Faszinierendes Elbsandsteingebirge

Deutschlands schönstes Naturwunder

Eine Landschaft wie aus dem Märchen: Blick auf die Bastei und den Lilienstein, den wohl schönsten Tafelberg des Elbsandsteingebirges
Eine Landschaft wie aus dem Märchen: Blick auf die Bastei und den Lilienstein, den wohl schönsten Tafelberg des Elbsandsteingebirges
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Kletterer im Elbsandsteingebirge
Kletterer im Elbsandsteingebirge. Heute ein alltägliches Bild
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Die Herkulessäulen im oberen Bielatal gehören zu den beeindruckendsten Felsformationen des Elbsandsteingebirges.
Die Herkulessäulen im oberen Bielatal gehören zu den beeindruckendsten Felsformationen des Elbsandsteingebirges
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Bastei, Elbsandsteingebirge
Blick auf die Bastei. Die Felsformation direkt an der Elbe ist nicht nur schön anzusehen, sondern bietet auch fantastische Ausblicke auf das Elbsandsteingebirge
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Der Lilienstein in der Sächsischen Schweiz
Wer muss schon nach Afrika oder Australien, um schöne Tafelberge zu sehen? Der Lilienstein in der Sächsischen Schweiz bietet ebenfalls einen fantastischen Anblick
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Blick von Pfaffenstein nach Königstein mit seiner Festung
Blick von Pfaffenstein nach Königstein mit seiner Festung
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Uttewalder Grund
Im Uttewalder Grund: Die üppig mit Moosen und Farnen bewachsene Schlucht wird auf beiden Seiten von steilen Wänden und Klüften gesäumt
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Uttewalder Grund
Schon Mary Shelley, Autorin von „Frankenstein” wanderte gern durch den geheimnisvollen Wald im Uttewalder Grund
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Blick von der Felsenburg Neurathen über den Wehlgrund und auf die Bastei
Blick von der Felsenburg Neurathen über den Wehlgrund und auf die Bastei
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Die Barbarine ist der bekannteste freistehende Felsen des Elbsandsteingebirges
Die Barbarine ist der bekannteste freistehende Felsen des Elbsandsteingebirges. Die 42,7 Meter hohe Felsnadel wurde im Jahr 1905 erstmals durch Bergsteiger bestiegen
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Die Bastei bei Sonnenaufgang
Die Bastei bei Sonnenaufgang
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Blick auf die Bastei und die Basteibrücke
Blick auf die Bastei und die Basteibrücke
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Schaufelraddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt
Die gemütlichste Art, das Elbsandsteingebirge zu erkunden: mit einem der neun historischen Schaufelraddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt die Elbe entlang. Zwischen 85 und 135 Jahre sind die Gefährte alt
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Die Kirnitzschtalbahn ist eine Attraktion im Elbsandsteingebirge
Hier fuhr schon Kate Winslet mit – für eine Filmszene in „Der Vorleser“ (2008), wo sie eine Straßenbahnschaffnerin spielt. Die Kirnitzschtalbahn ist eine Attraktion im Elbsandsteingebirge, sie fährt von Bad Schandau bis zum Beuthenfall, die Waggons sind aus dem Jahr 1928
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Wanderer Felsenburg Neurathen
Treppen und Brücken erleichtern den Wanderern das Besteigen der Felsen, wie hier bei der Felsenburg Neurathen. Insgesamt gibt es 1200 Kilometer Wanderwege im Nationalpark
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Burg Hohnstein
Die Burg Hohnstein liegt auf dem Felsgipfel über der Stadt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie als KZ benutzt, heute beherbergt die Burg unter anderem ein Naturkundeausstellung
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Wasserfall im Elbsandsteingebirge
Auch Wasserfälle gibt es im Elbsandsteingebirge zu bestaunen
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sandsteinerne Basteibrücke
Die sandsteinerne Basteibrücke wurde 1851 an die Stelle der alten Holzbrücke gebaut. Sie hat eine Länge von 76,5 Metern und überspannt mit sieben Bögen eine 40 Meter tiefe Schlucht, die „Mardertelle“ genannt wird
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Kuhstallfelsen im Neuen Wildenstein
Der Kuhstallfelsen im Neuen Wildenstein bei Bad Schandau hat schon zahlreiche Maler inspiriert. Das Felsenfenster ist 11 Meter hoch, 17 Meter breit und 24 Meter tief
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Blick von der Bastei auf Niederrathen und die Elbe
Blick von der Bastei auf Niederrathen und die Elbe
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Das Elbsandsteingebirge ist ein Paradies für Kletterer
Das Elbsandsteingebirge ist ein Paradies für Kletterer
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Kaum eine Landschaft in Deutschland beeindruckt so sehr wie das Elbsandsteingebirge mit seinen Tafelbergen, die schon schon Maler, Komponisten und Könige inspirierten. Ein Ausflug in die Sächsische Schweiz.

Elbsandsteingebirge
Man fühlt im Elbsandsteingebirge beinahe nach Asien versetzt
Foto: Getty Images

Andere fanden das Gebirge südlich von Dresden vor allem romantisch, im ganz klassischen Sinne. Caspar David Friedrich malte hier im Jahr 1818 das wohl berühmteste Gemälde der Deutschen Romantik: „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Und er war bei weitem nicht der einzige Maler, der die bizarren Felsen auf die Leinwand brachte. Heute verbindet der Malerweg all die Orte, wo die Künstler einst ihre Staffeleien aufstellten, es ist einer der schönsten Wanderwege Deutschlands.

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Doch auch andere Künstler ließen sich im Elbsandsteingebirge inspirieren. Richard Wagner für seinen Lohengrin, Carl Maria von Weber für die Wolfsschluchtszene im Freischütz. Und Mary Shelley, Autorin von „Frankenstein“, wanderte hier schon durch den Uttewalder Grund, einem dichten Märchenwald, in dem Felsbrocken fantastische Schluchten und Tore bilden.

Elbsandsteingebirge

Man fühlt im Elbsandsteingebirge beinahe nach Asien versetzt
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Auch das Freeclimbing wurde hier erfunden

Und dann gab es da noch die fünf Turner aus Schandau, dem heutigen Bad Schandau, die sich von den Felsen ihrer Heimat ebenfalls inspirieren ließen: nämlich zu einer gänzlich neuen Sportart. Als es ihnen am 6. März 1864 gelang, den Gipfel des Falkensteins zu bezwingen, hatten sie nicht nur Mut bewiesen, sondern mal eben den Klettersport erfunden – der sich von Sachsen schnell ausbreitete in der ganzen Welt.

Doch nicht genug: Zehn Jahre später bestiegen zwei Steinmetze den Felsen Mönch bei Rathen erstmals ohne Hilfsmittel – woraus sich bis 1910 das Freiklettern entwickelte. Dabei dürfen Seil, Ring und Karabiner lediglich als Sicherung dienen. „Freeclimbing” nannte man diese felsschonende, aber nicht ungefährliche Form des Kletterns in den USA, wo es sich bald großer Beliebtheit erfreute – wie auch in vielen anderen Ländern der Erde.

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Bis heute verzichten sächsische Bergsteiger übrigens auf Hilfsmittel für den Aufstieg, wie Klemmkeile aus Metall oder Magnesia. Stattdessen legen sie Schlingen über hervorstehende Zacken, in enge Risse oder um Auswaschungen. Das, so finden sie, fordert nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.

Die Tafelberge in Sachsen

Als Tafelberg bezeichnet man ein Gipfelplateau, das flach ist wie ein Tisch und fast senkrechte Steilhänge aufweist. Im Elbsandsteingebirge gibt es mehrere Dutzend Tafelberge mit Höhen zwischen 300 und 730 Metern.

Lilienstein: Bereits August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, war fasziniert von dem Tafelberg, den er mit 38 Jahren auch selbst bestieg. Dafür wurden eigens Stufen in den Fels gehauen. Noch heute erinnert ein meterhoher Obelisk an dieses sportliche Ereignis.

Hoher Schneeberg: Er ist mit 723 Metern der höchste Tafelberg des Gebirges und liegt in der Böhmischen Schweiz, etwa sechs Kilometer südöstlich von Rosenthal-Bielatal. Schon 1864 wurde hier ein Aussichtsturm errichtet.

Der Große Zschirnstein: Der 562 Meter hohe Berg liegt vier Kilometer südlich von Reinhardtsdorf-Schöna und ist der höchste Tafelberg der Sächsischen Schweiz.

Zirkelstein: Er ist mit seinen 389 Metern vergleichsweise klein, aber durch seine ebenmäßige Form besonders schön. Vielleicht deswegen hat ist er auch auf Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ verewigt.

Königstein: Auf seinem Plateau befindet sich die gleichnamige, weit sichtbare Festung, ein eindrucksvolles Ensemble von Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts.

Pfaffenstein: Er wird auch „Sächsische Schweiz im Kleinen“ genannt und ist bekannt für seine Felsnadel „Barbarine“. Hier wurde schon in der Steinzeit gesiedelt.

Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie – und lassen Sie sich verzaubern von der märchenhaften Landschaft des Elbsandsteingebirges.

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