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Theorie zum Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen

Haben Wissenschaftler das Rätsel um das Bermudadreieck gelöst?

Eine Monsterwelle und ein Frachter
Monsterwellen können bis zu 40 Meter hoch werden und auch große Schiffe zerstörenFoto: Getty Images

Das Bermudadreieck ist und bleibt eines der faszinierendsten Rätsel der Menschheit. Immer noch versuchen Wissenschaftler und Abenteurer zu ergründen, warum im Atlantik zwischen den Bermudainseln, Miami und Puerto Rico so viele Schiffe und Flugzeuge verschwunden sind und unzählige Menschen in den Tod gerissen wurden. Die Erklärungsversuche schwanken zwischen Verschwörungstheorien wie Alien-Entführungen und naturwissenschaftlichen Erklärungen. Eine davon könnten sogenannte Monsterwellen sein. Was dahinter steckt:

Eine Theorie, die auf der Suche nach einer Lösung des Rätsels um das Bermudadreieck in der Vergangenheit wissenschaftlich kaum verfolgt wurde, ist die der Monsterwellen. Sie werden auch Rogue-Waves genannt und können selbst große Schiffe in die Tiefe reißen. Monsterwellen galten lange als Aberglaube der Seeleute, da sie durch ihre enorme Größe nur wenige Minuten existieren, bevor sie brechen. Erst seit 1995 sind sie dank Satellitenaufnahmen, die ihre Existenz beweisen, ein anerkanntes Phänomen. Wie die gigantischen, bis zu 40 Meter hohen Wellen jedoch genau entstehen, ist immer noch nicht ganz erforscht. Grundsätzlich bildet sich eine Welle durch die Überlagerung von mehreren normalen Wellen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Wissenschaftler erklären Rätsel um Bermudadreieck mit Monsterwellen

Die Welle verläuft dabei nicht linear zum normalen Seegang und saugt Energie aus umliegenden Wellen ab. Dadurch wird sie sehr steil und nimmt eine rasante Geschwindigkeit auf. Das führt dazu, dass sie sehr schnell auf den Meeresspiegel aufprallt und damit eine unglaublich zerstörerische Kraft entwickelt. In bestimmten Regionen der Welt ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die seltenen Monsterwellen bilden können, wesentlich höher als an anderen. Dazu gehören beispielsweise das berühmte Kap Horn an der südamerikanischen Küste, das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung – und auch das Bermudadreieck.

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Ein Wissenschaftlerteam der britischen Universität Southampton um den Ozeanographen Simon Boxall geht davon aus, dass einige der verschwundenen Schiffe im Bermudadreieck von Monsterwellen erfasst wurden. In einem Beitrag vom britischen TV-Sender Channel 5 erklärte der Ozeanograph, wie die Welle ein Schiff in zwei Teile reißen innerhalb weniger Minuten zum Sinken bringen könne.

Weder vom Schiff, noch von der Besatzung konnten jemals Überreste gefunden werden. Laut Boxall hätten sich damals im Atlantik drei schwere Stürme gekreuzt, die aus drei verschiedenen Richtungen auf das Schiff trafen. Um das zu beweisen, schuf er ein Modell von der Cyclops und berechnete den Verlauf einer Monsterwelle, die sich aus den Stürmen bilden könnte. In einem Modell-Tank simulierte er dann, wie sich der Wellengang von drei Stürmen auf die Koordinaten der USS Cyclops auswirkte. Im Video sieht man, wie sich eine Riesenwelle im Tank bildet, die das Modellschiff innerhalb kürzester Zeit unter sich begräbt.

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Aber was ist mit den verschwundenen Flugzeugen?

Während die günstigen Bedingungen für Monsterwellen eine logische Erklärung für das Rätsel der verschwindenden Schiffe im Bermudadreieck darstellen, so erklären sie nicht die zahlreichen nicht mehr aufgetauchten Flugzeuge in der Region. Dennoch könnte Boxall zufolge wohl auch ein Flugzeug wenig gegen drei Stürme ausrichten, die aufeinander prallen.

Auch die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), die Wetter- und Ozeanografie­Behörde der Vereinigten Staaten, hat dies bereits 2010 in einem offiziellen Statement bekräftigt, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass die Schiffe und Flugzeuge im Bermudadreieck aufgrund des hohen Aufkommens von Stürmen verschwunden seien. Außerdem weist die anerkannte Behörde darauf hin, dass noch zwei weitere Phänomene die Gewässer des Dreiecks hochgefährlich machen.

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Zum einen führe die große Menge der karibischen Inseln im Bermudadreieck zu sogenannten Untiefen. Diese sorgen dafür, dass Schiffe leicht auf Riffe und ähnliches auflaufen könnten. Zum anderen fließe der Golfstrom durch das gesamte Bermudadreieck, welcher zu heftigen Wetterwechseln führt und damit Stürme und Riesenwellen begünstigt.

Sogar die Gerüchte, dass Kompasse im Bermurdadreieck nicht immer funktionieren würden, weist die NOAA nicht völlig von sich. „Es gibt Beweise dafür, dass ein Kompass im Bermudadreieck nicht immer zum magnetischen Norden zeigt“, heißt es im Statement.

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