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Einreise-Regeln, Corona-Lage, Beschränkungen, ...

Spanien kein Hochrisikogebiet mehr – was das für Urlauber bedeutet

Spanien Strand Corona
Spanien ist kein Hochrisikogebiet mehr. Urlauber müssen dennoch einige Regeln beachten.Foto: Getty Images

Ganz Spanien ist seit Sonntag kein Hochrisikogebiet mehr. Umgekehrt aber gilt Deutschland für Spanien als Risikogebiet. Was das für Urlauber bedeutet – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Deutschland stuft Spanien seit Sonntag (29. August) nicht mehr als Hochrisikogebiet ein. Demzufolge entfällt für nicht geimpfte Reiserückkehrer die Quarantänepflicht. Test- und Impfnachweise sind bei der Rückkehr nach Deutschland jedoch weiterhin erforderlich. Welche Einreisebestimmungen umgekehrt für Spanien gelten, wie die Lage vor Ort ist und was Urlauber in Spanien beachten sollten – ein Überblick.

Was gilt für die Einreise nach Spanien trotz Corona?

Seit Spanien ganz Deutschland auf seine Liste der Risikogebiete geschrieben hat, gilt für Reisende aus allen deutschen Bundesländern die Nachweispflicht. Wer aus Deutschland nach Spanien einreisen will und mindestens zwölf Jahre alt ist, muss nachweisen, dass er vollständig und seit mindestens 14 Tagen geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Als genesen gelten Reisende, wenn ihre COVID-19-Infektion nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis darf laut dem Auswärtigen Amt „frühestens 11 Tage nach dem ersten Positivergebnis erfolgen“. Ein negativer Coronatest (PCR-, LAMP-, TMA- oder Antigen-Test) darf bei Einreise maximal 48 Stunden alt sein.

Alle Flug- und Seereisenden müssen ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt, der bei Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die kostenfreie SpTH-App erfolgen.

Bei der Einreise findet regelmäßig eine Gesundheitskontrolle durch Temperaturmessung, Auswertung des Einreiseformulars durch die Gesundheitsbehörde und eine visuelle Kontrolle des Reisenden statt. Personen mit einer Temperatur von über 37,5 °C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehenden Untersuchung unterzogen werden.

Was gilt für Reiserückkehrer aus Spanien?

Seit am 1. August 2021 die neue Einreiseverordnung in Kraft getreten ist, gilt generell für alle Einreisenden nach Deutschland ab zwölf Jahren eine Nachweispflicht. Das heißt unabhängig davon, wo sie sich aufgehalten haben, müssen alle Reisenden bei der Einreise einen negativen Test, Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen.

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Aktuelle Corona-Lage in Spanien

Die Corona-Lage in Spanien hat sich im Vergleich zum Vormonat entschärft. Lag der Sieben-Tage-Mittelwert der Corona-Neuinfektionen am 19. Juli noch bei 27.247 liegt er aktuell deutlich darunter bei 8765 (Stand: 29. August). Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Spanien 4,82 Millionen Menschen, 84.000 starben im Zusammenhang mit einer Coronainfektion (Stand: 30. August 2021).

Beim Impfen kommt Spanien bislang gut voran. 77,5 Prozent der Spanier sind mindestens einmal, 69,4 Prozent sind vollständig geimpft (Stand: 30. August 2021).

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Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Spanien

Landesweit gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten, auch im Freien. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht. Wer gegen diese Maßnahme verstößt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 100 Euro rechnen. Kann jedoch ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, entfällt die Maskenpflicht im Freien. Eine Ausnahme sind Open-Air-Veranstaltungen, wenn es keine festen Sitzplätze mit entsprechendem Abstand gibt.

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Besonderheiten in Gebieten mit hohem Inzidenzwert

Grundsätzlich sind die autonomen Gemeinschaften dazu angehalten, bei einer hohen Inzidenzrate selbständig Maßnahmen anzupassen, dazu zählen zum Beispiel strenge Ausgangssperren. Bei zu hohen Inzidenzraten ist laut Auswärtigem Amt außerdem „ein Betreten aus touristischen Gründen nicht möglich“. Mehr Infos zu den Maßnahmen in den einzelnen autonomen Gemeinschaften gibt es auf der Webseite des spanischen Gesundheitsministeriums.

Mit Material von Reuters