Wegen Over-Tourism

Wer zu lange im Taj Mahal bleibt, muss Strafe zahlen

Der Taj Mahal, Agra, India.
Der Taj Mahal ist vielleicht das berühmteste Grabmal der Welt
Foto: Getty Images

Fast jeder Indien-Tourist möchte den berühmten Taj Mahal besichtigen: Wegen der gewaltigen Menschenmassen führt Indien aber immer mehr Regeln und Einschränkungen für einen Besuch des Mausoleums ein. Neuerdings muss man sogar bei zu langer Besichtigung der Attraktion Strafe zahlen.

Der Taj Mahal ist die berühmteste Attraktion Indiens: Das weiße Mausoleum, dass vom Großmogul Sha Jahan zu Ehren seiner großen Liebe Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet wurde, zieht jährlich etwa acht Millionen Touristen aus aller Welt an. Da solche Besuchermassen eine große Gefahr für den Bestand des Gebäudes sind, hat die indische Regierung nun neue Maßnahmen gegen den Massentourismus eingeführt:

Eintrittspreise angehoben

Die Regelung ist seit dem 16. Juni 2019 in Kraft. Für Inder lag der Eintrittspreis bis vor kurzem bei umgerechnet etwa 60 Cent, internationale Touristen mussten 13 Euro bezahlen. Seit 2019 wurden die Gebühren jedoch erhöht. Indische Besucher müssen nun mehr als drei Euro zahlen und ausländische Touristen 19 Euro. Zusätzlich zu dem Eintritt muss man noch einmal umgerechnet etwas 2,50 Euro ausgeben, wenn man den Hauptteil des Mausoleums, den Mamordom, besichtigen möchte. 

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Wie die indische Tageszeitung „The Times of India“ berichtet, wurden für die Kontrolle des Zeitlimits 14 Tore für das Betreten des Geländes gebaut und 10 Tore für das Verlassen des Geländes. Beim Verlassen wird automatisch registriert, wenn man das Zeitlimit überschritten hat.

Obwohl drei Stunden sich erst einmal nach viel Zeit anhören, ist zu beachten, dass allein der Garten des Taj Mahals 18 Hektar groß ist. Neben dem Hauptgebäude des Mausoleums befinden sich auch noch eine Moschee und mehrere andere Gebäude auf dem großen Gelände.

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