Der heftige Schneefall hat Rom kalt erwischt, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Verkehr ist größtenteils lahmgelegt, Schulen bleiben geschlossen – die perfekten Voraussetzungen also, den malerischen Ausnahmezustand so gut es geht zu genießen. TRAVELBOOK zeigt die schönsten Fotos.
Wettertechnisch ist Rom für Städtereisen eine sichere Bank. Hier wird es im Frühling, wenn man andernorts in Europa noch fröstelt, schon richtig knackig warm, und so bleibt es dann auch bis in den späten Herbst. Schnee dagegen ist in dieser Gegend Italiens eine Seltenheit. Sechs Jahre lang hat man hier nichts davon gesehen – dass es Ende Februar so viel Schnee gibt, passiert schon Jahrzehnte nicht mehr. Jetzt also die Winterszenen der romantischsten Sorte.
Roms Sehenswürdigkeiten, wie der Konstantinsbogen, verschwinden im SchneegestöberAuch die Statuen im Vatikan ‚erleben‘ aktuell Witterungen wie seit Jahren nicht mehr
Schnee legt Rom lahm
Auch in Deutschland wir erleben aktuell ja ein letztes, kräftiges Aufbäumen der kalten Jahreszeit. Anzusehen ist das deutschen Städten aktuell höchstens an stellenweisem Frost – und eventuellen roten Nasen – im Straßenbild. Mit Ausnahme der Berge natürlich. In Rom hingegen sind zum Start der letzten Februarwoche rund zehn Zentimeter Neuschnee gefallen, wie der italienische Wetterdienst 3bmeteo berichtet. Auf derartige Niederschläge ist man hier nicht vorbereitet: Das öffentliche Leben steht weitestgehend still, Touristenattraktionen sind geschlossen. Statt in den Schulbus, steigen die römischen Kinder auf den Schlitten, auf den leergefegten Straßen werden Schneeballschlachten abgehalten.
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Kältefrei! Die Kids verwandeln Roms Parkanlagen in große, schneeballreiche Spielwiesen Foto: Getty Images
Winterliche Spaziergänge mitten in Rom: Der Petersdom, der Tiber – alles ist weiß! Foto: Getty Images
Eintreten ist nicht! Das Kolosseum muss aktuell als Schneekulisse betrachtet werden Foto: Getty Images
Wer zum Sightseeing nach Rom gekommen ist, könnte sich vielleicht darüber ärgern, das Kolosseum und auch die anderen Bauten nur von außen bewundern zu dürfen. Tatsächlich aber scheinen die Touris guter Dinge zu sein. Instagram quillt über vor Aufnahmen der eingeschneiten Stadt, die – so ganz in weiß – mindestens genauso beeindruckend ist wie das restliche Jahr über.
Schön fürs Auge – in Süditalien aber ein relativ ernster Ausnahmezustand. Der Schnee und Kälteeinbruch in Rom waren bereits Gegenstand einer Sondersitzung des Zivilschutzes, der das Militär anhielt, die Straßen zu räumen, Bewohner sollten möglichst zu Hause bleiben. Das tun sie in Neapel wohl freiwillig: Hier hat es so heftige Schneeniederschläge gegeben wie seit 1956 (!) nicht mehr.
In den Tagen nach dem großen Schnee hatte sich in Rom schon ein Teil des schönen Weiß‘ in Matsch verwandelt – außerdem wurde es teilweise gefährlich glatt. Aufgrund von anhaltenden Minusgraden wurde es so kalt in Italiens Hauptstadt, dass sehr viele rutschige und somit gefährliche Eisflächen entstanden.
Aber für ein paar seltene Stunden war die ewige Stadt im Schnee versunken…
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