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Die besten Reisetipps für Dresden

Der Blick auf Dresden: Die sächsische Stadt hat einiges zu bieten
Foto: Getty Images

Dresden ist mehr als nur Frauenkirche und Semperoper. Zwar wurden im Zweiten Weltkrieg große Teile der Stadt zerstört, aber die Elbstadt hat ihr historisches Zentrum erhalten.

Die Innere Neustadt in Dresden

Eigentlich ist Dresden Neustadt die Altstadt von Dresden. Zumindest bis ins 18. Jahrhundert hinein hieß die heutige Neustadt „Altdresden“. Das am rechten Ufer der Elbe gelegenen Stadtviertel blieb stets im Schatten der prachtvollen Residenz auf der anderen Elbseite. Ein Stadtbrand zerstörte das Gebiet vollkommen und sorgte dafür, das die Neustadt planmäßig unter August dem Starken neu errichtet wurde.

Der barocke Wiederaufbau schuf reizvolle Straßen- und Platzensembles, die heute noch im Gebiet um die Königstraße zu sehen sind. Beginnen sollte man den Spaziergang durch die Dresdner Neustadt mit dem Neustädter Markt, auf dem das Reiterdenkmal des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs Friedrich August I. steht. Der „Goldene Reiter“ begrenzt die Hauptstraße des historischen Stadtviertels. Elbaufwärts sehen wir das Regierungsviertel am Königsufer, das an die sogenannte Innere Neustadt in Dresden anschließt. Weithin sichtbar sind die Gebäude des sächsischen Finanzministeriums und der Staatskanzlei mit ihren prunkvollen historistischen Fassaden und Dachkonstruktionen.

Die Frauenkirche in Dresden

Die Frauenkirche in Dresden ist eine der größten Touristenattraktionen in der Stadt an der Elbe. Im Jahr 2005 wurde der Wiederaufbau des prächtigen barocken Sakralbaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefeiert. Seitdem werden in dem Dom am Dresdener Neumarkt mehr als zwei Millionen Besucher pro Jahr gezählt.
Zu DDR-Zeiten galt die Ruine als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. 1991 begann dann mit Hilfe von Spenden aus aller Welt sowie der „Stiftung für den Wiederaufbau der Frauenkirche“ die Rekonstruktion.

Die Frauenkirche ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Dresden

Die Frauenkirche ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Dresden

Das Besucherzentrum der Frauenkirche Dresden ist wenige Gehminuten von der Kirche entfernt zu finden, in der Weißen Gasse 8. Es ist Montag bis Sonnabend zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Im Erdgeschoss werden Eintrittskarten für Konzerte in der Kirche verkauft. Die Mitarbeiter verteilen zudem umfangreiches Informationsmaterial über Historie, Wiederaufbau und Veranstaltungen. In der ersten Etage wird der Dokumentarfilm „Faszination Frauenkirche“ gezeigt.
Die Frauenkirche kann auf eine mehr als tausend Jahre währende Geschichte zurückblicken und doch begann am 30. Oktober 2005 eine ganz neue Zeitrechnung für das berühmte Wahrzeichen der sächsischen Landeshauptsstadt. Mit der festlichen Weihe konnten die Einwohner der Stadt – aber auch die zahllosen Unterstützer überall auf der Welt – den Wiederaufbau der Frauenkirche feiern.

Vorangegangen war diesem Höhepunkt in der Dresdener Stadtgeschichte die elf Jahre andauernde Wiederherstellung des sakralen Baus. 1994 hatte der stückweise Aufbau der im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Kirche begonnen. 182,6 Millionen Euro flossen in dieses ambitionierte Projekt, das nur dank der beeindruckenden Initiative der Bürger ermöglicht wurde. 70 Millionen Euro stellte die öffentliche Hand dafür bereit, 102,8 Millionen Euro kamen über Spenden, Zuwendungen oder ähnliches zusammen. Das Ergebnis des mit enormem Aufwand betriebenen Wiederaufbaus der Frauenkirche können die Besucher Dresdens bei einem Gottesdienst, bei diversen Konzerten, Lesungen und Vorträgen sowie bei Besichtigungen und Führungen bestaunen.

Adresse: Neumarkt, 01067 Dresden

Öffnungszeiten: Mo.-Fr., 10-12 und 13 bis 18 Uhr

Weitere Infos: frauenkirche-dresden.de

Semperoper, Albertinum und Blaues Wunder

Die Sehenswürdigkeiten reihen sich in Dresden wie eine Perlenschnur aneinander. Die Semperoper gehört wie das Albertinum zu den Besuchermagneten. Das Verkehrsmuseum im Johannbau ist eines der wenigen Museen in der Welt, das sich recht umfangreich verschiedenen Seiten des Verkehrswesens widmet.
Wichtig ist auch die Kreuzkirche, Heimstatt des weltberühmten Kreuzchores. Ebenso das vom fünf Meter hohen sogenannten Goldenen Mann gekrönte Neue Rathaus und die Prager Straße. Diese erstreckt sich als Fußgängerzone vom Hauptbahnhof bis zum Altmarkt und ist von Springbrunnen, Blumenbeeten und Hochhäusern aus DDR-Zeit gesäumt.

Beeindruckend: Die Semperoper in Dresden

Beeindruckend: Die Semperoper in Dresden

Die einzigartige Brückenkonstruktion Blaues Wunder kann man am eindrucksvollsten während einer Fahrt mit der Sächsischen Dampfschifffahrt erleben. Und wer Dresden und das reizvolle Elbtal mit der Villenkolonie Weißer Hirsch von einer exklusiven Seite erleben will, der fahre auf den 252 Meter hohen Fernsehturm, der auf der Wachwitzer Höhe im Südosten der Stadt steht.

Die Äußere Neustadt in Dresden

Über den Albertplatz, wo ein Besuch des Erich-Kästner-Museums lohnt, gelangt man in die sogenannte „Äußere Neustadt“. Der Schriftsteller Erich Kästner wurde am 23. Februar 1899 in der Dresdner Neustadt geboren. In seinen 1957 veröffentlichten Kindheitserinnerungen „Als ich ein kleiner Junge war“ beschreibt Kästner seine Kindheitserlebnisse. Als Äußere Neustadt bezeichnen die Dresdner vor allem das nördlich angrenzende Stadtviertel, ein Wohngebiet, dessen historisierende Architektur der Jahrhundertwende sich erhalten hat. In den eng bebauten Straßenzügen entstand in den vergangenen Jahren eine vielfältige kulturelle Szene. Das Viertel gilt heute als Szeneviertel Dresdens. Heute verfügt die Äußere Neustadt zwischen Königs Brücker Straße und Lutherplatz über reiche Gastronomie, vielfältige Shopping- und Kulturangebote. Die Kunsthofpassage an der Görlitzer Straße ist ein Komplex von Häusern, deren fünf Innenhöfe künstlerisch gestaltet wurden. Die Passage enthält kleine Geschäfte wie Ateliers und Buchläden sowie Kneipen und Cafés.

Trotz oder gerade wegen der heute unter Denkmalschutz stehenden geschlossenen Gründerzeitbebauung haben sich in der Äußeren Neustadt über 250 Kneipen, Restaurants, Hostels und einige wenige Hotels in hoher Dichte angesiedelt; das Nachtleben (ohne Sperrstunde, am Wochenende Alkoholverkauf auf der Straße bis 22 Uhr zählt zu den lebendigsten in ganz Deutschland.

 

Das Militärmuseum, die Pfunds Molkerei und der jüdische Friedhof

Der Stadtteil wird im Süden von der Bautzener Straße und dem Albertplatz, sowie im Westen vom Schlesischen Platz bis zur Stauffenbergallee mit dem Militärmuseum Dresden begrenzt. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erlebte das Viertel einen regelrechten Boom, viele der heute charakteristischen Häuser sind in dieser Zeit entstanden. Es gehört in der Gegenwart (auch da es bei den Luftangriffen auf Dresden kaum getroffen wurde) zu den größten Stadtgebieten mit geschlossener „Gründerzeitbebauung“ in Deutschland.

Pfunds Molkerei gehört zu den touristischen Sehenswürdigkeiten Dresdens. Bekannt ist vor allem der Milchladen der Molkerei an der Bautzner Straße. Der historistische Laden entstand 1891 und wurde innen mit künstlerisch, im Stil der Neorenaissance gestalteten Fliesen von Villeroy&Boch ausgestattet. Ebenso sehenswert ist der Alte Jüdische Friedhof Dresdens, der an der Pulsnitzer Straße in der Nähe des Martin-Luther-Platzes lieht. Dem 1751 angelegten Friedhof gilt er als der älteste jüdische Friedhof in Sachsen.

Text: Dieter Weirauch, Jasch Zacharias

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