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Dramatische Animationen

Webseite zeigt, wie Orte weltweit bei 3 Grad Klima-Erwärmung aussehen

Orte vor und nach dem Klimawandel Collage
Auf der linken Seite sieht man, wie es in Dubai heute aussieht, rechts, wie die Lage wäre, wenn die globale Durchschnittstemperatur um 3 Grad steigtFoto: Climate Central

Die Folgen der Klima-Erwärmung sind mittlerweile hinlänglich bekannt. Doch die wenigsten Menschen haben vor Augen, wie drastisch sich eine Erwärmung von schon 3 Grad auf unseren Alltag auswirken würde. Eine Webseite zeigt, wie dramatisch die Veränderung wäre.

Seit Jahrzehnten warnen Forscher vor den Folgen des Klimawandels. Doch oft sind eben jene Folgen schwer greifbar, handelt es sich doch oft um trockene Zahlen. So können sich viele Menschen schlicht nicht vorstellen, wie eine Welt aussehen würde, in der die globale Durchschnittstemperatur um 3 oder sogar 4 Grad Celsius gestiegen ist. Deswegen zeigt eine Webseite nun, wie Orte vor und nach der Klimaerwärmung aussehen würden.

Grundlage der erschreckenden Animationen sind Daten, die Forscher der US-amerikanischen Nichtregierungs-Organisation „Climate Central“ gesammelt haben. Dafür wurden insgesamt 51 Millionen Datensätze ausgewertet. Besonderer Fokus wird bei dem Projekt auf den Anstieg des Meeresspiegels gelegt. Würde der Klimawandel nicht gestoppt werden, wäre dieser nämlich dramatisch, wie die Animationen des Projekts „Picturing Our Future“ eindringlich zeigen.

So sieht man etwa, wie in Hamburg ein ganzer Stadtteil unter Wasser steht. Auch der Buckingham Palace in Großbritannien oder der Burj Khalifa in Saudi-Arabien sind nun von Meer umgeben. Und die Altstadt von Havanna auf Kuba ist bereits komplett untergegangen. Aber schauen Sie selbst.

6 Orte vor und nach der Klimaerwärmung

Kapstadt

Auf diesen Fotos sieht man die Innenstadt von Kapstadt heute sowie die Animation, wie es aussehen würde, wenn wir unsere aktuellen Emissionen nicht senken würden und auf einen Temperaturanstieg von 3 Grad Celsius hinsteuerten. Dann wäre, wie deutlich zu sehen ist, ein großer Teil der Stadt unterhalb des Meeresspiegels.

Blick auf Kapstadt heute
Blick auf Kapstadt heute Foto: Climate Central
Blick auf Kapstadt, wie es in der Zukunft aussehen könnte
Blick auf Kapstadt, wie es in der Zukunft aussehen könnteFoto: Climate Central

London

London hat einige Sehenswürdigkeiten. Eine der bekanntesten ist der Buckingham Palast. Doch wer ihn sehen möchte, sollte dies zeitnah tun. Wenn es die Welt nämlich nicht schafft, die Klimaerwärmung auf unter 3 Grad Celsius zu begrenzen, steht der Wohnsitz der Queen schon in naher Zukunft unter Wasser.

Der Buckingham Palace heute
Der Buckingham Palace heuteFoto: Climate Central
Wie der Buckingham Palace bei einer Erwärmung von 3 Grad Celsius aussehen könnte
Wie der Buckingham Palace bei einer Erwärmung von 3 Grad Celsius aussehen könnteFoto: Climate Central

Dubai

Bei den Vereinigten Arabischen Emiraten denkt man zwar oft eher an Wüste als an Wasser. Doch auch hier würde ein steigender Meeresspiegel viele Orte bedrohen – unter anderem die Mega-Metropole Dubai, wie die Animation der Wissenschaftler zeigt.

Sollte die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden, wäre noch alles in Ordnung...
Sollte die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden, wäre am Burj Khalifa noch alles in Ordnung…Foto: Climate Central
… doch bei einer Erwärmung von 3 Grad Celsius wird ein Großteil Dubais untergehenFoto: Climate Central

Hamburg

Auch an Deutschland wird die Klimaerwärmung nicht spurlos vorbeigehen. Wie auch in allen anderen Ländern weltweit werden die Städte an der Küste unter dem steigenden Meeresspiegel deutlich leiden. Besonders betroffen: Hamburg, wie die Animation des „Kleingartenvereins 142 Horner Marsch“ im Hamburger Stadtteil Horn zeigt.

So sieht Rothenburgsort aktuell noch aus
So sieht es in Hamburg Horn aktuell noch aus Foto: Climate Central
Bei anhaltender Klimaerwärmung wäre von dem Stadtteil zukünftig nicht mehr viel übrig
Bei anhaltender Klimaerwärmung wäre zukünftig nicht mehr viel übrigFoto: Climate Central

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Los Angeles

In den USA gibt es sowohl an der Ost-, als auch an der Westküste zahlreiche Metropolen, die bei anhaltendem Klimawandel untergehen würden. So auch Los Angeles, wie die Animation des berühmten Santa Monica Piers zeigt.

Der berühmte Santa Monica Pier, wie man ihn heute kennt
Der berühmte Santa Monica Pier, wie man ihn heute kenntFoto: Climate Central
Und wie der Steg in Zukunft aussehen würde
Und wie der Steg in Zukunft aussehen würdeFoto: Climate Central

Kuba

Ein besonders drastisches Beispiel der Orte vor und nach der Klimaerwärmung ist Kuba. Denn hier zeigen sich gleich zwei Dinge: Schafft es die Welt, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, bleibt alles, wie es ist. Doch kommt es zu einer Erwärmung von 3 Grad Celsius, von der derzeit ausgegangen wird, ist Havanna dem Untergang geweiht.

Wie Kuba bei einer Klimaerwärmung von 1,5 Grad aussehen würde
Wie Kuba bei einer Klimaerwärmung von 1,5 Grad aussehen würdeFoto: Climate Central
Kubas Zukunft sieht, bei einer Erwärmung von 3 Grad, düster aus
Kubas Zukunft sieht, bei einer Erwärmung von 3 Grad Celsius, düster ausFoto: Climate Central

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Insgesamt 50 Städte würden untergehen

Diese Städte stehen nur beispielhaft für ungleich mehr, die auch betroffen wären. So schreiben die Wissenschaftler von „Climate Central“ in der zu den Animationen gehörenden Studie, dass sich innerhalb eines Zeitraums von etwa 200 bis 2000 Jahren 50 Großstädte auf „ein weltweit beispielloses Ausmaß an Überflutung“ vorbereiten müssten. Viele kleine Inselstaaten würden vollkommen untergehen. 15 Prozent der derzeitigen Weltbevölkerung, also etwa eine Milliarde Menschen, würden ihren Lebensraum verlieren.

Das ist dramatisch. Doch was die Studie eben auch zeigen möchte, ist, dass es noch nicht zu spät ist. Wenn wir es schaffen, die ehrgeizigen Ziele des Pariser Klimaabkommens doch noch umzusetzen, könnten die Folgen um die Hälfte gemindert werden. Wer immer noch nicht überzeugt ist, kann sich auf der Website von Picturing Our Future“ noch weiter umschauen und verschiedene Szenarien ausprobieren.