte besichtigt, verschlungene Wanderwege gelaufen und Melbourne aus der Ferne angeguckt werden. Vom Aussichtspunkt Burkes Lookout sehen Sie ganz klein die Skyline der Stadt und erleben am Abend ein zum Horizont intensiver leuchtendes Lichtermeer.

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Mornington Peninsula

Die hexenschuhartig geformte Mornington Peninsula gehört stückweise noch zu Greater Melbourne und sollte unbedingt mindestens ein Tagesziel sein. Besser wären mehrere Tage. Zahlreiche schöne Strände und unzählige Spaziergangs-Möglichkeiten gibt es hier, genauso wie kleine, charmante Ortschaften. Ein Lieblingsort ist hier ganz klar Arthurs Seat. Vom Berg aus schaut man auf die Halbinsel und Port Philip Bay und kann bei gutem Wetter ganz klein die Skyline von Melbourne sehen. Zahlreiche Paare und andere Liebhaber kitschiger Naturromantik fahren zum Sonnenuntergang zu dem Aussichtspunkt.

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Arthurs Seat Melbourne

Aussicht von Arthurs Seat auf Mornington Peninsula und Port Philip Bay bei Sonnenuntergang
Foto: Anna Wengel

Wer ohnehin schonmal da ist, sollte sich auch den Rest der Mornington Peninsula anschauen. Im Süden der Halbinsel findet sich etwa ein unbedingt zu empfehlendes Strand-Highlight inklusive hübschem Waldwanderweg: Bushranger’s Bay Rock Pool und Walking Track. Da gibt es auch jede Menge Kängurus zu sehen. Auch das elegante Sorrento ist ein schönes Ziel, ebenso wie die Fischerdörfer entlang der Küste.

Und wer noch ein bisschen mehr Zeit hat, fährt weiter zum Wilsons-Promontory-Nationalpark – einer unfassbar schönen Naturoase, nur wenige Stunden von der Stadt entfernt.

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Stadtstrände durchtesten

Apropos Strände: Die sind auf der Mornington Peninsula und drumherum sehr schön, Melbourne hat aber auch in Stadtnähe diverse nette Strände wie etwa Elwood Beach, Brighton Beach mit seinen ikonischen bunten Häusern oder auch die Half Moon Bay. Die sind vielleicht alle nicht ganz so aufregend wie die Traumbuchten und -strände außerhalb der Stadt, dafür müssen Besucher – je nach Unterkunftsort – nicht weit fahren.

In Parks und Gärten entspannen

Australiens Natur ist aufregend, weil wild und üppig und voller fast nur hier lebender Tierarten wie Kängurus, Wombats und Koalas. Und die findet sich nicht nur außerhalb der Städte, sondern auch mitten drin. Melbourne hat neben Stränden und buschigem Berg auch zahlreiche Parks, wie zum Beispiel den Westerfolds Park und den Yarra Flats Park in den Suburbs Templestowe und Eaglemont – und mindestens im Westerfold leben jede Menge Kängurus.

 

Selbst im Innenstadtbereich findet sich properes Grün: der Royale Botanische Garten ist eine Idylle mit rund 12.000 Pflanzenarten. Eine weitere schöne Gartenanlage sind die Carlton Gardens, zu denen auch das opulente Royal Exhibition Building gehört. Die hübsche Gartenanlage mit ihren prachtvollen Bauwerken, charmanten Springbrunnen und Grünflächen gehört übrigens zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten.

Sport machen und gucken

Melbourne ist eine Hochburg zahlreicher Sportarten, die Sie entweder gleich selbst machen oder mindestens angucken sollten. Ein jährliches Großereignis sind die weltbekannten Australian Open. Melbourne ist außerdem Heimat des Melbourne Cricket Ground, kurz MCG, in dem Australian Football und Cricket gespielt werden. Auch Konzerte und internationale Großveranstaltungen wie einst die Olympischen Sommerspiele (1956) wurden und werden hier veranstaltet. Nutzen Sie Ihren Aufenthalt unbedingt, um sich mindestens eine Sportveranstaltung anzuschauen – allein das fröhliche Mitfiebern der sportbegeisterten Lokalpatrioten ist es wert. Und wenn Sie wie ich wenig Ahnung von Sportarten haben, entdecken Sie hier vielleicht etwas, das Sie noch nie zuvor gesehen haben.

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Piano Bar

Ein Geheimtipp für den (Donnerstag-)Abend: die Murmur Piano Bar in der Warburton Lane in der Innenstadt. Die sieht aus und fühlt sich an, wie ich mir Piano Bars zu Billy Joels Zeiten vorstelle – und hat mit Matt Ganim eine lokale Legende am Klavier. Der Pianist kann nicht nur (fast) jedes Wunschlied spielen, er singt es auch. Beste Stimmung ist immer garantiert.

Skyline-Lookout und Arts Center

Am Melbourne View Point an der Hamer Hall in der Southbank bekommen Sie einen schönen Blick auf die Stadt. Das ist besonders schön am Abend, wenn Melbournes Innenstadt-Gebäude in vielen Farben erstrahlen. Und wenn Sie schon mal da sind, gehen Sie gleich um die Ecke ins Arts Center und hören Sie eine Oper oder ein Konzert des Melbourne Symphonie-Orchesters.

Skyline Melbourne

Aussicht auf die Skyline der Stadt vom Melbourne View Point an der Hamer Hall
Foto: Anna Wengel

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Aus Melbourne rausfahren

Haben Sie all diese (und noch mehr) Dinge gesehen, wird es auch mal Zeit, Melbourne zu verlassen. Denn nicht nur die Stadt ist aufregend, ihre Umgebung ist sogar noch spektakulärer. Die malerische Mornington Peninsula und Wilsons Prom im Südosten Melbournes haben Sie schon gesehen, jetzt geht es in den Südwesten. Dort starten Sie mit den entspannten Surf-Hotspots in und um Geelong und Torquay und beliebten Stränden wie Torquay Surf Beach und Bells Beach. Einmal australisches Surferleben geschnuppert, fahren Sie weiter auf die imposante Great Ocean Road bis zu den Zwölf Aposteln. Wie aufregend die Klippen sind und wieso es nur noch acht von den Steinriesen gibt, lesen Sie hier.

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