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Sie wird immer noch genutzt

Die älteste Brücke der Welt steht in Griechenland

Die älteste Brücke der Welt steht in Griechenland
Die Arkadiko Brücke ist deutlich älter als das Kolosseum in GriechenlandFoto: Getty Images

Die älteste Brücke der Welt wird noch heute genutzt. Wir erzählen, wieso die Kazarma-Brücke in Griechenland heute noch steht und wie Sie die Sehenswürdigkeit besuchen können.

Die Akropolis, das Pantheon und die Meteora Klöster sind nur drei der geschichtlich bedeutenden Sehenswürdigkeiten in Griechenland. Das Land am Mittelmeer hat aber noch einige andere geschichtsträchtige Attraktionen. In kaum ein Land weltweit können Besucher so viele historische Artefakte besuchen. Eines davon ist bis heute kaum bekannt. Es handelt sich um eine Attraktion nahe der griechischen Stadt Arkadiko.

Die älteste Brücke der Welt ist 3.300 Jahre alt

Auf den ersten Blick ist der Steinhaufen, der dort platziert ist, überschaubar. Dahinter verbirgt sich aber die Kazarma-Brücke und damit eine der spannendsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Denn bei der Attraktion in Griechenland handelt sich um die älteste Brücke der Welt. Während die Brücke heute Fußgänger und Autos nutzen, waren es einst Streitwägen.

Die Brücke ist nicht nur ein wichtiger Teil des Straßennetzes, sie ist auch ein antikes Artefakt. Denn die älteste Brücke der Welt macht die Architektur des antiken Griechenlands begreifbar. Geschaffen wurde sie ursprünglich als Teil einer Militärstraße. Griechische Soldaten haben hier mit ihrer Hilfe unter anderem Waren transportiert. Später wurde die Brücke als Teil einer öffentlichen Straße genutzt und verband die Kultstätte Epidauros, die man auch heute noch besuchen kann, mit Mycenae, einer der im Griechenland der späten Bronzezeit bedeutendsten Städte.

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Warum die Brücke heute noch nutzbar ist

Besonders spektakulär ist aber, dass eine Brücke, die über 3.300 Jahre alt sein dürfte, auch heute noch benutzbar ist. Das liegt daran, dass die alten Griechen die Kazarma-Brücke mithilfe der zyklopischen Methode erbaut haben. Dabei schlichtet man feste Kalksteinblöcke übereinander. Die Besonderheit: Beim Bau wird kein Stoff, der die Steine zum Haften bringen soll, verwendet. Ein anderes berühmtes Beispiel für die Bauweise ist die Inkastadt Machu Picchu.

Zwischen großen Steinen stecken einige kleinere, die meisten haben keine perfekte rechteckige Form. So ergibt sich ein unregelmäßiges Fugenbild, das Jahrtausendelang gehalten hat. Um sie für Streitwägen noch stabiler zu machen, wurden außerdem kleine Bordsteine entlang der Brücke platziert. Der Bau funktionierte ganz ohne moderne Werkzeuge und von Hand – und das so erfolgreich, dass einige Methoden, die hier angewandt wurden, noch heute beim Bau von Steinbrücken genutzt werden.

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Wo in Griechenland steht die älteste Brücke der Welt?

Besucher der Brücke werfen also nicht nur einen Blick auf ein paar Steine, sie sehen ein Artefakt aus der Bronzezeit und die Geburtsstätte einer Technik, die man auch heute noch beim Bau einiger Brücken nutzt. Wer Griechenland ist und die älteste Brücke der Welt besuchen will, sollte auf die Schnellstraße Nauplion-Epidaurus ab dem 15. Kilometer aufmerksam sein. Besucher können die Brücke von einer kleinen Schlucht, die sich neben der Straße befindet, auf Augenhöhe betrachten.

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