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Stadt am Michigansee

7 Tipps für einen Kurztrip nach Chicago

Der Chicago River fließt mitten durch die Metropole
Der Chicago River fließt mitten durch die MetropoleFoto: Getty Images

Noch immer zieht es die meisten Urlauber aus Deutschland an die Ost- oder Westküste. Doch Chicago ist am Kommen. Sieben Tipps für einen Kurztrip in die Stadt am Michigansee zusammengestellt.

In den Straßen von Chicago stehen Skulpturen von Pablo Picasso und Joan Miró, in den Himmel ragen Hochhäuser von berühmten Architekten, und aus den Bars klingt Blues.
Die Millionenmetropole am Südwestufer des Michigansees ist eine faszinierende Stadt mit grünen Oasen, fantastischen Museen – und bietet damit eine Menge zu sehen.

Hier ein paar Vorschläge für einen etwa dreitägigen Besuch in nach New York und Los Angeles drittgrößten Stadt der USA:

Bootstour auf dem Chicago River

Früher war der Chicago River (im Foto oben) eine stinkende Kloake. Die Menschen bauten ihre Häuser so, dass die Fenster vom verschmutzten Fluss abgewandt waren. Heute ist der Fluss eine Oase in der Stadt, und man zahlt horrende Mieten, um vom Wohnzimmer aus auf das Wasser blicken zu können. Bei einer Bootsfahrt der Architecture Foundation kann man diesen Wandel der Stadt beobachten: alte Lagergebäude, die in exklusive Apartments umgebaut wurden, und riesige Wolkenkratzer wie den Willis Tower, früher Sears Tower genannt. Das 442 Meter hohe Gebäude vom Architekten Fazlur Khan (1929-82) ist der zweithöchste Wolkenkratzer in den USA.

Der Willis Tower – ehemals Sears Tower – ist der zweithöchste Wolkenkratzer in den USA
Der Willis Tower – ehemals Sears Tower – ist der zweithöchste Wolkenkratzer in den USA. Foto: Enjoy IllinoisFoto: Enjoy Illinois

Mit einem Chicago Greeter durch das Astor-Viertel

Für die Organisation Chicago Greeter arbeiten auf ehrenamtlicher Basis Einheimische, die Touristen kostenlos ihre Stadt zeigen. Sie zeigen zum Beispiel das Astor-Viertel, das Chicago der schmucken Brownstones, Art-déco-Häusern und historischen Residenzen der High Society. Auch Hugh Hefners erste Playboy Mansion, ein Gebäude aus dem Jahr 1899 mit rund 70 Zimmern, befindet sich im Astor-Viertel. Und im Public Hotel, einst unter dem Namen Ambassador East bekannt, residierte schon Frank Sinatra.

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Hugh Hefners erste Playboy Mansion steht im Astor-Viertel von Chicago. Heute befinden sich Wohnungen darin.
Hugh Hefners erste Playboy Mansion steht im Astor-Viertel von Chicago. Heute befinden sich Wohnungen darin. Foto: Claudia SteinerFoto: Claudia Steiner

Ausflug in den Millennium Park

Der 2004 eröffnete Millennium Park ist eine grüne Oase mitten in der Stadt. Im Sommer strömen Scharen von Menschen zu Konzerten des Grant Park Orchestra im Jay Pritzker Pavillon. Am Rande des Parks befindet sich Crown Fountain: Zwei gut 15 Meter hohe sich gegenüberstehende Türme zeigen Videos von Gesichtern.

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Eine Videoprojektion, aber echtes Wasser: Die Crown Fountain steht im Millenium Park
Eine Videoprojektion, aber echtes Wasser: Die Crown Fountain steht im Millenium Park. Foto: Howard AshFoto: Howard Ash

Aus deren Mündern fließt immer wieder Wasser. Wohl die beliebteste Selfie-Location von Chicago befindet sich ebenfalls hier im Park: Cloud Gate ist eine Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor. Die Chicagoer nennen die riesige, glänzende Figur aus Edelstahl aufgrund ihrer Form auch „The Bean“ (die Bohne).

Die Skulptur Cloud Gate sieht aus wie eine Bohne – so erhielt sie den Spitznamen „The Bean“
Die Skulptur Cloud Gate sieht aus wie eine Bohne – so erhielt sie den Spitznamen „The Bean“. Foto: Claudia SteinerFoto: Claudia Steiner

Blues und Jazz in Bars

Wer Blues und Jazz liebt, für den ist Chicago der Musikhimmel. In der Innenstadt bauen Musiker oftmals ein komplettes Drumset unter freiem Himmel auf und spielen für die Vorbeiziehenden. In zahlreichen Bars und Restaurants bieten Bands den typischen Chicago Blues dar. Die Stadt hat eine jahrzehntelange Blues-Geschichte mit Künstlern wie Buddy Guy, Willie Dixon und Little Walter. Blues und Jazz wird unter anderem in Buddy Guy’s Legends, Andy’s und B.L.U.E.S. gespielt.

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Die internationale Küche probieren

Die Küche ist international, die Auswahl riesig, ebenso die Portionen. Köstliches Frühstück – egal ob süße Pfannkuchen oder deftige Eier mit Speck oder Omeletts – wird im  Wildberry serviert. Steak-Liebhaber werden im 1941 gegründeten Gene and Georgetti’s ihre Freude haben. Wer lieber Austern, Krabben oder Fisch essen möchte, sollte bei Shaw’s Crab House einkehren – im Barbereich wird abends auch Livemusik gespielt. Und natürlich darf man es in dieser Stadt nicht verpassen, Chicago-style Pan Pizza zu essen, zum Beispiel im Bacino’s. Die Pizza ist gefüllt fast wie eine Quiche.

Es ist eine Pizza, auch wenn sie eher aussieht wie eine Quiche: Chicago ist bekannt für seine Pan Pizza
Es ist eine Pizza, auch wenn sie eher aussieht wie eine Quiche: Chicago ist bekannt für seine Pan Pizza. Foto: Adam Alexander PhotographyFoto: Adam Alexander Photography

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Große Kunstwerke von großen Künstlern sehen

Chicago steckt voller Kunst: In den Straßen stehen Skulpturen von Joan Miró (Brunswick Plaza) und Pablo Picasso (Daley Plaza).

Auch Pablo Picasso hat in der Stadt seine Spuren hinterlassen, wie hier auf dem Daley Plaza
Auch Pablo Picasso hat in der Stadt seine Spuren hinterlassen, wie hier auf dem Daley Plaza. Foto: City of ChicagoFoto: City of Chicago

Unter den Museen ist das Art Institute Chicago besonders beeindruckend. Hier finden sich Werke von Claude Monet, Marc Chagall, Henri Matisse, Pablo Picasso und Gerhard Richter.

Im Art Institute finden Besucher Werke unter anderem von Claude Monet, Marc Chagall und Henri Matisse
Im Art Institute finden Besucher Werke unter anderem von Claude Monet, Marc Chagall und Henri Matisse. Foto: Courtesy of the Art Institute of ChicagoFoto: Courtesy of the Art Institute of Chicago

Moderne Kunst ist im Museum of Contemporary Art zu sehen. Ausgestellt sind unter anderem Werke von Joseph Beuys, Andy Warhol und Francis Bacon.

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Die Aussicht vom zweithöchsten Gebäude der USA genießen

Wer den einzigartigen Blick auf die Innenstadt von Chicago genießen möchte, hat zwei Skyscraper zur Auswahl: 360 Chicago bietet aus dem im 94. Stockwerk aus rund 300 Metern Höhe einen Blick auf den Michigansee und die Seebrücke Navy Pier.

Blick in die Straßenschlucht: Vom Wolkenkratzer 360 Chicago haben Urlauber den Blick über die Stadt und den Michigansee
Blick in die Straßenschlucht: Vom Wolkenkratzer 360 Chicago haben Urlauber den Blick über die Stadt und den Michigansee. Foto: 360 ChicagoFoto: 360 Chicago

Der andere Aussichtspunkt befindet sich im Willis Tower auf dem Skydeck. Die Aussichtsetage befindet sich im 103. Stockwerk auf einer Höhe von 412 Metern. Am Gebäude sind Glasboxen befestigt, von denen man in die Tiefe guckt.

Der Skyscraper 360 Chicago hat noch eine besondere Attraktion für Urlauber: ein schräges Fenster, das den Ausblick nach unten freigibt
Der Skyscraper 360 Chicago hat noch eine besondere Attraktion für Urlauber: ein schräges Fenster, das den Ausblick nach unten freigibt. Foto: 360 ChicagoFoto: 360 Chicago

Weitere Reiseinformationen

Anreise und Formalitäten: Chicago liegt am Südwestufer des Michigansees im US-Bundesstaat Illinois. Zur Einreise benötigt man einen gültigen Reisepass und eine elektronische Einreiseerlaubnis (ESTA) oder ein Visum.

Reisezeit: Beste Reisezeit sind Frühling und Herbst. Die Sommer können sehr warm und teilweise auch sehr feucht sein, die Winter sind oft extrem kalt.

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