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Sie lebt an einem außergewöhnlichen Ort

Youtuber entdeckt in Thailand bisher unbekannte Vogelspinnen-Art

Taksinus bambus - Vogelspinne Thailand
In Thailand wurde eine bisher unbekannte Vogelspinnen-Art entdeckt. Außergewöhnlich ist vor allem der Lebensraum der Tiere. Foto: JoCho Sippawat / CC BY 4.0

Dass in Thailand neben anderen Spinnen auch Vogelspinnen vorkommen, dürfte vielen Thailand-Reisenden bekannt sein. Unlängst aber hat ein Youtuber in den Hochgebirgswäldern im Norden des Landes eine bislang noch unbekannte Vogelspinnen-Art entdeckt. Anders als ihre Verwandten leben die Tiere dieser Art nicht in Bäumen oder im Erdreich, sondern an einem untypischen Ort.

Vogelspinnen sind zwar giftig, doch ist ihr Biss für den Menschen nicht gefährlich – es sei denn, eine Person reagiert allergisch auf das Gift. Auch in Thailand kommen Vogelspinnen vor. Wie andernorts leben sie auch dort meist in Bäumen, auf Sträuchern oder in der Erde. In den Hochgebirgswäldern der Provinz Tak im Nordwesten Thailands wurde nun einen neue Vogelspinnenart entdeckt, die allerdings weder im Boden noch auf Bäumen, sondern im Inneren von Bambus-Halmen lebt, wie u. a. „WELT“ unter Bezugnahme auf das zoologische Fachmagazin „ZooKeys“ berichtet. Der Name der neu entdeckten Spinnenart: Taksinus bambus.

Youtuber hat die Spinne entdeckt

Das erste Exemplar soll Berichten zufolge der in Thailand bekannte Youtuber JoCho Sippawat entdeckt haben. Daraufhin seien dann weitere Exemplare dieser bis dahin noch unbekannten Vogelspinnen-Art gesammelt und von Spinnenforschern um Chaowalit Songsangchote von der Kasetsart Universität in Bangkok (Thailand) wissenschaftlich beschrieben worden. Den Forschern zufolge sei der Körper von Taksinus bambus einschließlich der Beißklauen bis zu drei Zentimeter lang, braun gefärbt und behaart. Die Höhlen der Tiere befänden sich im Inneren von Bambus-Halmen. Um dort hinein zu gelangen, benutzten die Bambus-Spinnen Risse oder Öffnungen, die von anderen Tieren gebohrt worden seien, beispielsweise von Käfern oder Holzbienen, wie „WELT“ weiter schreibt.

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„Diese Art ist einzigartig, weil sie mit Bambus in Verbindung steht, und wir diese Vogelspinnen-Art noch nie bei einer anderen Pflanze beobachtet haben“, schreibt einer der beteiligten Wissenschaftler, Narin Chomphuphuang, in einem Blog-Post. Zudem sei Taksinus bambus nur in den Hochgebirgswäldern im Norden Thailands auf einer Höhe von etwa 1000 Metern zu finden. „Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die Spinnen jetzt Thailands seltenste Vogelspinnen sind“, so Chomphuphuang weiter.

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Weltweit sind annähernd 1000 Vogelspinnen-Arten bekannt. Sie kommen hauptsächlich in tropischen bis subtropischen Klimazonen vor.

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