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Die Corona-Lage im Überblick

Nur noch fünf Risikogebiete in Spanien

Madrid Corona
Madrid ist wie einige andere spanischen Regionen kein Risikogebiet mehr – ab dem 26. Juni fällt auch die Maskenpflicht im Freien wegFoto: Getty Images

Spanien öffnet sich immer mehr wieder dem Tourismus. Das Infektionsgeschehen ist jedoch regional sehr unterschiedlich – während einige wenige Orte weiterhin Risikogebiete sind, planen andere bereits die Wiedereröffnung des Nachtlebens. TRAVELBOOK gibt einen Überblick über die Corona-Lage in Spanien und sagt, was Urlauber bezüglich der Einreise und den Maßnahmen vor Ort wissen müssen.

Wie in zahlreichen anderen europäischen Urlaubsländern sinken auch in Spanien die Corona-Zahlen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat zum 20. Juni 2021 die autonomen Gemeinschaften Aragon, Kastilien und León, Katalonien und Madrid sowie die autonome Stadt Melilla von seiner Liste der Risikoländer gestrichen. Quarantäne und Anmeldepflicht in Deutschland fallen damit nach einem Aufenthalt weg. Mit dieser neuen Änderung hat Spanien aktuell nur noch fünf Risikogebiete: Andalusien, Navarra, das Baskenland, La Rioja und Ceuta.

Welche Maßnahmen im Allgemeinen gelten und was Urlauber bei der Einreise beachten sollten – ein Überblick.

Öffnungsschritte und Nachtleben-Pilotprojekte

Neben Urlaubsorten auf dem Festland wie Barcelona, Madrid und Andalusien sind vor allem die spanischen Inseln bei deutschen Urlaubern extrem beliebt. Besonders Mallorca und Ibiza werden regelrecht für ihr reges Nachtleben gefeiert. Das ist größtenteils seit Frühjahr 2020 eingefroren. Doch nun gibt es im ganzen Land Öffnungsschritte und ein Pilotprojekt für Ibiza und Mallorca.

Ab Ende Juni dürfen in Spanien Nachtclubs und Diskotheken bis 3 Uhr morgens öffnen, wobei in Innenbereichen nur maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden darf. Essen und Trinken sind sowohl im Innen- als auch im Außenbereich nur am Tisch erlaubt. Innen dürfen maximal sechs, außen maximal zehn Personen an einen Tisch. Auf Mallorca und Ibiza plant man aktuell zudem ein Pilotprojekt, bei dem zunächst Partys unter freiem Himmel stattfinden sollen.

Grundsätzlich sind die beschlossenen Maßnahmen zwar landesweit obligatorisch, doch es regt sich bereits Widerstand. Wie die „Mallorca-Zeitung“ berichtet, prüfe man auf den Balearen zunächst die beschlossenen Maßnahmen und in Madrid sei bereits verkündet worden, dass man sich nicht an die Maßnahmen halten wolle.

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Aktuelle Corona-Lage in Spanien

Zur Zeit gibt es 1801 neue Corona-Fälle. Die Zahl der Ansteckungen mit dem Virus seit Beginn der Pandemie liegt bei 3,76 Millionen. 80.652 Menschen starben in Spanien im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Stand: 18. Juni 2021). Aktuell haben 48,3 Prozent der Spanier eine erste Impfdosis erhalten. 29,7 Prozent sind vollständig geimpft (Stand: 17. Juni 2021).

Was gilt für die Einreise nach Spanien trotz Corona?

Die Einreise aus Deutschland nach Spanien ist aus den meisten deutschen Bundesländern nachweisfrei möglich. Wer jedoch aus Risikogebieten wie dem Saarland oder Baden-Württemberg kommt und mindestens zwölf Jahren alt ist, muss ein negatives Corona-Testergebnis (PCR-,LAMP-, TMA- oder Antigen-Test) vorweisen. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein. Alternativ kann auch ein Nachweis über eine vollständige und bereits vor 14 Tagen abgeschlossene Impfung erbracht werden. Ebenso dürfen Genesene aus diesen Bundesländern einreisen, wenn ihre COVID-19-Infektion nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis darf laut dem Auswärtigen Amt „frühestens 11 Tage nach dem ersten Positivergebnis erfolgen“.

Alle Flugreisenden müssen ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt, der bei Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die kostenfreie SpTH-App erfolgen.

Bei der Einreise findet regelmäßig eine Gesundheitskontrolle durch Temperaturmessung, Auswertung des Einreiseformulars durch die Gesundheitsbehörde und eine visuelle Kontrolle des Reisenden statt. Personen mit einer Temperatur von über 37.5 °C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehender Untersuchung unterzogen werden.

Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Spanien

Landesweit gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten, auch im Freien. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht. Wer gegen diese Maßnahme verstößt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 100 Euro rechnen.

Besonderheiten in Gebieten mit hohem Inzidenzwert

Einige autonome Gemeinschaften auf dem Festland haben Ein- und Ausreise- sowie nächtliche Ausgangssperren erlassen. Das bedeutet, dass nur noch aus triftigen Gründen ein- oder ausgereist werden darf, jedoch nicht zu touristischen Zwecken. Es kann diesbezüglich auch zu kurzfristigen Änderungen kommen. Grundsätzlich sind die autonomen Gemeinschaften dazu angehalten, bei einer hohen Inzidenzrate selbständig Maßnahmen anzupassen, dazu zählen zum Beispiel strenge Ausgangssperren. Bei zu hohen Inzidenzraten ist laut Auswärtigem Amt außerdem „ein Betreten aus touristischen Gründen nicht möglich“. Mehr Infos zu den Maßnahmen in den einzelnen autonomen Gemeinschaften gibt es auf der Webseite des spanischen Gesundheitsministeriums.