Brand im Herzen von Paris

7 Fakten über Notre-Dame, die berühmteste Kirche der Welt

Notre-Dame
Die Kathedrale Notre-Dame de Paris gilt vielen Franzosen als das Herz ihres Landes
Foto: Getty Images

Alle Welt schaut mit Entsetzen nach Paris: Die berühmteste Kirche der Welt wurde bei einem Brand stark beschädigt. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron versprach, dass das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt wieder aufgebaut werden soll. Aber was genau wissen Sie eigentlich über die berühmte Kathedrale? TRAVELBOOK hat sieben kuriose Fakten gesammelt.

Die Zwillingstürme sind gar nicht identisch

Obwohl die beiden Türme auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden sind, weisen sie in Wirklichkeit einige Unterschiede auf: So ist der Nordturm ein Stück größer als der Südturm. Das liegt daran, dass er 15 Jahre früher errichtet wurde. Bis zur Fertigstellung des Eiffelturms 1889 waren die Türme die höchsten Gebäude von Paris.

Alle Straßen Frankreichs führen zur Notre-Dame

Direkt vor der Kirche befindet sich der „Point Zéro“, der Ausgangs- und Endpunkt, von dem aus alle Entfernungen zu den großen französischen Straßen Frankreichs berechnet werden, die nach Paris führen. Die Kirche ist damit nicht nur symbolisch, sondern auch geographisch das Herz von Paris.

Auf einen Blick: Die besten Reise-Storys und -Angebote der Woche gibt’s im kostenlosen TRAVELBOOK-Newsletter!

Fast alle Glocken von Notre-Dame…

…wurden  nach der Französischen Revolution eingeschmolzen, um aus dem Metall Kanonen anzufertigen. Die Kathedrale erfuhr im Zuge der Revolution, die sich vor allem gegen die Monarchie und kirchliche Elite richtete, viel Zerstörung. So wurden zum Beispiel auch 28 Königsstatuen aus der Kathedrale 1793 mit Seilen nieder gerissen und von einem wütenden Mob enthauptet.

Feuer in der Notre-Dame

Über die Nacht auf den 16. April 2019 brach ein Feuer in der Kathedrale aus. Die Ursache für den Brand ist noch nicht geklärt.

Auch interessant: 14 Dinge, die man in Paris vermeiden sollte

Victor Hugo hat die Kathedrale gerettet

Den „Buckligen“ von Notre-Dame gab es wirklich

Lange glaubte man, Hugos Romanheld, der im Französischen und Englischen nicht Glöckner, sondern nur „Buckliger“ genannt wird, wäre eine reine Erfindung. 2010 fanden Wissenschaftler jedoch die Memoiren eines britischen Bildhauers, der in der Kathedrale arbeitete, während das Buch geschrieben wurde. Er schreibt von einem buckligen Bildhauer, der die Gesellschaft aller anderen Arbeiter in der Kathedrale mied.

Auch interessant: Das ist das neue Szeneviertel von Paris

Auf dem Dach der Kirche leben Bienen

Auf dem jetzt durch das Feuer zerstörten Dach der Notre-Dame sind mehrere Bienenvölker zuhause, um die sich ein Mönch kümmerte. Der Honig wurde laut der Kirche ausschließlich an die Bedürftigen gegeben. Wie durch ein Wunder haben die Bienen den Brand überlebt.

Spannende Videos rund ums Thema Reisen gibt’s übrigens auf unserem YouTube-Kanal – hier abonnieren!

Die berühmten Wasserspeier sind relativ neu

Während viele denken, die gruseligen Wasserspeier seien ein Zeugnis aus dem Mittelalter, sind die meisten der Statuen in Wirklichkeit erst genau während  Renovierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt worden: Schuld war ebenfalls Hugo, der die Architekten mit seinen eindringlichen Beschreibungen der wenigen verbliebenen Statuen aus dem Mittelalter dazu inspirierte.

 

Themen