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Italiens größte Insel

Urlaub auf Sizilien – die besten Tipps

Sizilien Tipps
Blick von den Ruinen des griechischen Theaters über Taormina bis hin zum Ätna. Sizilien ist ein unglaublich vielfältiges Reiseziel, und TRAVELBOOK zeigt die besten Tipps für einen Urlaub auf der Insel.Foto: Getty Images

Sizilien ist eines der vielfältigsten und spannendsten Reiseziele Italiens. Ein Aufstieg zu den Kratern und Lavagrotten des Ätna, ein Konzert im griechischen Theater von Taormina oder einfach nur am Strand relaxen – auf der 25.426 Quadratkilometer großen Insel vor Italiens Stiefelspitze kann man die perfekte Mischung aus Bildungs-, Abenteuer- und Erholungs-Urlaub verbringen. TRAVELBOOK hat die besten Tipps.

Sizilien gehört als größte Insel im Mittelmeer zwar zu Italien, hat als autonome Region allerdings eine eigene Verfassung und mehr Verwaltungs- und Finanzkompetenzen als die meisten anderen Regionen. Gleichwohl ist das Archipel mit der Hauptstadt Palermo, dem Ätna als aktivstem Vulkan Europas, der Urlauberstadt Taormina oder auch den antiken Städten Syrakus und Agrigento eines der attraktivsten Reiseziele südlich von Rom überhaupt. TRAVELBOOK hat für Sizilien jede Menge Tipps.

Urlaub auf Sizilien – die besten Tipps

Von Messina aus die Insel entdecken

Während die meisten deutschen Pauschaltouristen auf einem der internationalen Flughäfen Siziliens, Punta Raisi in Palermo, Catania-Fontanarossa und den Vincenzo Florio Airport nahe Trapani ankommen, reisen Individualurlauber oft per Autofähre. Eine der größten Fährhäfen ist Messina. Die durch mehrere Erdbeben vor mehr als 100 Jahren fast komplett zerstörte Hafenstadt ist mit ihrem spektakulären Dom dennoch einen Besuch wert. Wer viel Zeit mitbringt, sollte von Messina aus unbedingt mit einer der kleinen Fähren auf die Liparischen Inseln übersetzen. Mehr darüber erfahren Sie hier.

Taormina – klassisches Urlaubsparadies auf Sizilien

Eine der schönsten Städte für Touristen auf Sizilien ist Taormina. Mit Blick auf den Ätna gibt es hier antike Theater der Griechen und Römer, eine prächtige mit einer Seilbahn erreichbare Altstadt sowie schöne Buchten und Strände für den Badeurlaub.

Unser Tipp: Laufen Sie von Taormina aus ins drei Kilometer entfernte Örtchen Castelmola auf dem Gipfel des Monte Tauro. Von dort oben hat man einen grandiosen  Blick über die Ostküste der Insel und an klaren Tagen bis hinüber zum Festland. In der Bar Turrisi an der Piazza Duomo stärken Sie sich mit dem selbstgemachten Mandelwein – und merken spätestens auf den zweiten Blick, dass so gut wie alle Gegenstände in der kultigen Bar in Penisform gehalten sind – von den Stuhllehnen über die Kerzenständer bis hin zu Lampen, Wasserhähnen und Türklinken.

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Eignet sich für einen Badeausflug: die Insel Isola Bella unterhalb von TaorminaFoto: Getty Images

Kulturreisende zieht es nach Agrigento und Syrakus

Mit seinem Tal der Tempel hat Agrigento an der Südküste Siziliens eine der spektakulärsten archäologischen Fundstätten Italiens überhaupt zu bieten. Zum Teil gut erhaltene Tempel aus der Zeit der alten Griechen und Römer stehen hier wie Pilze in der Landschaft. Eine schöne Altstadt und viele naturbelassene Strände an der nahen Küste komplettieren ein vielseitiges Urlaubsangebot. Auch die antike Stadt Syrakus an der Ostküste Siziliens ist bekannt für ihre bedeutenden Ausgrabungsstätten im „Parco Archeologico della Neapoli“. Zudem ist die Altstadt mit ihrer Insel Ortygia reich an einzigartigen Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Dom Santa Maria delle Colonne gesegnet.

Siziliens Hauptstadt Palermo

In der Nachkriegszeit machte Siziliens Hauptstadt Palermo eher durch Mafia-Kriege als durch Kulturgeschichte von sich Reden. Dabei ist die Altstadt mit ihren schönen Plätzen, Gassen und Kathedralen ein mehr als 2800 Jahre altes Juwel. Adelspaläste und schöne Parks gibt es hier ebenso wie lebhafte Straßenmärkte, schöne Restaurants und Straßencafés. Auch die Umgebung mit dem hübschen Fischerstädtchen Cefalú und dem pittoresken Hinterland sind sehenswert.

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Ein Besuch der Hafenstadt Palermo sollte bei keinem Sizlien-Besuch fehlenFoto: Getty Images

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Tour zum Ätna auf Sizilien – mit diesen Tipps gelingt’s

Da die Aktivität des Ätna für Laien absolut unberechenbar ist, raten Experten dringend davon ab, ohne erfahrene Begleitung den Berg zu besteigen. Viele tun dies allerdings dennoch und verlaufen sich, was bei regelmäßig zu beobachtenden kleineren Ausbrüchen lebensgefährlich werden kann. Touren mit Vulkanführern sind von fast jeder Touristeninformation in der Umgebung oder auch in einigen Hotels reservierbar – auch in deutscher Sprache. Da so eine Führung in der Regel einen ganzen Tag dauert (Kosten zwischen 50 und 100 Euro pro Person) sollten bergfeste Schuhe, geeignete Bekleidung und ausreichend Proviant nicht fehlen. Zwischen 1900 und 2920 Höhenmetern steht den Ätna-Touristen eine Seilbahn (Kosten 12 Euro pro Person) zur Verfügung.

Wanderungen durch den Naturpark Parco dell’Etna

Seit 1987 wurden etwa 58.000 Hektar Fläche rund um den Ätna zum Natur- und Regionalpark gemacht. Hier sind Wanderungen durch ausgedehnte Oliven-, Pistazien- sowie Orangenbaum-Wälder möglich. Bis in eine Höhe von etwa 2000 Metern können die Wanderer die üppige Vegetation mit Mischwald, Weinbergen und Getreidefeldern genießen. In höheren Regionen wachsen indes nur noch bunte Wacholder- und Sanddornsträucher. Oberhalb von 2500 Metern besteht der Boden dann nur noch aus Lava und Asche. Etwa von Dezember bis April kann hier auch Schnee liegen.

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Blick über das Dorf Gangi auf den ÄtnaFoto: Getty Images

Sizilien– kulinarische Tipps

Gute Restaurants gibt es auf Sizilien zuhauf. Meiden sollte man jedoch allzu touristische Gegenden, zum Beispiel die Altstadt von Taormina. Wir empfehlen: Fragen Sie die Einheimischen nach ihren Geheimtipps! Ein No-Go ist es, im Restaurant nur einen Gang zu bestellen. Das ist nur in Pizzerien akzeptabel. Ein echtes sizilianisches Mahl, bei dem der Kellner eine köstliche Vorspeise nach der anderen anschleppt und nach Pasta und Fisch auch noch ein Fleischgang und der Nachtisch folgen, sollte man sich auch keinesfalls entgehen lassen. Meist kostet ein solches Menü nicht mehr als 30 Euro pro Person – und ist jeden einzelnen Cent wert.

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Text: Jasch Zacharias und Angelika Pickardt