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Wer nicht in die VAE einreisen darf

Skurrile Regelung

Personen mit nur einem Namen dürfen nicht mehr in die Vereinigten Arabischen Emirate einreisen 

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind für viele Menschen ein Sehnsuchtsziel – doch nicht alle dürfen auch einreisenFoto: Getty Images

Die Vereinigten Arabischen Emirate (kurz: VAE) haben eine neue Einreiseregelung bekannt gegeben. Demnach dürfen Personen mit „Mononym“, die also nur einen Namen tragen, nicht mehr in das Land einreisen. Es gibt einige Länder, in denen etwa Nachnamen unüblich sind, und entsprechend zahlreiche Betroffene. Doch auch darüber hinaus ist verschiedenen Personengruppen die Einreise nach Abu Dhabi, Dubai und Co. verwehrt. Lesen Sie mehr dazu bei TRAVELBOOK.

Die Vereinigten Arabischen Emirate lassen nicht jeden rein. So gilt unter anderem für Staatsangehörige verschiedener afrikanischer Länder seit Oktober 2022 ein Einreiseverbot für zumindest eines der sieben Emirate. Aktuell kam eine weitere zu den unerwünschten Personengruppen hinzu: Menschen, die nur einen einzigen Namen tragen. Was steckt dahinter?

Einreise in die VAE mit nur einem Namen verboten

„Jeder Passinhaber mit einem einzigen Namen (Wort), entweder als Nachname oder als Vorname, wird von der Einwanderungsbehörde der VAE nicht akzeptiert und der Passagier wird als INAD betrachtet.“ So ist es in einem von Air India verfassten Schreiben nachzulesen, das „The Times of India“ kürzlich veröffentlichte. „INAD“ steht dabei für „inadmissible passenger“, was so viel bedeutet wie „unzulässiger Passagier“.

Wen die Bestimmung betrifft

Die neue Namens-Regelung gilt für Besucher der Vereinigten Arabischen Emirate sowie Menschen mit einem Arbeitsvisum. Inhaber einer VAE-Aufenthaltskarte sind davon nicht betroffen.

Um die Richtlinie verständlicher zu machen, enthält die Ankündigung in der indischen Zeitung einen beispielhaften Fall. Trage etwa ein Mann einzig den Namen Praveen ( – dieser ist in Indien als Vorname sehr verbreitet), dann darf er nicht in die VAE einreisen. Hieße der Mann Praveen Kumar, sähe der Fall wieder anders aus – und zwar selbst dann, wenn es sich um zwei Vornamen handeln würde, sprich dem Mann ein offizieller Nachname fehlt. Ebenso, wenn Praveen Kumar beides Nachnamen wären, dürfte er rein. Die Regel also: Personen, denen die Einreise nicht aus anderen Gründen verwehrt ist (etwa aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit), benötigen mindestens zwei Namen, um die VAE betreten zu dürfen.

Womöglich kommt Ihnen die Regelung skurril oder gar obsolet vor. Denn schließlich sind in Deutschland Vor- sowie Nachnamen obligatorisch. Doch etwa in Afghanistan gibt es viele Menschen, die nur einen Namen tragen. Ebenso sind Mononyme in Indonesien, Bhurma und Myanmar geläufig und auch in Südindien haben einige Menschen keinen Nachnamen. Nicht zu vergessen: diverse Berühmtheiten, die mit nur einem (Künstler-)Namen auskommen. Die Sängerin Cher etwa hat sich 1978 von ihrem ursprünglichen Namen Cherilyn Sarkisian verabschiedet, in ihrem Pass steht seither nur noch ihr Pseudonym. Auch Cher dürfte nach der neuen Regelung nicht mehr in die VAE einreisen.

Welchen Grund hat die Regelung?

Welchen Grund es wohl hat, dass die VAE ab sofort niemanden mit nur einem Namen mehr ins Land einreisen lassen wollen? TRAVELBOOK hat bei der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate nachgefragt, bislang ohne Reaktion.

Weitere Personengruppen dürfen nicht in die VAE einreisen

Die Vereinigten Arabischen Emirate waren bereits vor der neuen Regelung nicht offen für jedermann. Neben Menschen, die nur einen Namen haben, gibt es weitere Personengruppen, denen die Einreise in die Emirate verwehrt ist.

Reisende aus 18 afrikanischen Staaten und der Dominikanischen Republik

Der westafrikanische Nachrichtendienst „BBC Pidgin News“ berichtete im Oktober 2022 von einem Einreiseverbot in das Emirat Dubai für Passinhaber aus 18 afrikanischen sowie einem karibischen Staat. Aus welchem Grund die Regelung verabschiedet wurde, ist nicht bekannt. Hier die ganze Liste:

  • Uganda
  • Ghana
  • Sierra Leone
  • Sudan
  • Kamerun
  • Nigeria
  • Liberia
  • Burundi
  • Guinea
  • Gambia
  • Togo
  • Demokratische Republik Kongo
  • Senegal
  • Benin
  • Elfenbeinküste
  • Ruanda
  • Burkina Faso
  • Guinea-Bissau
  • Komoren
  • die Dominikanische Republik in der Karibik

Auch interessant: Warum man nicht in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen sollte

Deutsche dürfen (ohne Vorab-Visum) einreisen

Deutschland gehört zu den Nationen, die für die Einreise in die VAE zugelassen sind. Dabei benötigen deutsche Touristen und Geschäftsreisende kein Vorab-Visum, ihnen wird für gewöhnlich bei Ankunft an einem Flughafen in den VAE eine Art Aufenthaltsgenehmigung per Stempel ausgestellt. Diese hat eine 90-tägige Gültigkeit und kann im Bedarfsfall von den Behörden verlängert werden. Gleiches gilt für folgende Länder:

  • Andorra
  • Australien
  • Brunei
  • Kanada
  • China
  • Hongkong
  • China
  • Japan
  • Kasachstan
  • Macao
  • China
  • Malaysia
  • Mauritius
  • Monaco
  • Neuseeland
  • Republik Irland
  • San Marino
  • Singapur
  • Ukraine
  • Vereinigtes Königreich
  • Nordirland
  • USA
  • Vatikanstadt
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